Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Sie kommen nicht weiter mit der Software TURBOMED? Sie haben Fragen, Anregungen oder Tipps und Tricks? Dann können Sie hier in den Erfahrungsaustausch treten.

Moderator: Forum Moderatoren

Planen Sie einen Umstieg von TurboMed auf eine andere Praxissoftware (z.B. T2Med) ?

Ich bin mit TurboMed nicht zufrieden und werde sofort und sobald als irgend möglich auf eine andere Praxissoftware, z.B. T2Med umstellen.
22
14%
Ich bin mit TurboMed nicht zufrieden und plane innerhalb eines Jahres eine Umstellung. T2Med käme für mich in Frage, ich warte aber noch die ersten Erfahrungsberichte ab.
40
26%
Ich bin mit TurboMed nicht zufrieden. Eine Umstellung zu T2Med fasse ich in den nächsten zwei bis drei Jahren ins Auge; aber erst wenn alle Kinderkrankheiten weitestgehend beseitigt sind und alle für mich wichtigen Features (z.B. Notizzettel) implementiert sind.
43
28%
Ich bin mit TurboMed nicht voll zufrieden, scheue aber mittel- bis langfristig die Risiken und Mühen einer Umstellung.
38
25%
Ich bin mit TurboMed weitestgehend zufrieden und werde nicht umstellen.
11
7%
 
Abstimmungen insgesamt : 154

Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon EWERKER » Freitag 13. März 2015, 08:53

Es gibt ganz viele langjährig zugelassene Programme ich Deutschland.
Viele sind statistisch relevant und haben die erforderlichen Zulassungen wie Labor, DMP, HzV, QS Module, KV-Connect. Die meisten sind schon lange am Markt und haben bewiesen, dass sie nachhaltig wirtschaften können. Grundsätzlich kann man bei denen nichts falsch machen.
Aber natürlich erzählen alle, dass sie die Besten sind. Jeder ist für sich natürlich kompetent. Natürlich gibt es einige Programme mehr, die Filialen gut abdecken können. Auch bei Medical Office gibt es Licht und Schatten und auch Rückwechsler. Aber da ich Mitbewerber bin, werde ich hier nichts dazu konkret sagen dürfen.

Turbomed ist nach wie vor ein recht schnelles Programm, ABER:

Bei der Einrichtung scheint es Unterschiede bei den Partnern zu geben, bei einigen immer schnell, bei einigen immer langsam. Bei den "Selbstbetreuern" gibt es natürlich mehr Probleme, als bei betreuten Praxen. Dies ist keine Schuldzuweisung, sondern nur eine nüchterne Feststellung. Einen Tag an unserer Hotline und Sie glauben mir das.Wir betreuen selbst hunderte Praxen und haben nur bei ca. 3% wirklich Probleme mit der Geschwindigkeit. Meist Laborblatt oder Ifap. Im Augenblick kenne ich nur 2 Praxen, die unerklärliche Performanceprobleme haben oder das Programm sporadisch abschmiert. Das ärgert uns auch. Auch wir fragen die Zufriedenheit regelmäßig ab und die Weiterempfehlungsquote liegt bei über 80%, war aber schon besser. Woher kommen diese Differenzen zu den Erfahrungen in diesem Forum? Ich gebe zu, dass die Zufriedenheit unserer Kunden mitunter teuer erkauft ist. Wenn es tröstet, die IT Preise für Beratung, Konzeption, Betrieb, Sicherheit sind im Arztbereich extrem niedrig. Dies hat leider dazu geführt, dass IT Firmen lieber Industriekunden, Handwerker und öffentliche Kunden bedienen, wo die Zahlungsbereitschaft, die Stundensätze und Volumina viel höher sind.

Mir schon klar, dass meine Abschweifungen Ihr Problem nicht lösen......
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon schmidt-dietrich » Freitag 13. März 2015, 09:08

Interessante Ausführung sehr geehrter ewerker !
Ja da ist sicherlich was dran...

