Heureka!
Wie vermutet liegt ein grundlegendes Problem zwischen einer Exchange-Server-Komponente (MS Exchange SA) und dem FastObjects Server vor. Beide greifen sinnigerweise auf die Ports 6001 und 6002 zu. Und nur wer zuerst kommt darf ihn nutzen.
Also wer den ptserv32.exe als Dienst vor den Exchange-Server Komponenten installiert beraubt sich der Fähigkeit seines Exchange-Servers und umgekehrt.
Beim Exchange Server werden für den RPC-Proxyserver die beiden Ports benötigt. Wer nicht weis wofür RPC benötigt wird: RPC over HTTP stellt eine Tunnelung der Exchange-Daten für Outlook-2003-Clients außerhalb über das Internet (via HTTP oder besser HTTPS) zur Verfügung. Und der Witz ist - denn hier liegt auch der von mir genutzte Pfad zur Lösung des Problems, der RPC-Proxy Server ist lediglich intern tätig. Holt sich über die Ports 6001, 6002 und 6004 die Informationen vom Exchange-Server ab und leidet dann die Informationen über die üblichen Webserverports 80 (für http://) und besser und sicherer über 443 (für https://) nach außen. Das heißt die Ports 6001 und 6002 werden nicht für den Zugriff von außen benötigt und können verstellt werden.
Dies habe ich getan: auf 6011 statt 6001 und auf 6012 statt 6002. Und zwar an folgender Stelle des Exchange-Servers:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeIS\ParametersSystem
Name: Rpc/HTTP Port
Typ: REG_DWORD
Wert: 0x1771 (dezimal 6001)
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeSA\Parameters
Name: HTTP Port
Typ: REG_DWORD
Wert: 0x1772 (dezimal 6002)
Sowie den RPC-Proxy an folgender Stelle der Registry verstellen (beides über Start/Ausführen: regedt32) - auf 6011-6012 statt 6001-6002:
Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor: 1. Starten Sie auf dem Proxyserver den Registrierungseditor.
Achtung: Die unkorrekte Verwendung des Registrierungseditors kann schwerwiegende Probleme verursachen, die das gesamte System betreffen und eine Neuinstallierung des Betriebssystems erforderlich machen. Microsoft kann nicht garantieren, dass Probleme, die von einer falschen Verwendung des Registrierungseditors herrühren, behoben werden können. Benutzen Sie den Registrierungseditor auf eigene Verantwortung.
2. Klicken Sie auf den folgenden Unterschlüssel in der Registrierung:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Rpc\RpcProxy
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ValidPorts, und klicken Sie auf Ändern.
4. Meist sind hier bereits die korrekten Daten eingetragen und nur die Ports müssen angepasst werden
NETBIOS-Name des Servers:6001-6002;FQDN des Servers:6001-6002;NETBIOS-Name des Servers:6004;FQDN des Servers:6004
Danach sind die Ports 6001 und 6002 für den ptserv32.exe frei und TurboMed kann ohne Probleme auf einem SBS 2003 Server installiert werden. Da ein solcher Server als OEM ca. 400 Euro (inkl. 5 Lizenzen) kostet eine hochwertige und kostengünstige Lösung für eine weltweite Erreichbarkeit der eigenen Daten.
Die Neuportierung hat bisher keinerlei weitere Probleme nach sich gezogen. SBS 2003 läuft ohne jede Fehlermeldung, das Feature RPCoverHTTP steht zur Verfügung. Endlich! Bin für weitere Informationen und Vorschläge jederzeit offen.
Dazu empfehle ich folgende Dokumente:
http://support.microsoft.com/kb/833401/de
Die Installationsanleitung des Microsoft-Support über RPC über HTTP.