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Signatur
Verfasst: Dienstag 20. September 2005, 19:06
von uro_fs
Hallo
Elo Digital Office ist sicher eine rechtsichere Möglichkeit Papier elektronisch aufzubewahren.
Es gibt aber auch noch die "Unterschrift"
http://www.signature-perfect.com/german ... ur_de.html
eine kostengünstige Variante, bei der das PDF digital unterschrieben wird.
Gruss
fs
Verfasst: Montag 3. Oktober 2005, 18:34
von DocDragon
Hallo zusammen,
ich plane für meine Praxiseröffnung im Januar auch direkt "papierlos" einzusteigen.
Hat jemand das ELO office schon in Betrieb und kann etwas über das Zusammenspiel mit TM und die Helferinnenfreundlichkeit sagen?
Als FAX-Lösung plane ich ActFax einzusetzen, um ebenfalls die gelieferten PDFs in den ELO zu werfen.
Nach Euren Empfehlungen soll das Einscannen per Fujitsu ScanSnap-IIplus erfolgen...
Hört sich das nach einer vernünftigen Lösung an, oder ist das an der Praxisrealität vorbeigeplant???
Alles Gute aus Bochum
Chris Deppe
Verfasst: Dienstag 4. Oktober 2005, 15:24
von Geigenberger
Hallo,
zu TurboMed DOS-Zeiten hatte ich auch das 'ELO'. Seit der Windows-Version von TurboMed ist ein externes Dokumentationssystem nicht mehr nötig und auch umständlich, da man die Patienten immer doppelt (TurboMed und ELO) suchen muß. Der Fujitsu Scan-Snap Scanner ist wirklich super: einfach die gescannten PDF-Dateien nach eigenem Wunsch umbenennen (z.B. "Mustermann Franz 13.4.1967 Dr. Heilmann.pdf") und dann per Maus auf die geöffnete Karteikarte ziehen.
Gruß
Alfons Geigenberger
Verfasst: Dienstag 4. Oktober 2005, 23:38
von DocDragon
Hallo Alfons,
in einer Postille (ich glaube es war die Ärztezeitung) stand mal ein Artikel, dass bei größerem Datenaufkommen und insbesondere hinsichtlich Datensicherheit, etc. ein Digitalarchiv schon ab Einzelpraxis sinnvoll sei (ich habe die Argumentation nicht mehr genau parat).
Deiner Meinung nach reicht also die Archivierung in TM vollkommen aus?
Um so besser - ich bin ja nicht wild die ELO-Lizenzen auch noch zu zahlen
Was für FAX-Software habt Ihr denn im Einsatz? Ich habe mich wegen der weiten Referenzen auf ActFax festgelegt, das scheint mir eine probate Lösung anzubieten...
Einen schönen Abend noch
Chris
Scannen
Verfasst: Mittwoch 5. Oktober 2005, 10:19
von uro_fs
Hallo Herr Geigenberger,
das Problem mit der ansonsten sehr einfachen und effekiven Dokumentenverwaltung ist die fehlende REchtssicherheit!
Auch ein PDF-Dokument kann nachträglich veändert werden und ist daher nicht beweisend. D.h. jedes gescannte Papier MUSS zusätzlich aufgehoben werden.
ELO u.a. archivieren durch Signatur aber manipulationssicher und sind daher auch juristisch einwandfrei beweisend. Das Original kann nach einscannen in ELO vernichtet werden!
Hier wäre TM gefragt, die Archivierung ebenfalls durch eine sog. qualifizierte digitale Signatur nach dem SIgnaturgesetz einzubinden. Das wäre der HIT - 90% meiner Ordner wären dann unnötig.
Gruss
fs
Verfasst: Mittwoch 5. Oktober 2005, 17:44
von Geigenberger
Hallo uro_fs,
die gescannten Original-Dokumente bewahre ich mir auf jeden Fall auf.