Darf ich eine kleine viel. kätzerisch wirkende) Anmerkung machen?
Wenn Sie dann mal im Betracht ziehen, wie die Finanzierung (RLV) im GKV/PKV-System inzwischen erfolgt - z.T. mit Rückforderungen + Regressen nach Jahrzehnten und welche unsinninge bürokratische Anwendungen "politisch" installiert werden, dann können Sie sicherlich auch nachvollziehen, das einfach viele Kollegen nicht (mehr) bereit sind andauernd enorme finanziellen Summern auszugeben, welche sich nicht armortisieren, da man Mediizn machen will und der PC uns idR als reines Dokumentationssystem dient, was schnell laufen muß mit guter Haptik. Im Gegensatz sind im normalen Markt andere Preise für Dienstleistungen zu erzielen, die nicht einen floatenden Punkt gegen 0 haben können ...
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon EWERKER » Freitag 13. März 2015, 14:51

Ja, solange alles über Budgets gedeckelt ist, lohnt der Eigeneinsatz am Computer eher, weil man regulären Zusatzarbeit auch nicht mehr verdient. Ich glaube aber auch, dass sich viele den Frust ersparen sollten. Als Arzt hätte ich das wohl auch ziemlich satt. Auch die Hersteller hängen am Gängelband von KV, HzV, Gefko, PVS und müssen ständig für eine kleine Gruppe unsinnige Features einbauen, die alle anderen ausbremsen und alles nur verteuert. Gerade diese ganzen Zertifizierungen machen das Programm teuer, aber nur so sind sie sinnvoll benutzbar: ftp://ftp.kbv.de/ita-update/Service-Inf ... ftware.pdf Hier kann man sehen, wer was kann und da kann Turbomed auch ganz viel. Schneller geworden ist es dadurch sicher nicht. Wollen wir mal abwarten, wie andere Programme arbeiten, die diese Teile erst programmieren müssen.
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon danspie » Freitag 13. März 2015, 17:00

Hallo eweker,
ihre sehr rationale Argumentation macht mich, als einer der "Selbsbetreuer", sehr nachdenklich! Wir gehören zu den Praxen, die Geschwindigkeitsprobleme haben. Bislang war ich fest der Ansicht, dass einfach die Anzahl der Clients Probleme macht - wir haben ca. 15 Clients+Terminalserver mit nochmals bis zu 7 Sitzungen. Im Bereitschaftsdienst in einer Praxis flutscht alles ziemlich gut.
Ich bin, wie sie schon vermutet haben, ziemlich gefrustet, ständig mit Ärger bzgl. Turbomed zu tun zu haben. Auch wir haben unsere Server vor einem Jahr erneuert. Seitdem sind die Geschwindigkeitsprobleme definitiv besser, aber für die eingesetzte Hardware nicht gut genug
zudem haben wir nach dem Wechsel natürlich die Probleme, bis alle Konfigurationen wieder perfekt eingerichtet sind, Probleme mit neuem EKG etc - wofür aber TM nichts kann
so dass unsere Damen weiterhin nicht zufrieden sind. Es wäre sicher interessant, ob auch hier im Forum Kollegen, die einen TM-Betreuer haben, weniger Geschwindigkeitsprobleme haben als "Selbstversorger"?
Noch eine Bemerkung zu den Kosten:
ich teile die Argumentation von schmidt-dietrich nicht ganz: wir Ärzte haben im Durchschnitt einen Stundenlohn, der es nahe legt, die Zeit, die man in die EDV steckt lieber zu Medizin zu stecken. Es hat aber einige Vorteile, sich selbst um die EDV zu kümmern: 1) man ist nicht abhängig in einem sehr zentralen Punkt der Praxis. 2) man kann vieles so einrichten, dass es zu seinem persönlichen Praxisablauf perfekt passt. 3) man kann auch gebrauchte EDV einsetzen 4) man kann vieles kurz mal austesten und nach und nach entwickeln 5) es ist für viele auch ein Hobby (bei mir allerdings nicht das ständige flicken und hinter her reparieren wie derzeit!)

