Einbindung ohne Netzwerk

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Lisa
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Einbindung ohne Netzwerk

Beitrag von Lisa »

Hallo,
wir haben in unserem Technikraum einen Arbeitsplatz für USB-EKG, -Spirometrie und -Audiometrie. Da in diesem Raum kein Netzwerkanschluss ist, läuft der PC bisher ohne Turbomed, wir würden aber eigentlich gern auch Turbomed nutzen, um den Datenaustausch zu vereinfachen.

Nun lehnt mein Chef WLAN ab ("zu unsicher" - trotz aller Gegenargumente), wir haben schon DLAN über die Steckdose probiert, waren aber mit der Verbindung sehr unzufrieden, da immer das ganze System ausgebremst wurde. Eine Möglichkeit wäre, ein Ethernet-Kabel direkt zu verlegen, aufgrund der Praxisbauweise müsste dies aber ewig lang sein.

Gibt es eine andere Möglichkeit? Könnte man z. B. den PC mit Turbomed allein laufen lassen und durch einen einmal täglichen Anschluss an das Netz (wenn wir das Kabel quer durch die Praxis spannen, geht das viel kürzer :-) ) einen Datenaustausch machen? Oder hat jemand eine nettere Idee?

Vielen Dank für Ihre Hilfe, mit freundlichen Grüßen,

Lisa ...
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wahnfried
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Re: Einbindung ohne Netzwerk

Beitrag von wahnfried »

Lisa hat geschrieben:Eine Möglichkeit wäre, ein Ethernet-Kabel direkt zu verlegen, aufgrund der Praxisbauweise müsste dies aber ewig lang sein.
Das wäre nicht das Problem. Ich habe mal 20m verlegt, keine Probleme. In der eigenen Praxis 3 Räume mittels Bohrloch durch die Wand (langer Bohrer 12-14mm Durchmesser) verbunden, dann Kabel immer direkt vom Switch zu den PC, ein Raum "durch den Keller" angeschlossen.
Lisa hat geschrieben:Gibt es eine andere Möglichkeit? Könnte man z. B. den PC mit Turbomed allein laufen lassen und durch einen einmal täglichen Anschluss an das Netz (wenn wir das Kabel quer durch die Praxis spannen, geht das viel kürzer :-) ) einen Datenaustausch machen?
Das hieße Arbeiten mit dem Hausbesuchsmodul... (Oder warten auf das geplante TM-Sync): Das Hausbesuchsmodul geht für Karteieinträge, ist aber für Gerätedaten oft nicht ausreichend (da neben den Verlinkungs-Karteieinträgen auch noch die Gerätedaten unter Erhalt des Verlinkungs-Pfades auf den Server transferiert werden müßten).

Was wollen Sie denn genau übertragen? Ggfs wäre es möglich, die Gerätedaten auf eine externe Festplatte zu speichern und dort neu gespeicherte Daten per xcopy mit Schalter /d auf den Server zu übertragen, zusammen mit der BDT-Datei des Hausbesuchsmoduls?

Grüsse, Wahnfried
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michael
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Re: Einbindung ohne Netzwerk

Beitrag von michael »

Lisa hat geschrieben: Eine Möglichkeit wäre, ein Ethernet-Kabel direkt zu verlegen, aufgrund der Praxisbauweise müsste dies aber ewig lang sein.
definieren sie "ewig lan" ;-)

Sie können Kabel mit einer Länge bis zu 100m verwenden. Da kommt man dann doch ziemlich weit.

Hier können sie auch nochmal nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Ethernet

viele Grüße

pätzold
Elkrib
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Re: Einbindung ohne Netzwerk

Beitrag von Elkrib »

Hallo,

welches DLan haben Sie versucht?

Wir benutzen das von Devolo in der 200mbit-er Version, funktioniert erstklassig und zuverlässig,
die älteren 85 mbit sind für Turbomed zu langsam.
Die Devolo scheinen im Vergleich zu anderen Anbieter sehr stabil zu laufen. Einfach mal Rezensionen bei großen Versendern anschauen.


