Seite 1 von 1
Prozessor für Client
Verfasst: Sonntag 27. Januar 2013, 13:18
von tihei
Hallo,
ich möchte für unser Netzwerk neue Clients beschaffen. Da der Platz in den Sprechzimmern sher begrenzt ist und es sich um eine Kinderarztpraxis handelt, in der es gut ist, wenn die EDV-Hardware so unauffällig wie möglich ist, damit die Kinder nicht daran rumspielen, war ich ganz glücklich, einen Mini-PC gefunden zu haben, der gut in den Schreibtisch passt, keine interessante Front hat und auch noch wenig Strom braucht. Als Prozessor hat er einen AMD E350 Dual Core (2x1,6 GHz), 4 GB RAM und als Festplatte eine SSD mit 120GB (
http://www.amazon.de/gp/product/B006YPT ... os_product. Davon habe ich einen zum Ausprobieren gakauft. Damit lief TM und auch Word und andere kleine Programme eigentlich schön flüssig.
Peer-to-Peer-Netzwerk, Server Win 2008 Server Foundation, Clients mit Win7.
Nach dem Update läuft TM immer noch schnell, aber IFAP startet nun sehr langsam. Da ich noch weitere 5 Clients beschaffen muss, zweifele ich etwas an dem geplanten Rechner und frage mich, ob die CPU vielleicht doch zu schwach ist. Experimente mit Terminalserver möchte ich nicht machen, weil ich mich da gar nicht auskenne.
Meine Frage ist nun, ob ich für die noch anzuschaffenden Clients eher Rechner mit einer stärkeren CPU (i3, i5, Intel G630T) anschaffen sollte. Ich kenne mich mit der Leistungsfähigkeit dieser CPUs leider nicht aus. Kann mir da jemand helfen, welche CPU TM braucht?
Gruß
Re: Prozessor für Client
Verfasst: Sonntag 27. Januar 2013, 14:03
von caesar
Hallo,
habe das vor 2 Jahren aus ähnlichen Beweggründen wie bei Ihnen (außer Kinderattraktion) mit einem DualAtom 2x1,6 GHz ausprobiert. Ergebnis war für mein Gefühl sehr enttäuschend. Alles viel zu langsam trotz GigabitNW und SATAII mit 7200 rpm + 4 Gig RAM. Die SSD scheint bei diesen Prozessorklassen eine Verschwendung zu sein. Der Prozessor wird leider zum Nadelöhr. Aber mittlerweile gibt es ja schöne Minis / Cubes mit sehr stromsparenden jedoch leistungsfähigen i5 und i7 Mobile-Prozessorvarianten. Der eher geringe Mehrpreis rechnet sich m.E. allemal durch den Performancegewinn und Frustverlust.
Beste Grüße
caesar
Re: Prozessor für Client
Verfasst: Montag 28. Januar 2013, 09:50
von nmndoc
Hallo,
wie oben bereits gesagt: Atom ist wirklich lahm (den AMD kenne ich leider nicht, kann man aber sicher google fragen).
Ich denke ein i5 wäre ein guter Kompromiss aus Preis+Leistung. Die lassen sich auch gut kühlen und sind rel. sparsam (gerade bei Minis wichtig - Geräusch).
Und mit vier Kernen (evtl je nach Modell) kann dann auch der Virensanner etc parallel zu TM und ifap gut arbeiten.
Es gibt ja auch von div. Herstellern so All-In-One also Bildschirm + PC in einem (Nachteil evtl: eins von beiden kaputt - alles kaputt?) oder die man hinter den Monitor (per Vesa.Halterung???) montieren kann.
Re: Prozessor für Client
Verfasst: Montag 28. Januar 2013, 13:55
von tihei
Hallo,
vielen Dank für die Anregungen.
Wie ist denn der Leitungsunterschied zwischen i5 und i3 zu beziffern.
Merkt man den beim arbeiten mit TM?
Gruß
Re: Prozessor für Client
Verfasst: Montag 28. Januar 2013, 17:45
von nmndoc
Hallo,
soweit ich weiß, hat ein i3 immer nur 2 Kerne - ein i5 aber 4 (echte) (Desktop-Modell). Daneben unterscheiden sie sich noch hinsichtlich Cache etc.
i3 ist eben das Einstiegs-Modell, so wie man früher evtl. bei manchen Rechnern gesagt hätte "da reicht ein Celeron".
Zwei Kerne sind heutzutage gerne mal schnell ausgelastet oder zumindest stark belastet - gerade wenn ich an TM+ifap+ifox+TM.net+Word+Virenscanner+++ denke, wird es vermutl. immer zwei Anwendungen geben die gerade einen Kern beschäftigen. D.h. aber nicht dass Sie dann nicht arbeiten können - vermutl. wird es sich auf einen i5 aber etwas flüssiger anfühlen. Evtl. wäre aber i3+SSD genaso flüssig - dann aber wieder i5+SSD noch flüssiger
Sie merken evtl: es wird hier keine einfache Antwort geben. "Eigentlich" müsste ein i3 auch locker reichen - aus meiner Erfarung würde ich heute abe eher einen i5 nehmen - sofern der Preisunterschied nicht gravierend ausfällt (also meinetwegen i3-System 450 EUR und i5 540 oder so).