Läßt sich diese Rechtssicherheit nicht auch dadurch herstellen, dass ich von Zeit zu Zeit den gesamten Datenbestand auf eine (nur 1* beschreibbare) DVD kopiere, diese dann in einen 'versiegelten' Umschlag gebe, der dann von zwei Arzthelferinnen unterschrieben wird, die dabei gleichzeitig auf diesem Umschlag schriftlich bestätigen, wann dieser Umschlag verschlossen worden ist?
Dann sollte man doch die gesamte TurboMed-Dokumentation rechtssicher nutzen können.
Gruß
A. Geigenberger
Verfasst: Mittwoch 5. Oktober 2005, 18:21
von uro_fs
ich werde mal meinen Hausjuristen fragen, wie der dazu steht.
Gruss
fs
Verfasst: Mittwoch 5. Oktober 2005, 22:46
von DocDragon
Da scheine ich ja in ein Hornissennest getreten zu sein...
@fs: Ist denn der Einsatz von ELO praktikabel??? Alfons hat ja darauf hingewiesen, dass man gleichzeitig in TM und ELO nach Daten zum Patienten suchen muss...
Gibt es nicht die Möglichkeit eines direkten Zugriffs auf die entsprechenden ELOrdner aus TM heraus?
Wie sieht es denn ansonsten aus mit den Fremdbefunden? Kann ich die in TM dann wenigstens in entsprechende Unterordner (Befunde Radiologie, Neuro, Ortho, etc.) ablegen,auch wenn ich die Originale in Kisten im Keller stapeln muss???
Alles Gute aus Bochum
Chris
Verfasst: Donnerstag 6. Oktober 2005, 15:45
von Geigenberger
Hallo DocDragon,
die Unterordner sind in TurboMed nach meiner Ansicht besonders gut organisiert: zu jedem 1. eines neuen Monats wird ein neues Unterverzeichnis generiert, in das ab dann die neuen gescannten Daten kommen. Also:
.
.
200412
200501
200502
200503
.
.
200509
200510
Das hat dann auch gleich den Vorteil, daß bei (manuellen) Datensicherungen der gescannten Daten nicht immer gleich alles gesichert werden muß. Wenn man also sicher ist, daß für das Jahr 2004 und früher genügend Sicherungs-DVD's vorhanden sind, kann man sich bei der Sicherung z.B. auf das aktuelle Jahr konzentrieren.
Die Originale liegen dann bei mir ganz einfach chronologisch geordnet in (vielen) Aktenordnern
Gruß
A. Geigenberger
Verfasst: Donnerstag 6. Oktober 2005, 17:20
von doc-mue-wei
moin moin
wir scannen in tM ein, das seit 2000 , schmeißen die ganzen Befunde in eine Kiste und mussten noch nie was rausholen.
zu diesem vorauseilenden Gehorsam nur soviel, das Original des Schreibens hat im Zweifelfalle doch der Urheber aufzubewahren, oder
gruß
Mü-Wei
Verfasst: Freitag 7. Oktober 2005, 14:00
von mh
Ich kann mich der Meinung von doc-mue-wei nur anschliessen. Obwohl dies eine typisch deutsche Tugend ist, sollte man die Ausnahme nicht unbedingt zur allumfassenden Regel machen.
In der Praxis meiner Frau wird nach folgender Maxime gearbeitet:
Fremdbefunde hat der Ersteller zu verwalten, dem Hausarzt dienen sie als (in der Karteikarte eingescannte) Information.
Eigene Befunde (bei Überweisungsfällen geschriebene Arztbriefe) werden in TM als 'wbr' gespeichert, ausgedruckt und chron. abgeheftet.
Aber jetzt mal ganz ehrlich: Auch so ein Ausdruck ist doch heutzutage problemlos zu ändern, neu/nach zu erstellen etc pp. Oder soll ich mit jedem Arztbrief zum Notar rennen ???
Sinn und Zweck ist es, Information zum Wohle der Patienten zu sichten, zu erstellen und zu verwerten. Die 0,0000000001 % der Fälle, in denen es auf Nachweise irgendwelcher Art ankommt, halte ich für vernachlässigbar. Oder hat es schon einmal einen solchen konkreten Fall gegeben ?
