ramona hat geschrieben:Aber wir wollen ja alle weg von Papier & Bleistift
...ich durchaus nicht, zumindestens nicht weitgehend - d.h. im Sinne von abhängig-werden vom Funktionieren der Technik. Ich bevorzuge es, beim Schreiben das Notierte gleich zu strukturieren und zu gliedern, das geht in der F3 nur mühselig und wenn man etwas Wichtiges geschrieben hat: einmal aus Versehen Strg+R, schon ist es weg... Da braucht es schon eine ausgesprochene Selbstbeherrschung, um nicht...
Oder beugen Sie vor:
Stellen Sie sich vor, es ist mal wirklich eine Stunde Stromausfall, können Sie dann auf den Terminkalender von TurboMed noch zugreifen? Das spricht z.B. im Falle einer Elektronisierung des Terminplanes ganz massiv dafür, einen Arbeitsplatz mit häufiger Datenspiegelung im Betrieb als Notebook zu planen, wobei dessen Akkukapazität regelmäßig auch mal getestet werden sollte. Das spricht dafür, zwischendurch ganz bewußt mal zu üben, so zu tun, als ob TurboMed nicht erreichbar wäre, um die Arbeitsabläufe bei Stromausfall kennenzulernen, incl. Umstellung eines solchen Notebooks auf Einzelplatzarbeit.
Ist Ihre Praxis bei Stromausfall denn noch telefonisch erreichbar? Ein ISDN-Telefon ohne Netzteil-Notwendigkeit im Schrank vorhanden, um dann an die NTBA angestöpselt zu werden? Oder alternativ eine USV nur für die Telefonanlage, die eine halbe oder eine ganze Stunde überbrücken kann? Switch und Server an einer andern..., die hält dann aber meist nur etwa 10 Minuten. Wer eine Papierkartei führt (egal, ob Arztbriefe elektronisch oder in Papierform archiviert werden) ist da im Vorteil. Das ist aber eine Einstellungssache...
Will sagen:
Bevor man die Einführung des elektronischen Terminkalenders in Angriff nimmt, durchaus solche betriebswirtschaftlich wichtigen Dinge vor-bedenken. Ich habe mich mit dem Terminkalender von TurboMed selbst nicht beschäftigt: das Video sieht natürlich völlig problemlos und genial aus, aber das war mit TurboMed bei den Vorführungen auf der Medica genauso (und ich bin genauso wie Sie jemand, der durch die ersten Probleme oder ernsteren Fragen zu TurboMed wenige Wochen nach dem Start auf dieses Forum gestoßen ist - mit vollem Beileid für Alle, die es nicht bereits in der Vorbereitungsphase kennenlernen).
Im Klartext: die Tücken der Übernahme alter Arbeitsgewohnheiten in eine neue Organisation und deren Folgen in der neuen (elektronischen) Arbeitsumgebung müssen erst langsam verinnerlicht werden, um bei halbwegs Durchblick die Lösungswege selbst herausfinden zu können. Eine schlecht veranlagte Struktur des Terminplanes - deren Wichtigkeit in dem Video ja grundsätzlich herausgestellt wurde - kann vermutlich bedeuten, daß man ihn ggfs. nicht nachbessern kann, ohne Daten zu verlieren - und wehe, wenn das ohne Wahrnehmung oder Datenrettungsplanung durch den Administrator geschieht.
Entwickeln Sie also Ihr Konzept zum Terminplan in Ruhe und mit genauester Durchdringung der Gebrauchsanweisung PARALLEL zum bisherigen System, um in Testphasen das Entwickelte auszuprobieren.
Wenn Sie dann hier Ihr Konzept vorstellen, werden mit Sicherheit die Korrektur-Hilfen nicht ausbleiben (wäre sogar hochinteressant für an TurboMed Interessierte, den Ablauf einer solchen Planung und die Klippen sowie die nachfolgenden Erfolgserlebnisse nachvollziehen zu können). Eine Allgemeinabfrage zu lesen ohne Ihre Planungsschritte mitgeteilt zu bekommen wird wenig Resonanz finden (dafür haben wir zuviel zu tun...)
Viel Erfolg wünscht Wahnfried