Insgesamt ist es wirklich die Frage, ob die EDV wirklich so komplziert ist, dass einfach überall und ständig Probleme auftreten und Turbomed nur ein Opfer dieser ständig zunehmenden Verwaltungswut und Regulationen ist (was ihre argumentation nahe legt) , oder ob nicht doch die Datenbank total veraltet ist und eine größere Praxis einfach nicht mehr bedienen kann (neben vielen anderen Problemen). Im ersten Fall macht ein EDV-Wechsel wohl kaum Sinn, sondern eher die Suche nach einem guten TM-Betreuer, der das System optimiert und am Laufen hält. Im zweiten Fall wäre ein EDV-Wechsel für mich notwendig, weil so macht mir mein Hobby EDV keinen Spaß mehr! Mit anderen Worten: hat CGM Turbomed nur zu einem ungünstigen Zeitpunkt übernommen oder hat erst CGM Turbomed versaubeutelt - weil früher war Turbomed schnell!
A. Spiegl
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon Geigenberger » Freitag 13. März 2015, 18:24

Hallo Herr Spiegl,

mit so großen Netzwerken wie Sie es betreiben habe ich keinerlei Erfahrung. Trotzdem sei mir mal die Bemerkung erlaubt, dass ich nicht glaube ich, dass dies an der Datenbank/am Datenbank-Programm (FOS) liegt. Der Ressourcen-Hunger des FOS-Servers ist unglaublich(!) gering und die einzelnen Datenbankzugriffe - wenn man mal von größeren Suchaktionen absieht - "langweilen" die Datenbank eher, auch wenn mehrere Clients (geschätzt < 1000) auf die Datenbank zugreifen.
Probleme mit irgendwelchen "Adress-Auflösungen" innehalb des Netzwerks scheinen mir da eher wahrscheinlich.

Viele Grüße
A. Geigenberger
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon danspie » Freitag 13. März 2015, 19:42

Hallo Herr Geigenberger,
aber ich frage mich dann, weshalb die Geschwindigkeit des Zugriffs auf die Daten (Stichwort SSD) die entscheidende Stellschraube bei Geschwindigkeitsproblemen ist. Adress-Probleme kann ich mir kaum vorstellen, da mein EDV-Spezialist die Domäne wirklich sauber aufgesetzt hat und wir diesbezüglich keine Fehlermeldungen haben. Vielmehr vermute ich auch HzV als eine Ursache und auch die Verordnung.
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon Macros » Samstag 14. März 2015, 14:37

danspie hat geschrieben:Hallo Herr Geigenberger,
aber ich frage mich dann, weshalb die Geschwindigkeit des Zugriffs auf die Daten (Stichwort SSD) die entscheidende Stellschraube bei Geschwindigkeitsproblemen ist. Adress-Probleme kann ich mir kaum vorstellen, da mein EDV-Spezialist die Domäne wirklich sauber aufgesetzt hat und wir diesbezüglich keine Fehlermeldungen haben. Vielmehr vermute ich auch HzV als eine Ursache und auch die Verordnung.
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iOPS kann man nicht genug haben...
Aber hier kommen wahrscheinlich viele Dinge zusammen.
Vielleicht würde es schon reichen, wenn Turbomed mal die Datenbank Server erneuert :-)
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon Stefan » Samstag 14. März 2015, 17:41

ewerker hat geschrieben:... Einen Tag an unserer Hotline und Sie glauben mir das.Wir betreuen selbst hunderte Praxen und haben nur bei ca. 3% wirklich Probleme mit der Geschwindigkeit. Meist Laborblatt oder Ifap. ...


Und bei solch einer Aussage müsste man doch stutzig werden.

Eine überschaubar große Datenbank (ifap) bzw. eine nahezu winzige DB bzw. ein Teil der DB (Laborblatt) ist so ressourcenhungrig?
Natürlich kann man auch sein System verbasteln aber bei solch Pillepalle-Aufgaben müssen auf fast jedem System performant laufen.