Verfasst: Freitag 7. Oktober 2005, 17:55
von DocDragon
Also ist der weitgehende Tenor:
Die TurboMed-Archivierung ist notwendig, zweckmäßig, wirtschaftlich und ausreichend, oder? (Irgendwo her kenne ich das...

)
Ein Digitalarchiv a la ELO ist ehr eine Mehrarbeit, als Erleichterung und höchstens aus juristischer Sicht sinnvoll?
Kurze Verständnisfrage (verfüge bisher ja nur über TM-Demoversion-Trockenübungen): Wei finde ich alle Briefe des Neurologen von Herrn Müller (wenn die in chronologisch separierten Ordnern liegen...)?
Auf jeden Fall schon mal besten Dank für die Informationen
Chris
Verfasst: Freitag 7. Oktober 2005, 18:28
von uro_fs
Hallo,
bei TM sind Dokumente immer direkt in der Karteikarte des jeweiligen Patienten aufrufbar - wo die Dokumente liegen (welcher ORdner, Server oder lokal) wird dabei nur hintergründig sichtbar und ist im täglichen Gebrauch auch nicht von Bedeutung.
Gruss
fs
Verfasst: Freitag 7. Oktober 2005, 22:09
von Roland_Colberg
DocDragon hat geschrieben:Kurze Verständnisfrage (verfüge bisher ja nur über TM-Demoversion-Trockenübungen): Wei finde ich alle Briefe des Neurologen von Herrn Müller (wenn die in chronologisch separierten Ordnern liegen...)?
Ich habe mir da ein System mit verschiedenen Kartei-Art-Bezeichnern angelegt. Die Briefe (aus Speicherplatzgründen als pdf-Dateien) werden in die Karteikarte gezogen, die Kartei-Art von "link" umbenannt z.B. in
orth für Orthopäde
neur für Neurologe
rö für Röntgen
khs für Krankenhaus usw,
und als Eintrag z.B.:
Rö Thorax o.B.
Dr. Müller: CTS rechts, OP vorgesehen
Weiterhin habe ich mir einen Karteifilter angelegt, der alle o.g. Fachrichtungsbezeichnungen herausfiltert. So sehe ich mit einem Blick alle Fremdbefunde gleich mit einem kurzen Stichwort versehen.
Scannen + Größe der Praxis DB
Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 19:37
von neujoc
Hallo an alle,
folgende Überlegung: Wenn man konsequent alle Dokumente einscannt und elektronisch ablegt, müßte dann nicht die Praxis DB, trotz der geringen Dateigröße im z.B. pdf-Format, rasch anschwellen und so den eh schon empfindlichen Datenfluß im Netzwerk ausbremsen ?? Bei Speicherung auf einer Extra-Festplatte müßte das Problem doch aber auch das gleiche bleiben, oder ??
Wie sind die Erfahrungen der langgedienten Scanner ??
Gruß
Jochen Neumann
Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 21:05
von doc-mue-wei
moin moin
die praxis-db hat mit den eingescannten Berichten(eigentlich handelt es sich ja um Bilder) nichts zu tun(bis auf die Tatsache dass die eine Zeile Bild entsteht).
Die jpgs landen im Ordner TM\Dokumente\Video.
Wer den nicht regelmäßig (machen wir einmal im Monat) auf andere Medien sichert, erlebt nach eienm Crash sein leeres Datenwunder, was die Arztbriefe betrifft.
Gruß
Mü-Wei
Re: Scannen + Größe der Praxis DB
Verfasst: Donnerstag 27. Oktober 2005, 10:24
von mh
neujoc hat geschrieben:Hallo an alle,
folgende Überlegung: Wenn man konsequent alle Dokumente einscannt und elektronisch ablegt, müßte dann nicht die Praxis DB, trotz der geringen Dateigröße im z.B. pdf-Format, rasch anschwellen und so den eh schon empfindlichen Datenfluß im Netzwerk ausbremsen ?? Bei Speicherung auf einer Extra-Festplatte müßte das Problem doch aber auch das gleiche bleiben, oder ??
