TURBOMED ServicePack Q3/2020 - Version 20.3.2

Der "TurboMed Server" läuft auch unter Linux.
Auf dem ersten Blick ein "staubtrockenes" Thema; aber mit interessanten Möglichkeiten!

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TURBOMED ServicePack Q3/2020 - Version 20.3.2

Beitragvon mmoellinger » Dienstag 18. August 2020, 16:03

Hallo an die vereinzelten Linuxwerker,
hat schon jemand den ServicePack Q3/2020 - Version 20.3.2 auf einem Linuxserver gestartet?
Beim üblichen Vorgehen (Entpacken mit 7 zip) kam ich bei dem exe-file nicht weiter, bei der Windows-Installation legt es ein temp. Installationsverzeichnis mit Unterordnern (zB StammDB etc) an, das aber zunächst leer bleibt und nach Abschluß der Installation wieder geleert ist.
Bei der Hotline heist es: "mit Priorität in Arbeit" (falls jemand aus Koblenz mitliest -> es würde mir schon reichen, welche Ordner aus der Windowsinstallation auf die entsprechenden Ordner des Linuxservers kopiert werden müssen. Da ich zur Zt kein Probesystem habe und es kein wayback nach der Installation gibt, rühre ich mein Produktivsystem nicht an.
Grüße aus dem coronawahnsinn (die Fallzahlen bei uns ziehen gerade heftig an (allein in unserer Praxis seit WE + 2 Fälle), bleibt gesund
m.möllinger
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Re: TURBOMED ServicePack Q3/2020 - Version 20.3.2

Beitragvon Johnny » Sonntag 23. August 2020, 18:10

@mmoellinger
mmoellinger schrieb:

....Grüße aus dem coronawahnsinn (die Fallzahlen bei uns ziehen gerade heftig an (allein in unserer Praxis seit WE + 2 Fälle), bleibt gesund
m.möllinger


Wer viel testet findet viel, hauptsächlich bei niediger Durchseuchungsrate 80-90% falsch Positive s. Gesundheitsminister Jens Spahn https://www.youtube.com/watch?v=iN9QAvtV2hA

Grüsse aus Kiel
Johnny
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Re: TURBOMED ServicePack Q3/2020 - Version 20.3.2

Beitragvon Meckelein » Mittwoch 26. August 2020, 20:51

Hy,

sorry für meine verspätete Antwort.
Ich hab mittlerweile meinen Turbomed auf Linux Server aufgegeben, da es einfach viel zu viele Probleme gibt. Es ist um einiges einfacher, administrativ gesehen, eine beliebige Windows VM mit einem beliebigen Windows OS, in meinem Fall ein Win 10 Pro, aufzusetzen und den Turbomed Server hierin zu installieren. Auch die Möglichkeit eine 64 Bit DB zu nutzen und diese im Arbeitsspeicher zu cachen sorgt für ein enormes Leistungsplus. Meine Ärzte wollen das einfach nicht mehr missen. Zusätzlich sind bereits einige Ärzte, denen ich administrativen Support anbiete, von Turbomed zur Konkurenz gewechselt. Über die Gründe lasse ich mich besser nicht aus, das ist Entscheidung der jeweiligen Praxis.

Nichts desto trotz, kommen wir mal zur eigentlichen Frage. Ich hab mal das Service Pack entpackt, ist ja nur nen InnoSetup. In der angehängten Datei sieht man die Verzeichnissauflistung aus dem Service Pack. Zusätzlich habe ich mir die eigentliche Installationsvorlage, die install_script.iss genauer angeschaut. Hierin ist zu erkennen, dass nichts dramatisches passiert. Es werden lediglich sämtliche Dateien aus dem Service Pack an den jeweiligen Ort im Turbomed Verzeichniss entpackt und die dort vorhandenen überschrieben. Am Ende passieren erst ein paar etwas spannendere Sachen, die beiden DLLs "Textverarbeitung\tmConvert.dll" und "Textverarbeitung\TMTVInterface.dll" werden neu im Windows registriert, interessiert uns also nicht für das Linux System. Und alles im Ordner "VCS" wird nur kopiert, wenn diese Dateien bereits vorhanden sind. Anschliessend wird noch mit Hilfe eines Batch Scriptes ein PowerShell Script gestartet um die SMB Caches zu clearen, damit hier keine "Altdaten" übrig bleiben, auch nur relevant für Windows Systeme. Nebenbei, der Aufruf der Powershell aus der CMD mit Hilfe des Parameters "-ExecutionPolicy Bypass" sorgt dafür, dass auch nicht signierte Powershell Scripte ohne zu meckern ausgeführt werden. Wenn man danach sucht, findet man auch ziemlich schnell weiterführende Infos.