Da sind scheinbar gravierende Fehler bei der Konzeption gemacht worden. Und diese schlagen dann nach dem x-ten "rangebastelten" Patch irgendwann durch bzw.
bei neuen Anforderungen (größer werdende DB, Filialbetrieb über VPN, ...).
Gruß
Stefan
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon Macros » Sonntag 15. März 2015, 08:17

Stefan hat geschrieben:
ewerker hat geschrieben:... Einen Tag an unserer Hotline und Sie glauben mir das.Wir betreuen selbst hunderte Praxen und haben nur bei ca. 3% wirklich Probleme mit der Geschwindigkeit. Meist Laborblatt oder Ifap. ...


Und bei solch einer Aussage müsste man doch stutzig werden.

Eine überschaubar große Datenbank (ifap) bzw. eine nahezu winzige DB bzw. ein Teil der DB (Laborblatt) ist so ressourcenhungrig?
Natürlich kann man auch sein System verbasteln aber bei solch Pillepalle-Aufgaben müssen auf fast jedem System performant laufen.

Also iFap ist auch bei anderen PVS (als TurboMed) ein Problem... Ob es die Schnittstellen sind? Keine Ahnung ...
Da sind scheinbar gravierende Fehler bei der Konzeption gemacht worden. Und diese schlagen dann nach dem x-ten "rangebastelten" Patch irgendwann durch bzw.
bei neuen Anforderungen (größer werdende DB, Filialbetrieb über VPN, ...).

Naja, ich würde eher vernuten, dass es kein ReDesign gab, und sie im grossen und ganzen immer noch den Stand von vor 20 Jahren haben, wo diverse Sachen angepasst wurden.

Irgendwann ist dann einfach die Datenbank langsam, weil unnötige Querverweise, fehlende Indexe usw eine Rolle spielen... Aber eine gewachsene Datenbankstruktur neu schreiben ist nicht einfach, gerade dann nicht, wenn sie in einigen Bereichen so offen ist, wie anscheinend Turbomed, ...
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon danspie » Sonntag 15. März 2015, 15:19

Hmm, wie ist denn die vorherrschende Meinung - hängt es nun an der Datenbank? Nochmals: in mehreren Threads (auch meine Erfahrung) bringt es wenig, einen schnellen Prozessor einzubauen. Speicherplatz bringt schon was, genauso Umstellung von 110MBit -Netzwerk auf GB-Netzwerk - aber keinen großen Schub. Den größten Geschwindigkeitsprung kann man erwarten bei der Verwendung von schnellen Platten "iOPS" (oder die Datenbank in den Speicher zu holen). Der Resourcenhunger von Turbomed schätze ich als niedrig ein. Ist also das Nadelör wirklich die veraltete Datenbank?
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon Macros » Sonntag 15. März 2015, 15:39

Kann ich leider nicht sagen, da ich keine produktiven Werte kenne ...

Ich hatte schon mal überlegt, ob man mal wieder eine klassische RamDisk nutzt und schaut was mit den Daten passiert.
Problem ist da nur die Datensicherung...
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon Stefan » Montag 16. März 2015, 11:24

Macros hat geschrieben:
Stefan hat geschrieben:
ewerker hat geschrieben:... Einen Tag an unserer Hotline und Sie glauben mir das.Wir betreuen selbst hunderte Praxen und haben nur bei ca. 3% wirklich Probleme mit der Geschwindigkeit. Meist Laborblatt oder Ifap. ...


Und bei solch einer Aussage müsste man doch stutzig werden.

Eine überschaubar große Datenbank (ifap) bzw. eine nahezu winzige DB bzw. ein Teil der DB (Laborblatt) ist so ressourcenhungrig?
Natürlich kann man auch sein System verbasteln aber bei solch Pillepalle-Aufgaben müssen auf fast jedem System performant laufen.

Also iFap ist auch bei anderen PVS (als TurboMed) ein Problem... Ob es die Schnittstellen sind? Keine Ahnung ...
Da sind scheinbar gravierende Fehler bei der Konzeption gemacht worden. Und diese schlagen dann nach dem x-ten "rangebastelten" Patch irgendwann durch bzw.
bei neuen Anforderungen (größer werdende DB, Filialbetrieb über VPN, ...).