Wie sind die Erfahrungen der langgedienten Scanner ??
Gruß
Jochen Neumann
Hallo Herr Neumann,
die Größe der gescannten Dateien, die im Ordner ..\turbomed\dokumente\... abgelegt werden, ist relativ gering. So passt zB bei uns (papierlose Allgemeinpraxis) ein Jahr locker auf 1 CD-R (300-400 MB incl. Sono).
Wenn Sie scannen, sollten Sie jedoch erwägen, die Papiere als pdf-Datei zu speichern, insbesondere wegen des 'Komforts' bei mehrseitigen Schreiben. Das Scannen mehrseitiger Dokumente mit der TM-eigenen Bildverarbeitung ist entweder speicherfressend (20 MB für ein 2seitiges Schreiben), wenn es schnell gehen soll, oder mit eingeschalteter Komprimierung enorm zeitintensiv (trotz Pentium4-Rechner).
Die zumindest für uns ideale Lösung ist der weiter unten in diesem Bereich beschriebene Einsatz eines Fujitsu-Siemens-Scanners, der beidseitig scannend sehr schnell pdf-Dateien erzeugt, die mittels Drag'n'Drop in die Karteikarte gezogen werden.
Die regelmäßige Sicherung des Dokumenten-Verzeichnisses, im dem alle Bilder(..\video, Sono-Bilder und sonstige jpg- und tif-Dateien), pdf-Dateien (..\sonstige) und Schreiben der TM-Textverarbeitung (..\PatBrief) gespeichert sind, ist äußerst wichtig im Falle eines Festplattendefektes. Man sollte die Daten m.E. mindestens wöchentlich sichern resp. auf ein Sicherungsmedium kopieren.
Wer keinen CD-Brenner direkt im Praxis-System hat: Hier bieten sich mittlerweile USB-Sticks als preiswerte Alternative an. Von da erfolgt ggf am Heim-Reichner das Brennen auf (Multisession-)CD.
Verfasst: Donnerstag 27. Oktober 2005, 10:57
von uro_fs
Hallo MH,
wie schaffen Sie es zwei Seiten auf 20 MB zu scannen???
Mit welcher Auflösung arbeiten Sie den?
Selbst bei DICOM-Röngenbildern geht man nicht über ca. 250 dpi.
Ich scanne bei 200 dpi (=Fax Feinauflösung) 6Seiten/min im TM-internen TIF und habe pro Seite ca. 100 - 200 kb und den KOmfort im TM auf jede Unterseite direkt zugreifen zu können über die Bildleiste.
Gruss
fs
Verfasst: Donnerstag 27. Oktober 2005, 11:21
von mh
uro_fs hat geschrieben:Hallo MH,
wie schaffen Sie es zwei Seiten auf 20 MB zu scannen???
Mit welcher Auflösung arbeiten Sie den?
Selbst bei DICOM-Röngenbildern geht man nicht über ca. 250 dpi.
Ich scanne bei 200 dpi (=Fax Feinauflösung) 6Seiten/min im TM-internen TIF und habe pro Seite ca. 100 - 200 kb und den KOmfort im TM auf jede Unterseite direkt zugreifen zu können über die Bildleiste.
Gruss
fs
Hallo fs,
Einstellung der Bildverarbeitung 'Multipage scannen' , Scan-Einstellung 200dpi SW. Der angeschlossenen HP OfficeJet G85 erzeugte dann iVm der TM-Bildverarbeitung die beschr. großen Dateien. Liegt vielleicht auch am Scanner.
Auch wenn es gelänge, ein 6seitiges Schreiben mit der internen Bildverarbeitung mit ca. 600-800 kB zu speichern, ist das Handling mit pdf-Dateien insgesamt für uns angenehmer. Im Einzelfall nachteilig bei den pdf-Dateien ist lediglich die fehlende 'Textmarker'-Funktion der TM-Bildverarbeitung.