Raspberry Pi - Datensicherung

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Geigenberger
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Raspberry Pi - Datensicherung

Beitrag von Geigenberger »

Hallo,

vor kurzem kaufte ich mir so ein (wahrscheinlich zu billiges) USB-NAS Teil, in der Hoffnung, damit außerhalb der eigentlichen Praxisräume, aber per Ethernet-Kabel, automatisierte Praxissicherungen durchzuführen (mit Robocopy -> http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php?f=11&t=2913 ). Ich schaffte es zwar, die Browseroberfläche dieses Gerätes innerhalb meines Netzwerkes überall zu "sehen", aber das Daten-Sichern "händisch" mit Hilfe dieser Browser-Oberfläche ist ja äußerst umständlich und somit mehr als unbefriedigend. Eigentlich hatte ich ja die Hoffnung, nur das Sicherungslaufwerk auf der Windows-Oberfläche meiner Praxisrechner zu sehen, dieses zu "mounten", um einen Netzwerkbuchstaben zu geben und dann mi Robocopy automatisiert mehrmals am Tag die Praxisdaten zu sichern. Dies gelingt mir einfach nicht, vielleicht geht das ja auch nicht mit meinem NAS-Teil oder mir fehlt ganz einfach nur der entscheidende berühmte letzte Tip.

Egal! Heute bin ich über das Thema "Raspberry Pi" gestolpert. Offenbar ist es sehr einfach, hier einen "Samba-Server" aufzusetzen, der dann exakt meine "Daten-Sicherungs-Wünsche" befriedigen würde.

Hat dies schon jemand gemacht und wie sind die Erfahrungen? (Auch als Media-Server für das Wohnzimmer hören sich die Möglichkeiten mit dem "Raspberry Pi" ausgesprochen vielversprechend an.)

Bin für alle Hinweise dankbar!
A. Geigenberger
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Henrik313
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Re: Raspberry Pi - Datensicherung

Beitrag von Henrik313 »

Der Raspberry Pi ist ein "Spielzeug" zum lernen und basteln, also nicht für den professionellen oder wenigstens produktiven Einsatz gedacht.

Ich würde mir einfach einen kleines Qnap NAS kaufen und dann Ruhe haben. So teuer sind die auch nicht, dass man da groß sparen muss. Die Platte von dem "alten" kann man sicher ausbauen und mitnehmen.

Fragen wir mal anders: welches Gerät ist das NAS genau?
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Geigenberger
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Re: Raspberry Pi - Datensicherung

Beitrag von Geigenberger »

Hallo Henrik313

... aber spielen ist doch auch schön ...

Ich dachte mir das eben so: Mit der oben beschriebenen Batch-Datei soll die Datensicherung weiterhin so gemacht werden wie bisher; man hat damit die Versionen von 3 Wochen zurück(!) kontinuierlich zur Verfügung.
Und dann geht's an's "Spielen": Wenn diese turnusmäßigen Sicherungen gemacht sind, dann schadet es zumindest nicht, wenn man mit "Raspberry PI" noch eine Kopie in einen Raum außerhalb der Praxis zieht. Raspberry hat dann alle Zeit der Welt zu dieser zusätzlichen Sicherung, denn der "Backup-Modus" des Poeten ist ja schon beendet und nichts stört das Weiterarbeiten in der Praxis.
Eine recht schöne Anleitung: https://www.youtube.com/watch?v=RGBYHBZpbiU

Viele Grüße!
A. Geigenberger

....Ach ja: Mein "NAS-TeiL": Intenso 2,5'' Memory 2 Move 500GB
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nmndoc
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Re: Raspberry Pi - Datensicherung

Beitrag von nmndoc »

Hallo Herr Geigenberger,

um was für einen Hersteller/Modell handelt es sich denn?
Eine normale Freigabe einzurichten müssten ja eigentlich auch die ganz billigen Geräte bieten.
Bei den billigen ist eben oft die Performance sehr mau ... oft schlechter als das, was zB GB-Lan ermöglichen würden. Damit wären wir auch beim Thema Rasberry Pi: hat der nicht nur 10/100 Mbit? In jedem Fall dürfte aber die CPU nicht gerade zur Performance beitragen. Außerdem haben Sie dann zwei Geräte da stehen: Festplatte und den Rechner ... Ich denke wenn Sie sich damit etwas basteln bekommen Sie auch Ihr NAS zum Laufen ;-)

Ach ja: bei deb billigen gibts oft auch keine AD/Ldap-Anbindung o.ä. (zB für die Berechtigungen auf die Freigabe) - aber für Ihren Zweck wird das auch nicht nötig sein.
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Re: Raspberry Pi - Datensicherung

Beitrag von McLeod »

zum Intenso Memory 2 Move:
Eigentlich läuft laut auf dem Teil ein Samba-Server. Mit einer halbwegs aktuellen Firmware kann der nun wohl auch mit großen Dateien umgehen.
Sollte also eigentlich schon irgendwie funktionieren...