Gruss
Lisa
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Re: Einbindung ohne Netzwerk

Beitrag von Lisa »

Elkrib hat geschrieben: welches DLan haben Sie versucht? Wir benutzen das von Devolo in der 200mbit-er Version, funktioniert erstklassig und zuverlässig,
Auch dieses, nach dem Ausbau lief das ganze System viel flüssiger und die vorher ständigen "Denkpausen" auch der anderen PCs haben sich auf die "üblichen" beschränkt.
michael hat geschrieben:definieren sie "ewig lan" ;-)
quer durch den Flur, ein Zimmer also 3 Wände und das in einer gemieteten Praxis
wahnfried hat geschrieben: Was wollen Sie denn genau übertragen? Ggfs wäre es möglich, die Gerätedaten auf eine externe Festplatte zu speichern und dort neu gespeicherte Daten per xcopy mit Schalter /d auf den Server zu übertragen, zusammen mit der BDT-Datei des Hausbesuchsmoduls?
Nun ja, die gdt-Dateien könnte man schon über usb übertragen und einlesen lassen (manuelle gdt-Schnittstelle), aber dann haben wir noch nicht die Patientendaten am Geräte-PC... Das Hausbesuchsmodul müsste ich mir dann noch einmal genauer ansehen.
Heißt dann also: Nachsehen, welche Patienten heute Untersuchung brauchen, Hausmodul für diese starten und Dateien übertragen auf Untersuchungspc und anschließend gdt-Dateien zurück?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Gruß,
Lisa ...
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wahnfried
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Re: Einbindung ohne Netzwerk

Beitrag von wahnfried »

Lisa hat geschrieben:Das Hausbesuchsmodul müsste ich mir dann noch einmal genauer ansehen.
Heißt dann also: Nachsehen, welche Patienten heute Untersuchung brauchen, Hausmodul für diese starten und Dateien übertragen auf Untersuchungspc und anschließend gdt-Dateien zurück?
...nein, da man mit dem Hausbesuchsmodul definieren kann ab welcher Zeit erzeugte Karteizeilen übertragen werden sollen: Nur diese werden dann der Server-Datenbank implementiert. Das heißt, man braucht noch nicht mal vorher den Geräte-PC mit neuer PraxisDB zu versorgen, falls es nicht "neue" Patienten sind. Wiegen/Messen wird dann eben auch am Geräte-PC eingetragen und mit-rück-übertragen.

Bei "neuen" Patienten wird das aber zu einer Rödelei: PraxisDB per TMAdmin (im Betrieb) spiegeln auf Client und von dort Kopieren auf USB-Stick oder mobile HDD (alternativ direkt kopieren auf USB-Stick/mobile HDD), dann vor TurboMed-Start die PraxisDB am Geräte-PC einkopieren - oder den Pfad für PraxisDB an dem Geräte-PC auf den USB-Stick legen, dann braucht man ihn nur einstecken und TurboMed starten.
Zurück dann per HB-Modul - auch den Pfad des BDT-Ordners auf den Stick legen - und neue Gerätedateien ebenfalls auf den Stick bringen, um dann am Server alles zu integrieren.

Da würde ich lieber drei Wände durchbohren. Mieträume sind kein Hinderungsgrund.

Grüse, Wahnfried
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michael
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Re: Einbindung ohne Netzwerk

Beitrag von michael »

Lisa hat geschrieben: quer durch den Flur, ein Zimmer also 3 Wände und das in einer gemieteten Praxis
Lassen sie sich doch mal von einem erfahrenen elektriker beraten. Die sehen mehr Möglichkeiten als wir.
Und wie wahnfried schrieb: Miete ist kein Hindernis

Mfg

Pätzold
SFeu
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Re: Einbindung ohne Netzwerk

Beitrag von SFeu »

Meine klare Empfehlung: nur Kabel!
Sowohl DLink-Adapter als auch WLAN erwiesen sich in meiner Praxis
als unzuverlässig. Nebenbei: man staunt, wie schnell und unauffällig ein guter Elektriker das Kabel verlegt.

