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Re: WORM NAS / o.ä. hätte 0,5 Mio Dateien gerettet.

Verfasst: Montag 21. Dezember 2015, 08:19
von EXEWERKER
Unsere Erfahrungen mit Acronis sind eher durchwachsen. Wer hin und wieder eine komplette Wiederherstellung machen muss, wird feststellen, dass die Sicherung immer klappt, das Restore aber oftmals nicht. Probleme mit UEFI Boot, angeblich fehlenden *.tib auf Datenträgern von früheren Sicherungen, defekte PraxisDB (wenn ohne Backupmode in Betrieb gesnapshotet) und andere Dinge. Da liegen dann die Nerven blank. Es dauert teilweise Stunden, bis man eine Variante gefunden hat. Die normale Windows-Sicherung funktioniert besser und zuverlässiger, im Ernstfall.
aber eine Verschlüsselung der Partition(stabelle) bemerkt jedes Antivirenprogramm
Meist schon, aber die Versicherung und manche KVen zahlen trotzdem nur (z.B. 80% des Honorars), wenn das Backup physikalisch getrennt war.

Re: WORM NAS / o.ä. hätte 0,5 Mio Dateien gerettet.

Verfasst: Montag 21. Dezember 2015, 10:26
von Johnny
@EWERKER
EWERKER schrieb:
wenn das Backup physikalisch getrennt war.

was verstehen Sie unter physikalisch getrennt?

Gruß aus Kiel
und frohe Festtage wünscht
Johnny

Re: WORM NAS / o.ä. hätte 0,5 Mio Dateien gerettet.

Verfasst: Montag 21. Dezember 2015, 10:48
von EXEWERKER
KV sagt, außerhalb der Praxis. Aber auch dort könnte es ja mittels VPN verbunden sein. Versicherungen sprechen oft von einem anderen Brandabschnitt des Gebäudes, aber auch dort könnte es per Netzwerk erreicht werden. Deshalb wird wohl eine echte "Trennung" galvanisch sein und Lagerung in anderem Brandabschnitt meinen. Ist aber auch Unsinn, denn eine Glasfaserleitung wäre auch galvanisch getrennt, WLAN auch.
Gemeint ist wohl "ohne Datenverbindung" und an einem anderen sicheren Ort.

Re: WORM NAS / o.ä. hätte 0,5 Mio Dateien gerettet.

Verfasst: Montag 21. Dezember 2015, 18:50
von nmndoc
noch eine Anmerkung zu NAS/Trennung:

Wenn der Speicherort - egal wo er tatsächlich liegt - vom Client (egal ob Server oder Arbeitsplatz) aus erreichbar ist, kann da natürlich auch der Trojaner drauf.
Dies gilt selbst dann, wenn z.B. ein Netzlaufwerk nur für die Sicherung angebunden wird. Zwar könnte man hier evtl die Berechtigungen so vergeben, dass nur der Sicherungs-Benutzer Zugriff hat, aber das wäre auch nur ein bedingter Schutz - mal abgesehen davon dass in den meisteb Praxen schlicht der Zugriff mit den normalen Benutzerrechten erfolgen dürfte.
M.E. besser ist eine Sicherung, die vom Sicherungsserver aus erfolgt. Also das "Ziel" greift hier auf die Quelle (zB TM-Server) zu und kopiert sich (ggf via Agent) die Daten, die es sichern will.

Re: WORM NAS / o.ä. hätte 0,5 Mio Dateien gerettet.

Verfasst: Montag 21. Dezember 2015, 18:56
von RAMöller
Natürlich wird mit Turbomed erstmal ausreichend gesichert, den Datenträger kann und soll man auf jeden Fall nicht in der Praxis lassen.
Das Problem sind die größeren Dateien, Eingescanntes etc. das wegen der Größe nicht mehr ohne weiteres auf eine DVD o.ä. geht.
Datenträger vor Ort sind natürlich potentiellen Schädigenden Einflüssen ausgesetzt, da dürfte sich ein Worm-NAS nicht von einer Acronis-Secure Zone unterscheiden, s. Ihr Beispiel mit dem "Brandabschnitt".
Und wenn Partitionen nicht mehr abgesichert werden können, dann gilt das für alle Datenspeicher. Oder hat das Worm eine andere Struktur, die das verhindert soll? Ich habe mal danach gesucht und keine diesbezügliche Spezifikation gefunden. Ich habe wohl so Geräte mit einem Tragegriff gefunden, die man tatsächlich mit nehmen kann....

Re: WORM NAS / o.ä. hätte 0,5 Mio Dateien gerettet.

Verfasst: Montag 21. Dezember 2015, 19:35
von nmndoc
RAMöller hat geschrieben:Natürlich wird mit Turbomed erstmal ausreichend gesichert, den Datenträger kann und soll man auf jeden Fall nicht in der Praxis lassen.
Das Problem sind die größeren Dateien, Eingescanntes etc. das wegen der Größe nicht mehr ohne weiteres auf eine DVD o.ä. geht.
Datenträger vor Ort sind natürlich potentiellen Schädigenden Einflüssen ausgesetzt, da dürfte sich ein Worm-NAS nicht von einer Acronis-Secure Zone unterscheiden, s. Ihr Beispiel mit dem "Brandabschnitt".
Und wenn Partitionen nicht mehr abgesichert werden können, dann gilt das für alle Datenspeicher. Oder hat das Worm eine andere Struktur, die das verhindert soll? Ich habe mal danach gesucht und keine diesbezügliche Spezifikation gefunden. Ich habe wohl so Geräte mit einem Tragegriff gefunden, die man tatsächlich mit nehmen kann....
es geht ja für das Trojaner-Beispiel - nicht prinzipiell darum, wo sich der Datenträger befindet, sondern ob er sich "im Zugriff" befindet. Sicherung auf z.B. ein NAS ein einem anderen Brandabschnitt würde also bei Feuer zb verhindern, dass die Datensicherung gleich mit verbrennt - aber nicht zwangsläufig einen Verschlüsselungstrojaner davon abhalten, Ihre Datensicherung ebenfalls zu verschlüsseln. Das ist doch der eigentliche Punkt (s.o.).
Ein WORM bezeichnet ganz allgemein einen Datenträger (oder evtl. auch Methode) bei der Daten nur 1x geschrieben werden können und hinterher nur noch lesen - aber nicht mehr ändern lassen. (https://de.wikipedia.org/wiki/WORM)

Re: WORM NAS / o.ä. hätte 0,5 Mio Dateien gerettet.

Verfasst: Montag 21. Dezember 2015, 19:43
von EXEWERKER
Ich denke bei Revilock und Soft-WORMS die ins "gleiche" Filesystem als Blockdevice eingebunden werden, besteht ein Restrisiko, dass jemand die Partition (als Ganzes) plättet, deshalb legt man ein Duplikat extern ab. Bei einem Worm NAS (Wormbox) wird es nicht funktionieren, weil es ein eigenes Betriebssystem hat, welches für den Schädling nicht erreichbar ist. Nach außen zeigt er eine SMB Freigabe, die zum Schein löschbar ist, allerdings erscheinen die Daten gleich wieder unverändert....