zum Raspberry Pi:
Man kann auf dem Gerätchen ein Debian Linux (raspian) laufen lassen und denn prinzipiell alles machen, was ein "richtiger" Linux-Server auch kann.
(Betrieb dann natürlich am besten ohne GUI, Verwaltung klassisch per SSH & Webmin)
Zmm Abgleich mit dem Haupt-Backup-Verzeichnis würde sich u.U. auch rsync anbieten (also eine pull- statt push-Lösung).
Performanceseitig wird's aber eher mau werden, da beim Pi auch der Netzwerkchip am USB-Host hängt. Des weiteren sollte man für die externe Platte ein natives Linux-Dateisystem verwenden (ext2/3), da z.B. NTFS das Prozessorchen schon ordentlich in's Schwitzen bringt.
Wofür die Dnger aber richtig gut geeignet sind, ist der Einsatz als Asterisk-Telefonanlage. Da ist aber wieder ein anderes Thema.

Alternative:
Als Fertig-NAS-lösung böte sich für den Job auch die Linkstation Mini von Buffalo an (inkl. RAID1).
elvito
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Re: Raspberry Pi - Datensicherung

Beitrag von elvito »

Hallo zusammen,

bitte zu bedenken, dass beim Raspberry Pi die Geschwindigkeit der Netzwerkkarte durch die Bandbreite des USB Ports limitiert ist. Soweit ich weiss läuft die interne Netzwerkkarte ebenfalls über den USB Port. Da es sich nur um USB 2.0 handelt müsste sich das externe Laufwerk den USB 2.0 Port mit der Netzwerkkarte teilen. Das wird bei größeren Datenmengen schnell zur quälenden Geduldsprobe. Ich hatte für den privaten Gebrauch einen Raspberry als Samba Fileserver im Einsatz und kann nur sagen, es geht zwar, macht aber keinen Spaß was Latenzen und Performance angeht.

Ich würde eher eine SOHO NAS von z.B. Synology empfehlen. Da ist ebenfalls Linux als Unterbau vorhanden und kann perfekt mit Scripten angepasst werden. Hierfür würde ich rsnapshot empfehlen.

schönen Gruß

p.s. ein Raspberry Pi ist ein Spielzeug und sollte daher nicht in einer produktiven Umgebung zur Datensicherung eingesetzt werden.
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Re: Raspberry Pi - Datensicherung

Beitrag von nmndoc »

Hallo Herr Geigenberberger,

hatte übersehen dass Sie oben schon das Modell genannt hatten - scheint sich ja um eine Eierlegendewollmilch-Festplatte zu handeln ;-)
Allerdings mit mit 100MBits lan ... naja. Dafür mit WLAN und optionalem Internet-Zugang ... würde ich gleich mal deaktivieren...

Handbuch haben Sie? http://www.intenso.de/multimedia/handbu ... 297608.pdf

Was genau funktioniert denn nicht? Auf die Admin-Oberfläche können Sie doch zugreifen?
Unter "Dienste" müssen Sie evtl erst den "Windows File Dienst" aktivieren. Ich denke dann kann man Ordner freigeben/verwalten (über den "Explorer"?)?
Evtl. auch die Firmware aktualisieren ... manchmal gibts dann ind er GUI neue Optionen
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Geigenberger
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Re: Raspberry Pi - Datensicherung

Beitrag von Geigenberger »

Hallo mnmdoc,

herzlichen Dank für Ihr Hilfsangebot. Ja, das Handbuch habe ich. Gestern abend habe ich mit dem Intenso noch intensiv "gespielt". Die Firmware habe ich aktualisiert: 1.100.100.
Und auf die Admin Oberfläche konnte ich zugreifen, sowohl per W-Lan mit meinem Laptop als auch per Fritz-Box mit meinem häuslichen Rechner.
Samba ( = "Windows File Dienst" ??) ist (per default) aktiviert. Ich kam aber "von außen" (PC oder Laptop) nicht auf das Festplattenverzeichnis zugreifen und das "bordeigene" Menü (interne Explorer) gibt keine Möglichkeit, irgendwelche Dateifreigaben zu machen.

Mein aktuelles Problem: Gestern abend noch gelang es mir mehrmals zwischen dem DHCP-Server und festen IP-Adressen umzuschalten. Heute komme ich weder per DHCP noch per eingestellter fester IP-Adresse an die Admin-Oberfläche des Gerätes. Damit gelingt mir auch der "Software-Reset" über die Admin-Oberfläche nicht mehr (da ja kein Zugriff möglich). Der mit "Büroklammer" aktivierbare Resetknopf des Gerätes scheint ohne Wirkung. Wie genau der Resetknopf zu drücken ist (Dauer des Drucks / Kombination mit dem Einschaltknopf usw), darüber schweigt sich das "Handbuch" aus. Die Intenso-Platte kann ich nicht auf die Werkseinstellung zurückstellen :(

Ich bin also recht hilflos. Auf eine e-mail des Support-Service von Intenso warte ich noch; vielleicht gibt's da Hilfe.

