SSD - Anfrage an Leute, die eine einsetzen

Fragen, Anregungen oder Tipps und Tricks? Hier ist der erste Anlaufpunkt.
Nicht sicher, wo ein Thema hingehört? Hier hinein - wir kümmern uns! :)

Moderator: Forum Moderatoren

Forumsregeln
TM-Startforum - "offen für alle Themen".
Beiträge, die in einen anderen Bereich passen, werden bei Bedarf verschoben.
Antworten
JR
Beiträge: 400
Registriert: Donnerstag 26. Mai 2005, 10:48
20

SSD - Anfrage an Leute, die eine einsetzen

Beitrag von JR »

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich weiß, dass es zum Thema SSD schon Threads hier gab. Ich möchte aber eine ganz konkrete Anfrage an Benutzer von SSDs stellen, da ein neuer Server ins Haus steht.

1. Gibt es Erfahrungen, ob es Sinn macht, nur den Server mit einer SSD auszurüsten, nicht jedoch die Clients?

2. Welche Programme soll man auf dem Server auf die SSD legen:

- Das Betriebssystem (bei mir Windows)?
- Den kompletten TurboMed Ordner einschließlich Praxisdatenbank und Dokumenten?
- Oder genügt es, nur die Praxisdatenbank auf die SSD zu legen?
- Müssen die Dokumente auf die SSD?

Hat vielleicht jemand diese Varianten durchgespielt?

Besten Dank für evtl. Hinweise
Martin
Beiträge: 121
Registriert: Donnerstag 24. Juli 2008, 08:47
17

Re: SSD - Anfrage an Leute, die eine einsetzen

Beitrag von Martin »

Hallo,
benutze seit ca. 3 monaten im server eine revodrive x2 mit 100gb.
Die einrichtung über image-kopie hat leider mit meinen pc-kenntnissen nicht geklappt wegen alignment-fehler ; habe win 7 prof neu aufspielen müssen; damit gings problemlos bei extrem schneller Installation.
Habe betriebssystem; turbomed und auch alle anderen Praxisprogramme auf der SSD.
Hat einen großen Geschwindigkeitsschub gebracht beim Arbeiten auf dem server; deutlich mehr wie das vorherige Aufrüsten von Prozessor (i5 750) und Arbeitsspeicher (8 GB); auch schnellere zugriffszeiten der clients.
Hatte aber vorher schon schnelle sataplatte mit 7500 U/min, daher war der gefühlte performancegewinn nicht so dramatisch wie in manchen foren beschrieben; beeindruckend ist allerdings die startzeit von windows.
Werde deshalb wenn preise weiter fallen auch die clients auf ssd umstellen, damit das lästige warten beim aufrufen des lokal installierten ifap zur rezepterstellung schneller geht.

mfg

martin
hfriedrich
Beiträge: 108
Registriert: Samstag 28. Januar 2006, 19:55
20

Re: SSD - Anfrage an Leute, die eine einsetzen

Beitrag von hfriedrich »

Hallo,
nachdem ich nun eine Terminal-Variante (Thinstuff, ich weiß, es könnte Lizenzprobleme...) versucht habe, will mich meine Kollegin küssen...
So kann Arbeiten Spass machen. Das einzige, was wirklich nervt, ist der Ifap-Bremsklotz.
Mein Konzept für nen neuen Server im kommenden Jahr sieht demnach so aus:
Server mit Win 7 prof, Thinstuff, 8-16 GB Speicher und 100-200 GB SSD. Ca. 8 Workstation. Alledings wegen Anbindung div. Peripherie bleiben die beiden Rechner an der Anmeldung weiterhin als "normale" Workstations angeschlossen. Drucker alle als Netzwerkdrucker (Printserver sind nicht teuer) Damit kann ich die ganzen "alten" PC in den Zimmern als Terminals weiter benutzen, bis sie den Geist aufgeben.
Eure Meinungen dazu wären super.
Dank und Gruss
Friedrich
Benutzeravatar
eusebius
Beiträge: 107
Registriert: Donnerstag 12. Oktober 2006, 20:30
19
Hat Dank erhalten: 1 mal

Re: SSD - Anfrage an Leute, die eine einsetzen

Beitrag von eusebius »

