nmndoc hat geschrieben:@Forti: Machen Sie lieber eine Welle. Wäre doch total interessant, was wäre, wenn TM die Zulassenung verlieren würde (ich gehe davon aus, dass man einem so großen Player eine Frist einräumern würde das Problem zu beheben - aber wer weiß - Juristen halten sich ja gerne an die Buchstaben).
Btw: Normal kommt ein ifap-Update doch nur mit dem TM-Update - dh idealer Weise gäbs nur eins pro Quartal - dh ifap wäre ggf bis zu 3 Monate alt. Oder sieht hier die Regelung vor, dass man sich da "irgendwie" selbst um ifap-Updates kümmern muß? (Wenn aber das PVS die Pflicht hat, aktuell zu sein, müssten die Updates doch von da kommen?)
Jedenfalls danke für den Tipp, wie an sein PVS/Ifap "hacken" kann. Werde ich vermutlich testen.
Die Frage ist nur: will ich das eigentlich. Oder wie es so schön heiß: eine - von TM offiziell - nicht supportete Version - noch dazu auf einem nicht supporteten Weg installieren? Aus technischer Sicht - klar kann man da viel basteln und will das auch - aber dem Kunden gegenüber - stelle mir da den Anruf bei der Hotline vor: "wir haben da ein Problem mit ifap o.ä..." - "welche Version ...!?"
Und zumindest grundsätzlich könnte sich ja durchaus etwas zB an der Schnittstelle TM<>ifap ändern - und dann gibts evtl. Salat, wenn man von Hand etwas unterschiebt.

Wäre extrem interessant, ja. Allerdings würden sicher schon eine Menge Fristen gedehnt, damit nicht "ein Drittel der Praxen in Deutschland ohne zulässiges PVS unterwegs ist". Wobei der Marktanteil zumindest aus den PVS-Statistiken heraus betrachtet im freien Fall befindlich sein dürfte.
Vielleicht würde sich ein solches Verfahren ohnehin so lange ziehen, dass (damit?) CGM mit noch mehr Nachdruck einen TM-Nachfolger durchsetzen kann bzw. eine Ausrede hat, das bestehende TM vorzeitig abzulösen. Nützt also niemandem so wirklich.
Wenn der Tag 28 Stunden hätte, wäre ich aber durchaus geneigt, das zu testen.
Momentan bin ich aber ausgelastet: Praxen mit Ruhestand in unter fünf Jahren bekommen wenigstens noch den VP-Wechsel zu EWERK, und die anderen sind alle eingereiht für einen Wechsel zu einem anderen PVS, davon zwei in diesem Monat. Dazu kommt noch, alle Kocoboxen aus dem Verkehr zu ziehen, also zu RED, zu SL.IS oder zu I-Motion (wegen Secunet).
Die Updates der Arztneimitteldatenbank alle zwei Wochen sind zumindest in meiner Region von den KVen ganz oft als Pflicht angekündigt worden, als das irgendwann zwischen 2018 und 2020 verbindlich wurde.
Und "meine" Praxen legen viel Wert darauf, das zeitnah zu erledigen oder erledigen zu lassen.
Das PVS erfüllt die Pflicht (aus den Anforderungen an die Software) bei TurboMed insoweit vollständig als dass jeweils zum 1. und zum 15. eines Monats der Download zur Verfügung gestellt wird.
Bei dem "Hack" des IFAP zur Installierbarkeit und zur Injektion ins Update sehe ich eigentlich keine Risiken:
- Sie sind berechtigt, die Updates zu beziehen (weil Teil der TM-Lizenz)
- Sie gehören zum berechtigten Personenkreis (Abgabe nur an Fach...)
- Sie machen das in der Absicht, rechtliche Pflichten zu erfüllen
- Sie erhöhen die Verordnungsqualität
- IFAP ist faktisch Bestandteil von TurboMed.
Ich vermute, dass die Versionsabfrage den Nebenzweck hat, dass Praxen nach Kündigung des PVS diese Updates nicht mehr beziehen können (mangels Update)
Zur Schnittstelle kann ich nur lakonisch formulieren: Glauben Sie wirklich, dass CGM nur eine Mannstunde investieren wird, um diese Schnittstelle zu verändern?!
Schließlich hängen da auch ALBIS, MEDISTAR und vielleicht auch andere Programme dran (bei ALBIS das iPC praktisch identisch - nur eine andere Farbgebung).
Ich vermute, dass CGM allenfalls ein paar Stunden investiert, um zeitnah diesen Weg zur Selbsthilfe zu kappen. Als fadenscheinige Argumente könnten hier die Verfügbarkeit "nur für PVS-Kunden" und die "Begrenzung des Abrufs auf Fachkräfte" herhalten.
hat bisher immer geklappt, und wenn plötzlich nicht mehr... dann Rollback und gut. Dann wissen wir ja, warum.
Have a nice weekend!