Grüße,
SFeu
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Turbouser
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Re: Einbindung ohne Netzwerk

Beitrag von Turbouser »

Auch meine Empfehlung: LAN Kabel verlegen.

Habe in meiner Praxis auch weit über 20m lange Kabel verlegt.

Beste Lösung

Grüße

Turbo-user
hfriedrich
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Re: Einbindung ohne Netzwerk

Beitrag von hfriedrich »

Hallo.
1. und 2. und 3. Wahl --> Kabel legen.
Habe ein Devolo 500 laufen, funktioniert allerdings hervorragend.
WLAN, Sicherheit kein Problem, Perfomance ein riesieges Problem.
Gruss
Friedrich
Frankolas
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Re: Einbindung ohne Netzwerk

Beitrag von Frankolas »

Das mit dem WLAN habe ich auch versucht mit einem Extra-PC im Labor.
Die Performance ist dabei wirklich grottenschlecht und das bei bestem Empfang und moderner Hardware.
Ein Ethernet-Kabel ist dabei immer die beste Lösung, und wie gesagt, ein guter Elektriker hat
das ratzfatz an einem nachmittag, wenn der Doctor/in auf dem Hausbesuch ist mit den beiden
notwendigen Anschlussdosen installiert.

Gruß
lcer
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Re: Einbindung ohne Netzwerk

Beitrag von lcer »

Hallo,

ich habe an zwei standorten je ein WLAN laufen. Im einen Fall dient es der Anbindung des Wartezimmerfernsehers an das Internet. Das läuft aus Sicherheitsgründen in einem separaen Netzwerksegment - also (halbwegs) abgeschottet vom eigentlichen Praxisnetzwerk. Im zweiten Fall dient es zur Anbindung eines Laptops, der je nach Sprechstundentyp mal hier mal da steht. Der Zugriff erfolgt dort über einen Terminalclient - also mit Windows Remote Desktop Protokoll. Das ist schnell genug und genau so sicher wie der Remotezugriff von zu Hause aus, da die Benutzerauthentifikation auf dem Terminalserver ja in beiden Fällen gleich erfolgt. Nur wird eine Geräteanbindung über den Terminalclient schwer werden (anderseits, bein chipcartenleser klappt es ja auch, COM-Ports werden ja vom Terminalclient zur Verfügung gestellt.). Wenn das Programm über GDT funktioniert, wäre ja auch so etwas wie "Fern-GDT" möglich: Steuerdateien auf den entfernten Rechner kopieren, dort manuell das Anwendungsprogramm starten und nach Abschluss der Messungen Ergebnisdateien zurück zum Turbomedrechner schieben. Wäre etwas basteile, müsste aber theroretisch gehen.

Rechtlich gesehen sollte das WLAN verschlüsselt sein (WPA/WPA2) http://forum.computerbetrug.de/threads/ ... icht.22327 Die Sicherheitsbedenken (bezüglich Einbruch ins WLAN) teile ich im grunde nicht. Warum? Ein verschlüsseltes WLAN ist genauso sicher oder unsicher wie jeder Server, der eine Schnittstelle zum Internet hat (Ohne Internet geht es bei uns nicht, wegen Praxiszweigstelle und 24h-Datenfernzugriff). Eher andersherum - Einen schlecht gesicherten Internet-PC kann man vom Wohnzimmer aus hacken, für ein WLAN muss man sich in der Funkreichweite des Netztes befinden. Die meisten Arztsysteme sind sowieso sicherheitstechnisch dermaßen schlecht eingerichtet, dass die WLAN-Diskussion eine reine Alibi-Veranstaltung ist.

Grüße

lcer
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