JR hat geschrieben:1. Gibt es Erfahrungen, ob es Sinn macht, nur den Server mit einer SSD auszurüsten, nicht jedoch die Clients?
Ja: aus Gründen, die ich nicht kenne, werden Clients mit konventioneller HDD unter einem SSD-Server zwar schneller, nerven aber wegen des dann ständig auftretenden unwillkürlichen Vergleichs mit ihren schnelleren SSD-Kollegen. Also: nicht Kleckern, sondern Klotzen. Variante: step by step jedem Clienten eine SSD spendieren. (Ein letzter verbliebener HDD-Client bei uns im Labor bekommt in der nächsten Woche seine SSD, weil schon das Aufrufen des Laborblatts an diesem Exemplar 1-2 Sekunden zu lange dauert. Man wird einfach verwöhnt...)
JR hat geschrieben:2. Welche Programme soll man auf dem Server auf die SSD legen:

- Das Betriebssystem (bei mir Windows)?
- Den kompletten TurboMed Ordner einschließlich Praxisdatenbank und Dokumenten?
- Oder genügt es, nur die Praxisdatenbank auf die SSD zu legen?
- Müssen die Dokumente auf die SSD?
Windows und Turbomed in Gänze liegen bei mir auf der SSD, und zwar in Partition C (Vereinzelt gab es Stimmen, Turbomed nicht auf C: zu legen. Ich fand das aber nicht nachvollziehbar und fahre gut damit unter W 7 prof 64 bit. Man kann sich leicht ein Abbild der gesamten Partition ziehen und hätte innerhalb von 30 Minuten eine ggfs. abgerauchte SSD oder HDD inklusive aller Dateipfade, Registrierungseinträge usw. ersetzt).

Mein Dokumenten-Ordner faßt 14 GB. Ich habe ihn bequem auf der SSD unterbringen können. Probeweises Verschieben des Dateipfades auf die "alte" HDD, auf der ja noch der komplette Dokumentenordner liegt, brachte allerdings keinen Unterschied. Dem Dokument scheint es egal zu sein, ob es sich auf SSD oder HDD befindet. Allerdings befinden sich auch alle Programme auf der SSD, u.a. auch Word. Öffne ich z.B. ein Word Dokument, öffnet sich das Programm selbst blitzartig (da auf der SSD lokalisiert). Die Dokumente können also auf einer HDD liegen, die Programme zum Öffnen sollten sich auf der SSD befinden.

Fazit: Alle wichtigen Programme (i.e. Betriebssystem, Turbomed komplett -ohne Dokumente-, Word, Exel, Adobe Reader, Fritz Fax und was man dergleichen noch brauchen könnte), sollten auf die SSD, da ja auch die Programme schnell starten sollen. Man bedenke auch ifap, denn gerade dessen Datenbank profitiert von einer SSD.
Alle "Eigenen Dateien" und der TM Dokumentenordner könnten auf eine HDD ohne Performanceverlust, falls die SSD Kapazitätsprobleme hat.

Gruß Eusebius
Stefan
Beiträge: 546
Registriert: Dienstag 15. August 2006, 23:46
19
Wohnort: Land Brandenburg

Re: SSD - Anfrage an Leute, die eine einsetzen

Beitrag von Stefan »

Hallo,

entschuldigen Sie wenn ich gleich noch ein paar zusätzliche Fragen mit in die Diskussion einwerfe.

3. Welche SSDs verwenden Sie? Erreichen Sie diesen spürbaren Geschwindigkeitszuwachs auch mit SATA-SSDs (ca. 280 / 270 MB/s ; 60GB ca. 100 Euro) oder wird es erst bei SSDs für PCI-Express (>540 / 450 MB/s ; 80GB ca. 230 Euro) interessant?

4. Betreiben Sie die SSD einzeln oder in einem RAID-Verbund (z.b. RAID-1 : 2 SSDs - Daten werden gespiegelt)?

5. Hatten Sie bisher irgendwelche Ausfälle / Fehler zu beklagen, so dass Sie zu einem RAID oder bestimmten SSDs raten würden (SLC , MLC)?
Gruß
Stefan
hfriedrich
Beiträge: 108
Registriert: Samstag 28. Januar 2006, 19:55
20

Re: SSD - Anfrage an Leute, die eine einsetzen

Beitrag von hfriedrich »

eusebius hat geschrieben:JR hat geschrieben:
1. Gibt es Erfahrungen, ob es Sinn macht, nur den Server mit einer SSD auszurüsten, nicht jedoch die Clients?