Ich glaube, mit Raspberry wäre das alles wahrscheinlich viel einfacher; klar ist es ein Spielzeug, aber wie gesagt: Die eigentliche Datensicherung geschieht in unserer Praxis automatisiert mehrmals am Tag und geht von SSD zu SSD Festplatte wirklich rasend schnell. Mit der Batch Datei: -> http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php?f=11&t=2913 habe ich stets die Praxis-Datenbanken der letzten drei Wochen(!) vorrätig. Die jetzt noch vorgesehene Datensicherung würde lediglich - so meine Überlegeung - die Daten nochmal von der bereits gemachten SSD-Sicherung zu einer Festplatte außerhalb der eigentlichen Praxisräume "schieben" (natürlich nicht per W-Lan sondern per Ethernet-Kabel!!!), um für den Fall gerüstet zu sein, dass ein Dieb die Praxis samt allen Rechnern leer räumt. Und dazu hätte dieses zusätzliche Sicherungssystem ja alle Zeit der Welt für den Sicherungsvorgang, da dieser Sicherungsvorgang ja nicht mehr auf den Poeten zugreift. Asoe eine schöne "Spielwiese" für einen Raspberry :)

So - und jetzt werde ich noch ein wenig mit der Intenso-Platte "spielen", vielleicht kriege ich ja noch einen Zugang zu der Platte (und zu "Samba"). Haben Sie noch einen Tip?

Viele Grüße
A. Geigenberger

(Ich schicke auch nochmal den Link zu diesem Beitrag an Intenso; vielleicht wollen die Leute von Intenso ja auch noch weitere Geschäfte mit dem einen oder anderen Kollegen hier machen - ein guter Supperot hier könnte dabei ja helfen)
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Re: Raspberry Pi - Datensicherung

Beitrag von nmndoc »

puh - ganz ehrlich? Wenn ich mir so manche Rezensionen ansehe würde ich das Ding lieber zurück schicken / geben. Nicht nur dass einige ähnliche Probleme haben ("lässt sich nicht resetten" oder "Verbindung plötzlich weg") - sondern auch gut möglich, dass sich die volle Funktionalität nur mit der komischen Software / Apps erschließt. Kann ich aber nur raten.

Ich würde denke ich eher zu etwas wie Synology DiskStation DS213J greifen (ich meine das Modell war ganz ok, weiß es aber nicht auswendig.). Da passen 2x HDDs rein und funktioniert auch vernüftig. Kostet natürlich auch mehr als 79,- für die o.g. Platte.

Was Intenso betrifft: evtl tue ich dem Hersteller unrecht ... aber ich dachte immer das wäre so ein 3rd Party / OEM gewurstel ... die alles irgendwie machen ... von Kabel bis Festplatten (ok, so schlimm ist es glaube ich nicht) - aber um die machen ich ohnehin einen großen Bogen ;-)
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Geigenberger
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Re: Raspberry Pi - Datensicherung

Beitrag von Geigenberger »

nmndoc hat geschrieben:puh - ganz ehrlich? Wenn ich mir so manche Rezensionen ansehe würde ich das Ding lieber zurück schicken / geben.
...
Was Intenso betrifft: evtl tue ich dem Hersteller unrecht ... aber ich dachte immer das wäre so ein 3rd Party / OEM gewurstel ... die alles irgendwie machen ... von Kabel bis Festplatten (ok, so schlimm ist es glaube ich nicht) - aber um die machen ich ohnehin einen großen Bogen ;-)
Danke nmndoc,

ich habe Ihren Rat befolgt und keine Zeit mehr in diese Intenso-Platte investiert.
Dafür habe ich das Raspberry-Thema wieder aufgegriffen. :D Klar, wer Geschwindigkeit braucht ist bei einer 2.0 USB-Platte fehl am Platz (aber dafür gibt es ja SSD-Platten) . Aber die von mir oben beschriebenen Ziele erreiche ich mit der Raspberry-Lösung sehr leicht und ganz hervorragend! Und es macht Spaß!
Beschrieben ist das recht gut da: https://www.youtube.com/watch?v=3Tn184NhMRI

Und weil's so schön war, habe ich mir für den Privatbereich auch gleich ein "Mediacenter" für das Wohnzimmer gebastelt:
http://www.cyberbloc.de/tests/raspberry ... 013/08/26/
https://www.youtube.com/watch?v=RD9m5eX ... KyyeohGoQa
Geht super einfach: Speicher mit dem Image beschreiben - in den Raspberry stecken -- und das war's schon.
Ich bin echt begeistert; nicht nur die auf der angeschlossenen Festplatte gespeicherten Filme laufen problemlos, auch Streams aus dem Internet (z.B. ARD und ZDF Mediathek) gibt dieses kleine Teil für 30 Euro per HDMI in einer tollen Qualität mit einer wunderschönen Bedienoberfläche auf den Fernseher. Klar, dass ich auch für meinen privaten Bereich einen Samba-Server mitinstalliert habe für die persönlichen Bedürfnisse meiner Datensicherung.

.... bin echt begeistert!

A. Geigenberger
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