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mal wieder tägliche Datensicherung: Zip / DVD / USB?
Verfasst: Montag 7. August 2006, 17:00
von andreas.kotowicz
ich weiß, dieses Thema wurde zu genüge hier schon diskutiert, doch wollte ich wissen, wie denn der aktuelle Stand der Dinge hier so ist. Wer verwendet was?
Zip 250 / 750 ? intern oder USB?
DVD RAM Brenner - extern, intern? Empfehlungen?
USB Wechselfestplatte. Für jeden Tag eine andere? Dies ist fast dringend notwendig, da bei einem Plattencrash ansonsten ALLE Sicherungen weg sind.
Verwendet jemand Bandlaufwerke?!?
Die USB Stick Version halte ich doch für sehr gewagt, da diese Medien doch recht häufig nicht mehr funktionieren.
Bin sehr offen für Ihre Meinungen und Ratschläge.
Verfasst: Montag 7. August 2006, 19:03
von Kasimir
Hallo,
wie ich schon mal schrieb, verwende ich ganz einfach CD-RWs, mache dort täglich meine Praxis-DB-Sicherung 'rauf und sichere die Dokumente des laufenden Monats dort. Zu Hause spiele ich das ganze fast täglich in meinen dortigen Rechner. Die Dokumente der Monate und Jahre davor sind ja schon auf diesem Rechner, deshalb also nur die Sicherung des laufenden Monats.
Am Ende jeden Quartals mache ich eine Sicherung des gesamten Turbomed-Ordners auf nichtwiederbeschreibbare DVD's.
Außerdem spiegele ich jeden Tag alle Dokumente und die Praxis-DB auf die anderen Rechner in der Praxis. Einen Festplattencrash hatte ich schon zweimal, aber da, wie gesagt, die Daten alle auch auf den anderen Praxisrechnern sind, schockt mich das nicht mehr... Ich kann fast sofort, wenn auch eingeschränkt, weil ja eine Festplatte erst ersetzt werden muss, weiterarbeiten.
Verfasst: Montag 7. August 2006, 19:57
von andreas.kotowicz
Kasimir hat geschrieben:Hallo,
wie ich schon mal schrieb, verwende ich ganz einfach CD-RWs, mache dort täglich meine Praxis-DB-Sicherung 'rauf und sichere die Dokumente des laufenden Monats dort. Zu Hause spiele ich das ganze fast täglich in meinen dortigen Rechner. Die Dokumente der Monate und Jahre davor sind ja schon auf diesem Rechner, deshalb also nur die Sicherung des laufenden Monats.
Am Ende jeden Quartals mache ich eine Sicherung des gesamten Turbomed-Ordners auf nichtwiederbeschreibbare DVD's.
Außerdem spiegele ich jeden Tag alle Dokumente und die Praxis-DB auf die anderen Rechner in der Praxis. Einen Festplattencrash hatte ich schon zweimal, aber da, wie gesagt, die Daten alle auch auf den anderen Praxisrechnern sind, schockt mich das nicht mehr... Ich kann fast sofort, wenn auch eingeschränkt, weil ja eine Festplatte erst ersetzt werden muss, weiterarbeiten.
bei den DVDs ist ja das Problem, dass die Daten nach 2-5 Jahre eventuell nicht mehr lesbar sein können. Nachdem man aber die Praxisdaten 10 Jahre aufbewahren muss, sehe ich dies als Problem.
Angeblich ist ja DVD-RAM diesbezüglich besser, doch konnte mir noch niemand dazu was sagen.
DVD-RAM
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 11:05
von hfriedrich
Hallo.
Ich benutze u.a. für die abendliche Sicherung der TM-DB mittels robocopy ein DVD-RAM.
Dies ist ein internes Laufwerk, das ich aber neben den PC in einem abgeschlossenen Metallkäfig eingebaut habe. Meine Hoffnung: Bei Diebstahl bleibt zumindest dieses mit der DVD in der Praxis. Feuer wird bei uns vermutlich eher einen Feuerwehr-Wasserschaden nach sich ziehen, den eine DVD überstehen sollte.
Bisheriges Problem: Nach ein bis zwei Monaten läßt sich die DVD nicht mehr problemlos beschreiben, andauernd Schreibfehler. Hoffe noch, dass es an der Qualität der DVD-Scheiben liegt. Allerdings sind DVD-RAM gar nicht so einfach zu bekommen.
Das Problem, dass die DVD nicht mehr zu lesen sein sollte, halte ich für vernachlässigbar, schließlich lassen sich Nero bzw. die benötigte Lesesoftware auf jedem neuen System installieren. Natürlich habe ich auch noch ein Ersatzlaufwerk (extern), ggf. auch für mein Notebook zu Hause.
Gruss
Friedrich
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 18:37
von Kasimir
bei den DVDs ist ja das Problem, dass die Daten nach 2-5 Jahre eventuell nicht mehr lesbar sein können. Nachdem man aber die Praxisdaten 10 Jahre aufbewahren muss, sehe ich dies als Problem.
So lange ich nicht Rentner bin, kann mich das nicht tangieren, denn die letzte, mit dem aktuellsten Stand der Daten beschriebene DVD wird ja nie älter als 3 Monate sein, da ich dann ja die nächste brenne.
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 19:10
von andreas.kotowicz
Kasimir hat geschrieben:bei den DVDs ist ja das Problem, dass die Daten nach 2-5 Jahre eventuell nicht mehr lesbar sein können. Nachdem man aber die Praxisdaten 10 Jahre aufbewahren muss, sehe ich dies als Problem.
So lange ich nicht Rentner bin, kann mich das nicht tangieren, denn die letzte, mit dem aktuellsten Stand der Daten beschriebene DVD wird ja nie älter als 3 Monate sein, da ich dann ja die nächste brenne.
Man muss doch nach jedem Quartal eine Sicherung aus der Serie rausnehmen und diese 10 Jahre aufbewahren. Zumindest ist das so hier in Bayern. D.h. die DVD sollte auch 10 Jahre lesbar sein.
Verfasst: Dienstag 8. August 2006, 23:27
von Kasimir
Ich glaube, die KV-Abrechnungen müssen 4 Jahre lang aufbewahrt werden. Aber jede Quartalssicherung ? Das weiß ich nicht so genau.
Archivierung Datensicherung
Verfasst: Freitag 11. August 2006, 23:12
von Roland_Colberg
Das sehe ich auch so wie Kasimir. Ich habe die Daten ja normalerweise auf dem Server, die Sicherung ist v.a. eine Sicherung für den Fall eines HD-Crashs o.ä.
Ein anderer Aspekt ist eher der forensische: im Fall eines Rechtsstreits möchte ich u.U. beweisen können, dass ein bestimmter Sachverhalt zu einem bestimmten Zeitpunkt dokumentiert war. Das können archivierte Sicherungen nur dann leisten, wenn durch ein Prüfsummenverfahren o.ä. eine nachträgliche Veränderung ausgeschlossen ist.
Einfache Lösung z.B.: nach dem Brennen werden 1-2 Prüfsummen der CD/DVD errechnet und mit Datum ausgedruckt, anschließend von einer Vertrauensperson unterschrieben. Ob das eine Mitarbeiterin sein kann oder gar ein Notar sein muss, weiß ich allerdings nicht.
Alternative: ein "elektronischer" Notar wie unter
www.gnotary.de
Meines Erachtens könnten auch die KV oder Ärztekammern so einen Service anbieten!
Für diesen Aspekt halte ich eine Lebensdauer der Sicherung von 3 Jahren für ausreichend, zumindest im hausärztlichen Bereich.
Roland Colberg
Datensicherung im Internet
Verfasst: Freitag 11. August 2006, 23:45
von libelle17
Mit z.B. einem kleinen (z.B. bei mir in VB6 erstellten) Programm kann man auch zusätzliche Sicherungen (der durch das genannte Programm selbständig regelmäßig mit 7zip oder winrar zerstückelten, komprimierten und nochmal verschlüsselten Dateien objects.dat usw.) erstellen, die sich z.B. mit dem Task-Planer aus der Windows-Systemsteuerung in beliebigen Rhythmen auf beliebig vielen Servern über FTP selbstständig speichern (falls die Praxis verbrennt und die Wohnung explodiert oder so

).
Nur die Accounts auf den Servern muss man sich vorher selbst einrichten (bei den Gratis-Accounts ist so etwas meist nicht erwünscht; es sollten wohl mehrere sein, falls auch der Server von einem Tsunami erfaßt wird).
Falls jemand an dem Programm interessiert ist, bitte Mail.
P.S. zur Datensicherung
Verfasst: Montag 14. August 2006, 22:14
von libelle17
Vielleicht könnte man ja auch eine "Selbsthilfegruppe" gründen, in der man sich gegenseitig Platz für automatische Fernsicherungen einräumt? Wer hätte Interesse?