Ja: aus Gründen, die ich nicht kenne, werden Clients mit konventioneller HDD unter einem SSD-Server zwar schneller, nerven aber wegen des dann ständig auftretenden unwillkürlichen Vergleichs mit ihren schnelleren SSD-Kollegen. Also: nicht Kleckern, sondern Klotzen. Variante: step by step jedem Clienten eine SSD spendieren. (Ein letzter verbliebener HDD-Client bei uns im Labor bekommt in der nächsten Woche seine SSD, weil schon das Aufrufen des Laborblatts an diesem Exemplar 1-2 Sekunden zu lange dauert. Man wird einfach verwöhnt...)
Deshalb die Terminal-Variante. 10 Workstation mit auch nur kleiner SSD auszustatten geht doch ins Geld !??
Spricht etwas dagegen, nur dem Server die SSD (2 x 200GB SSD im RAID 1) einzubauen, mein bisheriger Server mit RAID 5 zusammen 160GB hat noch immer viel Platz.
Die Workstation sind dann nur noch "dumme Terminals", da kann man die vorhandene Hardware noch jahrelang nutzen, oder?
Gruss
Friedrich
Benutzeravatar
eusebius
Beiträge: 107
Registriert: Donnerstag 12. Oktober 2006, 20:30
19
Hat Dank erhalten: 1 mal

Re: SSD - Anfrage an Leute, die eine einsetzen

Beitrag von eusebius »

Stefan hat geschrieben: Welche SSDs verwenden Sie? Erreichen Sie diesen spürbaren Geschwindigkeitszuwachs auch mit SATA-SSDs (ca. 280 / 270 MB/s ; 60GB ca. 100 Euro) oder wird es erst bei SSDs für PCI-Express (>540 / 450 MB/s ; 80GB ca. 230 Euro) interessant?
MLC-SSD´s, siehe
http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php ... 275#p16275
Die PCIe-Variante war vor einem halben Jahr noch bei knapp 500 Euro angesiedelt, das schloß sich für mich aus, zumal ich kein abgebrühter PC-Nerd bin und nach dem Motto learning by doing vorging. PCIe-SSDs unterstützen bislang noch nicht den TRIM-Befehl. Die angegeben Leseraten gelten also nur für die leere, unbenutzte SSD. Mit der Zeit werden die MLC-NANDS also immer langsamer werden und liegen dann im Bereich um 200-250 MB/s. Das könnte sich bald ändern, dann werden auch die PCI-Express-SSDs interessant.
Stefan hat geschrieben:4. Betreiben Sie die SSD einzeln oder in einem RAID-Verbund (z.b. RAID-1 : 2 SSDs - Daten werden gespiegelt)?
Vor einem halben Jahr galt: ATA-Trim funktioniert nur im Zusammenspiel mit einzelnen SSDs und nicht mit Flash-Disks im RAID-Verbund. Deshalb war für mich klar: kein RAID. Möglicherweise muß man inzwischen nicht mehr so sehr an TRIM-Unterstützung hängen, da die meisten SSDs per garbage collection in zugriffsfreien Zeiten einzelne Blöcke zusammenfassen und auf diese Weise dann freie Blöcke schaffen, in die direkt hineingeschrieben werden kann.

Stefan hat geschrieben: Hatten Sie bisher irgendwelche Ausfälle / Fehler zu beklagen, so dass Sie zu einem RAID oder bestimmten SSDs raten würden (SLC , MLC)?
Ja, einen Totalausfall einer 60 GB Vertex nach 2 Tagen Betrieb. Die Platte wurde reklamiert und umgetauscht, offenbar ein Produktionsfehler. Die neue läuft -wie alle anderen- seit 6 Monaten im Dauerbetrieb problemlos. Das heißt: die laufen ja nicht, die stehen.
Die mangelnde Erfahrung mit der Langlebigkeit der SSD-Speicher ist aber ein echter Pferdefuß, das muß ich zugeben. Andererseits müssen auch HDD-Besitzer regelmäßige Sicherungen machen.
Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Ahrefs [Bot], lcer, Semrush [Bot] und 6 Gäste