Re: Prozessor für Client
Verfasst: Montag 28. Januar 2013, 18:45
von Stefan
Wie bereits geschrieben hat ein i3-Prozessor IMMER 2 Kerne und ein i5 hat 2 oder 4 reale Kerne.
Grob kann man sagen, dass i3 die Einstiegs-, i5 die Mittelklasse und i7 die Oberklasse ist. Ist halt
nur eine Marketingbezeichnung, da sich die Prozessoren in der jeweiligen Klasse auch relativ stark
unterscheiden (Generation, Cachegröße, Taktfrequenz).
Wenn man mal im TM-Betrieb den Task-Manager (Leistung) aufruft wird man erkennen, dass der Prozessor
so gut wie gar nicht ausgelastet ist. Das Nadelöhr ist die Festplatte, d.h. eher sollte der Client eine schnelle
SSD als einen High-End Prozessor haben (Server natürlich auch).
Re: Prozessor für Client
Verfasst: Montag 28. Januar 2013, 19:31
von caesar
...mein i3 2310M eines Laptops Win 7 64 bit(2. Generation) hat Prozessor Intel(R) Core(TM) i3-2310M CPU @ 2.10GHz, 2100 MHz, 2 Kern(e), 4 logische(r) Prozessor(en)
und liegt im Win Benchmark bei 6,4, die SSD bei 7,8, schwächste Komponente ist der Grafikchip mit 5,x. Das Laptop ist jedoch mit mein Arbeitspferd für zu Hause und wurde nachträglich auf 6 Gig Ram und 256 Gig SSD Samsung 830 Serie aufgerüstet--> Booting komplett mit Login 20 sec mit sehr vielen Diensten und Begleitprogrammen. Alles manuell gestartete ist auch sehr schnell bereit. Und der Akku hält jetzt mit WLAN 8-10 h, statt zuvor 6 h, was ich wegen der Stromersparnis erwähne. Ergo: i3 mit 3 MB 3rd Level Cache scheint locker auch clienttauglich, aber alle anderen Komponenten müssen halt wie immer auch zueinander passen.
Viele Grüße
caesar
Re: Prozessor für Client
Verfasst: Freitag 1. Februar 2013, 00:52
von Forti
Wie wäre es mit:
- Terminal (RDC)-CALs für den vorhandenen Windows-Server (5er-Set = <300 Euro)
- gebrauchte Thin-Clients aus Linux-Basis für ca. 30-45 Euro dazu
- Clients im RDP-Modus laufen lassen.
Das ist günstig (Investition, Strom, Wartungsfreiheit) und extrem schnell.
Zusätzlich müssen keine Updates installiert werden.
Umständlicher wird es aber mit Geräte- und Kartenleseranbindungen - ist aber mit relativ einfachen Mitteln möglich.
Alternativ kann man auch alte PC dafür nutzen. Aber die Thin-Clients brauchen kaum Platz und können teilweise sogar IN der Schublade liegen, wenn es ein niedrig getaktetes Gerät ist.
Wenn man wirklich nur RDP machen will, ist das hier ohne weitere Upgrades passend:
http://twoge.de/Igel-Thin-Client-5-4-42 ... 28MB-Flash
---
Nur so eine Idee. Ansonsten: Der IFAP braucht schnellen Plattenzugriff. CPU ist nicht sooo wesentlich belastet beim Start. Von SSD kann der Start in 2 - 3 Sekunden erledigt sein.
Ich habe hier während eines Tests einen Core2Duo-PC gefunden, der mit (korrekt eingerichteter) SSD langsamer läuft als mit einer 120er HDD. Grund ist der ICH7-Chipsatz auf dem Mainboard, der mit minimal ausgestatteten S-ATA-Ports aufwartet.
---> Sind Ihre SSD modellbezogen schnell genug und läuft der S-ATA-Anschluss per BIOS-Einstellung im AHCI-Modus? Sind die Treiber für den Festplattencontroller richtig installiert? Das macht eine Menge aus.
Re: Prozessor für Client
Verfasst: Freitag 1. Februar 2013, 09:21
von schmidt-dietrich
Nach meiner Erfahrung sind auch entscheidend a) Speicher b) schnelle SSD dann rennt auch ein älterer Prozessor noch ganz gut..
Aber da man doch wohl über 3-5 Jahre abschreibt macht es Sinn hier doch in i5 bis i7 zu investieren, damit man erstmal Ruhe hat...
Gerade i5 Apple imac mit Win7 m. TM,ifap in Parallels installiert - WOW ... Ruhe und Tempo.
Das war echt mal gut - sosnt hatten die Mädels immer die schnellsten Maschinen in der Praxis jetzt bin ich mal richtig schnell

Macht Spaß.