Naja, ich würde eher vernuten, dass es kein ReDesign gab, und sie im grossen und ganzen immer noch den Stand von vor 20 Jahren haben, wo diverse Sachen angepasst wurden.

Irgendwann ist dann einfach die Datenbank langsam, weil unnötige Querverweise, fehlende Indexe usw eine Rolle spielen... Aber eine gewachsene Datenbankstruktur neu schreiben ist nicht einfach, gerade dann nicht, wenn sie in einigen Bereichen so offen ist, wie anscheinend Turbomed, ...


Wenn ich von Anfang an auf eine gute Wartbarkeit des Programmes setze, kann ich auch zukünftig auf o.g. Probleme reagieren bzw. auf neue Anforderungen.
Ein modularer Aufbau wäre z.B. ein Ansatz. Das Programm besteht aus vielen kleinen Modulen, die über festgelegte Schnittstellen kommunizieren.
Diese Module sind beliebig austauschbar wenn die Schnittstellen weiterhin erfüllt sind. So kann das DB-System ausgetauscht werden ohne, dass das
Hauptprogramm etwas davon mitbekommt. Das DB-Schema kann auch umgestellt werden, da es dem einen Modul egal ist wie und wo die Patientendaten in der DB liegen, da
auf "Liefere Patientendaten" immer "Name, Vorname, Anschrift, ..." als Antwort kommt.


Das Nadelöhr würde ich auch nicht beim Versant FastObjects-System sehen, da man ja auf bestehende DB-System aufgrund der Performance zurückgreift.
Ein DB-Anbieter hat mehr Know-How & Erfahrung in dem Bereich als der einfache Programmentwickler. Und Versant rühmt sich mit großen Kunden, die
Versant FastObjects anwenden und dabei weit mehr Daten zu verwalten haben.
Gruß
Stefan
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon Geigenberger » Dienstag 17. März 2015, 13:22

Hallo,
Stefan hat geschrieben:Das Nadelöhr würde ich auch nicht beim Versant FastObjects-System sehen,...
... vielleicht beim "Terminalserver"?

Mit dieser Technik habe ich noch nie gearbeitet; aber es gibt - wie dieses Forum zeigt - immer wieder massive Probleme. Die Suchfunktion hier ergibt immerhin derzeit 323 Treffer! Dies hat mich bisher immer abgeschreckt, zumal ein "aktiver" PC bereits um 200,- Euro zu haben ist.

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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon benni » Dienstag 17. März 2015, 14:18

Hmm, also ich hab ja die meisten Arbeitsplätze (5 an der Zahl) als Terminalserver-Sessions laufen. Nur die Anmeldung läuft mit eigener Anwendung.
... und das ganze mach ich deshalb, weil die Terminalserver-Sessions "abgehen wie Schmitz Katze..."
Als Serversystem läuft Windows Server 2008 R2, Prozessor: weiss ich grade nicht, aber ist schon ne schnelle Kiste...

außerdem hat man so viel weniger update-stress, denn die Arbeitsplätze werden ja mit den Serverupdate auf den neusten Stand gebracht...

Ich gebe natürlich zu, 5 Plätze sind nicht die Welt und vielleicht läuft es deshalb ganz gut :lol:
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Re: Umfrage: Wechsel weg von "TurboMed"?

Beitragvon danspie » Dienstag 17. März 2015, 14:39

Auch ich sehe den Terminalserver nicht als Ursache. Soweit ich die Threads verfolgt habe, geht es vor allem um Konfigurationsprobleme des Terminalservers, sprich Anbindung von Geräten/Kartenlesern aber auch Konfiguration der Benutzer auf dem Terminalserver. Für den Datenserver (wir haben Terminalserver und Datenserver getrennt) ist der Terminalserver ein weiterer Client (der vielleicht etwas "stressiger" ist, als normale Clients). Dabei fällt auf, dass der Terminalserver auch im Betrieb kaum was zu tun hat (sprich wie die Clients wird auch der Termnalserver von Turbomed kaum gefordert), was ja auch benni so beschreibt. Somit wäre für mich nicht einsichtig, wie der Terminalserver andere Clients ausbremst.
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