Das alles zeigt mir ziemlich stark, dass es sich hier nur um einen Client Patch handelt, also keine Änderungen am FOS Server durchgeführt werden. Wäre mir auch neu, dass Turbomed etwas an dem Linux System ändern könnte, selbst wenn sie wollten. Dies ist im übrigen einer der Gründe wieso ich von Turbomed auf Linux Basis weg bin, einfach kein Support oder Updates der Datenbank Binaries. Und das macht mich schon traurig, vor allem da ich andere FOS Datenbanken auf Linux Basis gesehen habe, die mit aktuellen Versionen Geschwindigkeiten erreichen von denen andere NoSQL Datenbanken nur träumen können. Aber ich schweife ab.

Um das Service Pack jetzt in einer Praxis aufzuspielen, welche einen Linux Server hat, muss man vorher noch einen kleinen Blick in die Grundeinstellungen\Verzeichnisse\Turbomed werfen. Wenn hier alles auf Auslieferungszustand steht, kann man das Service Pack einfach auf den Windows Clients ausrollen und im Anschluss ist nichts weiter am Linux System zu erledigen. Im Auslieferungszustand greift das Turbomed, laut Grundeinstellungen, auf die Verzeichnisse lokal auf dem PC zu. Hat man sich aber die Mühe gemacht und so Sachen wie Menüs, Dokumente, Formulare usw. auf einen Netzwerkpfad ausgelagert, dann muss man, von Hand die Daten aus dem Service Pack in diese Verzeichnisse extrahieren, wenn diese Verzeichnisse über ein Linux System zur Verfügung gestellt werden.

Leider kann ich aus lizenzrechtlichen Gründen die entpackten Dateien nicht zur Verfügung stellen. Hab keine Lust auf Post von CGMs Anwälten. Bei weiterer Überlegung ist dies aber, bei Grundeinstellungen im Auslieferungszustand nicht notwendig, da, wie ermittelt, offensichtlich keine Anpassungen an den Daten auf dem Linux System vorgenommen werden.
Wenn ich den Gedanken weiter führe, sollte dies sogar für zukünftige große Updates auch nicht notwendig sein, so lange sich nicht die FOS Version ändert und die Grundeinstellungen auf Auslieferungszustand stehen. Hm, das wäre eventuell wirklich mal zu prüfen, Stichwort Turbomed Update ohne Server Update möglich? Wäre wirklich mal zu testen. Es ist ja jetzt schon so, dass das Datenbank Update nach einem Programupdate bei Linux Servern eh vom Client aus initiiert wird. Ach ja, ich denke nur laut :)

Um das hier nochmal klar zu stellen, alle Infos hier sind ohne Gewähr. Ich habe nichts von dem Live getestet und ich übernehme keine Verantwortung für Datenverlust oder sonstige Schäden an Systemen an denen ich nicht selber arbeite. Ich denke aber mal das ist klar :)

Just my two cents

Schönen Gruß

Alexander Meckelein
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Re: TURBOMED ServicePack Q3/2020 - Version 20.3.2

Beitragvon mmoellinger » Freitag 28. August 2020, 17:06

Hallo,
danke für die ausführliche Antwort. Nach einer Woche Bearbeitung der Hotline wurde mir ein privater Downloadlink auf ein Linux-update zur Verfügung gestellt, das im Prinzip bei mir unter Archiven die gleichen gepackten Dateien wie der Windos-patch zur Verfügung stellte (leider immer noch mit einzelnen Dateiverzeichnis-Altlasten Leichen (Zeichensatz ISO-8....).
Seit einigen Updates benutze ich eh Ihre Methode, mit 7-zip alles zu entpacken und von Windows aus jeweils in die passenden Linuxverzeichnisse drüber zu bügeln. Hat bisher immer noch funktioniert, mir war es nur leider nicht gelungen, den jetzigen Windowspatch zu entpacken.....
Zur allgemeinen Info: in dem mittlerweile geänderten TM_setup wurde von CGM bei dem Auspacken der Archive eine Abfrage bezüglich Zeichensatz eingebaut (if ... then unzip ... CP850 ...usw.) , was wohl eine Änderung des Zeichensatzes beim Entpacken bewirken soll, aber auf meinem System (Suse Leap 15) den unzip Vorgang mit einer Fehlermeldung zum Abbruch bringt, kommentiert man die entsprechenden Zeilen aus, hat man wieder Verzeichnisnamen mit altem Zeichensatz im System, wonach dann die Anpassung der Zugriffsrechte ("Datei nicht gefunden") wieder aussteigt.
ein schönes Wochenende
m. möllinger

PS:bezgl.der angerissenen Gedanken melde ich mich noch per pm
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