uli hat geschrieben:Beim Einspielen des Updates hatten sich gravierende Fehler ergeben: Im System wurden Dateien in falschen Verzeichnissen angelegt, die dann für einen Absturz der Datensicherungsfunktion sorgten.
Hallo uli,
ich verstehe die Wut, schleierhaft ist mir allerdings, wie ein Update mittels defekter CD durchlaufen kann.
Da ich das Update bisher nur auf einem Testrechner installiert habe, ist die interne Datensicherungsfunktion von TurboMed Version 9.2.1.1497 hier auch noch nicht benutzt worden. Vielleicht haben sich andere Anwender auch noch zurückgehalten...
Daher folgende Fragen:
--Lief das upgedatete TurboMed vor dem Benutzen der Datensicherungsfunktion trotzdem?
--welche Dateien landeten fälschlicherweise wo?
--Wie wirkte sich der Fehler aus? (z.B. Datensicherung erst gar nicht gestartet oder wo abgebrochen?)
(Meinen Sie mit Datensicherungfunktion die interne Datensicherung von TurboMed oder eine externe Sicherung?)
Meine eigene Strategie für ein "Sicherheits-Netz" bei jedem Update (seit fast zwei Jahren so festgeschrieben), gedacht insbesondere für diejenigen, die dafür kein eigenes Konzept haben und nach Ihrem Beitrag Herzklopfen bekommen haben:
Vorab-Update auf einem Testrechner (Notebook-Client in Einzelplatz-Modus) und einige Zeit "Test-Arbeit" mit diesem, erst dann Update der Praxis nach folgendem Arbeitsablauf:
-1) Spiegelung der Ordner PraxisDB, DruckDB, KVDT und Dokumente (neue und neuere für die letzten beiden) per TMAdmin oder TurboMed-intere Spiegelung auf jeden Rechner, der für diese Funktion vorbereitet ist (Kopieren über Windows-Funktionen auch möglich bei überall beendetem TurboMed). Sollte das Update mißlingen, kann jeder dieser Rechner sofort zum Server gemacht werden. Bei Spiegelung über TMAdmin: auch immer
nur ein Rechner zur selben Zeit!
-2) TurboMed-interne Datensicherung auf externes Medium (die wäre geprüft). Kennzeichnen mit: "Sicherung VOR Update vom..."
-3) sofern der Platz am Server ausreicht: TurboMed-Ordner komplett kopieren (sonst nur PraxisDB + KVDT + Lokal.ini + Global.ini, diese jedoch auf jeden Fall dauerhaft - mindestens 4 Jahre - archiviert, dies auch übrigens die Update-CD's)
-4) Jetzt erst das Update am Server durchführen (und vorerst nur dort...).
-5) Rücksicherung einiger veränderter Formulare am Server, die durch ein Update überschrieben werden (zusammengestellt in einen Ordner "nach_Update" mit gleicher Unterordnerstruktur wie TurboMed, jedoch nur die Unterordner und Dateien enthaltend, die modifiziert wurden - dadurch ist dies mit einer einzigen Kopieraktion dessen Inhaltes ins Hauptverzeichnis von TurboMed erledigt).
-6)TurboMed am Server: erster Start zur Datenbank-Konvertierung, danach Test, ob die modifizierten Formulare wieder so arbeiten, wie vor dem Update, dabei habe ich einen Eindruck von der Funktionsfähigkeit des upgedateten TurboMed.
-7) Beim Beenden von TurboMed am Server die interne Datensicherung auf
anderes Medium als VOR dem Update wiederholen, denn die von VOR dem Update ist ja nur mit der Vor-Version von TurboMed kompatibel. Kennzeichnen mit: "Sicherung NACH Update vom..."
-8) jetzt erst eine erneute Datenspiegelung per TMAdmin auf die Clientrechner (einer nach dem anderen, erspart die nochmalige zeitraubende Datenbankkonvertierung auf den Clientrechnern, die ja jeweils mit der vollständigen PraxisDB ausgestattet sind), wobei nach durchgelaufener Datenspiegelung TurboMed sofort gestartet wird, um das Client-Update per Netsetup durchzuführen, währenddessen kann bereits der nächste Client gespiegelt werden. (Sollte mal ein Client-Update nicht per Netsetup starten, vom lokalen opt. Laufwerk per CD durchführen...)
-9) Nach Abschluß des Client-Updates Kopieren des kompletten Inhaltes des Ordners "nach_Update" in das TurboMed-Hauptverzeichnis des Client-Rechners (wie bereits vorher unter Punkt 5 für den Server durchgeführt), dies natürlich wie auch Punkt 5) nicht erforderlich, sofern keine vom Update überschriebenen modifizierten Dateien vorhanden wären.
-10) Anpassen der Spalten in Karteikarte, Abrechnung und Auswahlliste der Medikamente (meist sind irgendwelche Spalten, die ich aktiviert hatte, verschwunden - wie z.B. Medikamenten-Kürzel/PZN - und dafür unsinnige bzw. nicht gewünschte sichtbar - wie z.B. Betriebsstättenspalte bei lediglich einer vorhandenen B., letzter Preis und Datum letzter Preis bei Medikamenten) Diesen letzten Punkt macht aber jeder Benutzer selbst, da er teils benutzerspezifisch, teils arbeitsplatzspezifisch verwaltet wird. Warum TurboMed diese "persönliche Ordnung" nicht speichert und beibehält, ist mir schleierhaft...
Das klingt zwar sehr kompliziert, bietet aber für jeden Zeitpunkt die Möglichkeit, den Zustand von vor dem Update rasch und ohne Stress wiederherzustellen ! In befreundeten Praxen wird dies auch derart gehandhabt, so daß ich im Falle von Problemen nach dem Update telefonisch "restaurieren" kann. Durch die Archivierung jeder PraxisDB von vor einem Update bin ich in der Lage, mittels der aufgehobenen Update-CD's von TurboMed und Ifap im Falle eines Regresses den relevanten Programmzustand auf einem externen Rechner wiederherzustellen und somit auch die damaligen Statistikfunktionen und Medikamenten-Listen/-Preise zur Verfügung zu haben (die sich nämlich in der Zwischenzeit erheblich verändert haben können).
Viele Grüsse, Wahnfried