Wir sind aus der HZV ausgestiegen, weil der Nutzen für uns am Ende einfach zu gering war. Gleichzeitig nahm das Ärztehopping immer mehr zu. Umliegende Praxen haben teilweise einen Arztwechsel angestoßen, Patienten haben unterschrieben, ohne wirklich zu verstehen, was sie da unterschreiben, und plötzlich war die Vergütung weg. Die Liste der nicht oder nur schwer nachvollziehbar bezahlten Leistungen wurde außerdem immer länger. Irgendwann haben wir gesagt: So nicht mehr.
Jetzt schreibt die IKK die Patienten direkt an und regt praktisch an, sich bei einer anderen HZV-Praxis neu einzuschreiben. Im Schreiben heißt es sinngemäß, dass die bisherige Teilnahme endet und man sich bei einer anderen teilnehmenden Hausarztpraxis wieder einschreiben könne. Zusätzlich wird auf die Arztsuche verwiesen. Das ist schon bemerkenswert, weil die Patienten ja weiterhin ganz normal bei uns behandelt werden können.
Ausstieg aus HZV und die Folgen
Moderator: Forum Moderatoren
-
Frankolas
- Beiträge: 437
- Registriert: Sonntag 18. Januar 2009, 11:07
- 17
- Wohnort: Stralsund
- Hat sich bedankt: 105 mal
- Hat Dank erhalten: 75 mal
Re: Ausstieg aus HZV und die Folgen
So trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer wirklich bei Ihnen bleiben will, fragt Sie nach den Ursachen und lässt sich das erklären. Auf die Anderen ist geschi.....n. Reisende soll man nicht aufhalten. Ich hatte sowas vor Jahren mal mit dem Barmer HA Programm. Lassen Sie die Typen laufen, dann haben Sie Platz für Andere. 
- RAMöller
- Beiträge: 1516
- Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:42
- 16
- Hat sich bedankt: 16 mal
- Hat Dank erhalten: 79 mal
Re: Ausstieg aus HZV und die Folgen
Ich glaube nicht, dass es nennenswerte Abgänge geben wird. Wir hatten nur noch einige IKK-Fälle und etwas mehr TKK-Fälle. Den größten Teil der anderen Versicherungen hatten wir bereits vorher bereinigt, vor allem wegen der lästigen Mehrfacheinschreibungen bei der AOK.
Im Umfeld entstehen derzeit einige neue HZV-Praxen, teils Neugründungen, teils durch Investorenübernahmen, die HZV verlangen. Sie sind noch weit genug entfernt, rücken aber näher. Dadurch entstand ein leichter Druck zur Abwerbung von Patienten.
Da die TKK den Vertrag zum 31.12. selbst gekündigt hat und neue Konditionen verhandeln möchte, wird es vermutlich noch weitere Folgewirkungen geben. Möglich ist eine Art Dominoeffekt.
Im Umfeld entstehen derzeit einige neue HZV-Praxen, teils Neugründungen, teils durch Investorenübernahmen, die HZV verlangen. Sie sind noch weit genug entfernt, rücken aber näher. Dadurch entstand ein leichter Druck zur Abwerbung von Patienten.
Da die TKK den Vertrag zum 31.12. selbst gekündigt hat und neue Konditionen verhandeln möchte, wird es vermutlich noch weitere Folgewirkungen geben. Möglich ist eine Art Dominoeffekt.
-
Frankolas
- Beiträge: 437
- Registriert: Sonntag 18. Januar 2009, 11:07
- 17
- Wohnort: Stralsund
- Hat sich bedankt: 105 mal
- Hat Dank erhalten: 75 mal
Re: Ausstieg aus HZV und die Folgen
Da scheinen Sie in einer super versorgten Gegend zu arbeiten. Bei uns hier machen einige Praxen ohne Nachfolge dicht. Jetzt im Dezember wieder eine Kollegin 3 Straßen weiter. Da kommen jetzt schon Anfragen von den Patienten wegen der Übernahme. Aber meine Arbeitskraft ist nun einmal auch begrenzt.
Ein MVZ gibt es hier auch, die haben aber eher Fachärzte mit drin. Ich kann mir hier derzeit nicht mehr vorstellen, dass eine Situation entsteht, wo Nachbarpraxen mich down bekommen. Jedenfalls nicht die paar Jahre, die ich noch hier habe.
Die jungen Kollegen, die ich hier gesprochen habe warten ab, wie sich die Lage politisch entwickelt. Wenn wir ein noch engeres Zwangskorsett in der sogenannten " Selbständigkeit" bekommen, können sie auch gleich an den Kliniken bleiben.
Rosig sieht es derzeit nicht aus.
Ein MVZ gibt es hier auch, die haben aber eher Fachärzte mit drin. Ich kann mir hier derzeit nicht mehr vorstellen, dass eine Situation entsteht, wo Nachbarpraxen mich down bekommen. Jedenfalls nicht die paar Jahre, die ich noch hier habe.
Die jungen Kollegen, die ich hier gesprochen habe warten ab, wie sich die Lage politisch entwickelt. Wenn wir ein noch engeres Zwangskorsett in der sogenannten " Selbständigkeit" bekommen, können sie auch gleich an den Kliniken bleiben.
Rosig sieht es derzeit nicht aus.
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste