Arztbriefe aus Turbomed versenden

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Heilberger
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Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von Heilberger »

liebe Kollegen!
meine Patienten verlassen die Praxis üblicherweise mit einem sofort erstellten Arztbrief, der ihnen ausgehändigt wird. Einige meiner Zuweiser wollen dies nicht, da sie dann den Brief oft nicht erhalten oder ihn einscannen müssen. Sie wünschen eine Übersendung per Fax (um die Briefe dann direkt aus dem Faxserver dem P. zuzuordnen).
Konkret: über welchen Weg kann ich aus Turbomed oder aus Word einen Brief sofort oder am abend gesammelt per Fax versenden. Die Praxissoftware hängt (wegen Dale-UV etc.) über einen normalen Router (Fritzbox) am Internet. Die am Faxgerät eingehenden Faxe, Briefe, Befunde etc. möchte ich weiterhin ausdrucken und dann in TM einscannen. Ich benötige also nur eine Lösung für Faxe "aus der Praxis raus". Was ist die einfachste Lösung???
caesar
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von caesar »

Hallo,

es gibt einige, auch sehr professionelle Lösungen.
Wir machen es folgendermaßen (sicher nicht professionell, aber gut zu gebrauchen):
Faxempfang: via Fritzfax am Server, geöffnetes Fax kopiert und in TM Bildverarbeitung eingefügt-->spart Zeit und Geld gegenüber Ausdruck und nochmals scannen
Faxversand: auf jedem Rechner, von welchem die Fritzbox erreichbar ist und gefaxt werden soll: Fritzfax für Fritzbox installieren, Fax over Internet aktivieren, diese Funktion ist dann als Drucker verfügbar, dann noch die Adressaten importieren, nun kann aus jeder x-beliebigen Anwendung heraus sofort (z.B. Word oder TM-Bildverarbeitung) das Dokument an den Faxteilnehmer "gedruckt" werden. In der Fritzbox muss dazu am Telefon mittels #96*3* die CapiToTCP einmalig aktiviert werden.
Viel Erfolg zum B. mit dieser Variante.
Grüße
Caesar
McLeod
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von McLeod »

Was schlussendlich am einfachsten ist, hängt von Ihrer EDV-Ausstattung ab.
Grundsätzlich gibt's ein paar Lösungen, die kostengünstig oder kostenlos zu realisieren sind.

a) Falls Notebook mit Modem und freie Tel-Dose vorhanden -> Windows Faxdienst
(nur Einzelplatz)

b) Falls Fritz!Box mit Telefonanschlüssen -> wie bereits erwähnt: Fritz!Fax (Fax4Box)
(Mehrplatz)

c) Einbau Fritz-ISDN-Karte in Server oder beliebigen PC (gibt's gebraucht für ein paar €) und Nutzung von Fritz!Fax (evtl in Kombination mit Fritz!Lan)
(Einzel- oder Mehrplatz)

d) Falls ein Multifunktionsdrucker mit Faxfunktion vorhanden ist, bietet dieser meist einen "Faxdrucker"-Treiber, den man auf dem PC (USB-Gerät) oder den PCs (Netzwerkgerät) installieren kann, um Faxe vom Rechner aus zu versenden.

Zum Thema Faxempfang:
Jede telefonfähige Fritzbox (ab 7170) und USB-Anschluß kann durch Anstecken eines USB-Sticks (bei der 73er Serie genügt der bereits eingebaute Speicher) Faxe eigenständig empfangen. Dieser werden dann auf dem Stick im PDF-Format abgespeichert und können dann vom Speicherordner aus ganz einfach in die Pat-Akte gezogen werden.
Faxe erst ausdrucken und anschließend wieder einscannen ist meiner Meinunfg nach eine Verschwendung von Papier und Lebeszeit. ;-)
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wahnfried
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von wahnfried »

schauen Sie sich doch mal den Vertretungs-/Notdienst-Bericht an, der hier mal Thema eines Threads war: http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php?p=16999#p16999 .
Das wäre leicht auf Ihre Verhältnisse abwandelbar. Über AutoHotkey-Script oder Komplex müßte sich die Brief-Erstellung weitgehend automatisieren lassen.

Als TurboMed-Schnellbrief kann man so die relevanten Karteieinträge in ähnlicher Form drucken, neben der Adresse wird bei Verwendung (oder Ausgangsbasis...) obiger Vorlagen die Faxnummer des weiterbehandelnden Arztes fett eingefügt.

Nach Erstellen des Briefes diese Faxnummer markieren und rechter Mausklick: Kopieren, dann "Strg+P": Fritz!Fax-Drucker auswählen. Beim Aufruf des Druckerdialogs per "Enter" ist die letzte dort eingegebene Telefonnummer im Focus und markiert, so dass sie mit "Strg+v" durch die in die Zwischenablage kopierte ersetzt wird. "Enter" startet den Faxversand.
(Auf diese Weise verbinde ich die Dokumentation telefonischer Beratungen im Notdienst mit dem Versand des informellen Arztbriefes an den Hausarzt).

Voraussetzung ist eine der in den Vorbeiträgen beschriebenen Fax-Drucker-Installationen der Fritz!-Software. Da ich die Verbindung mit ISDN aufbaue, habe ich die ISDN-Software von Fritz! mit zusätzlichem Fritz!Lan auf allen PC, die sonst noch Faxe versenden können sollen, installiert (das wären alle Arztzimmer-PC).

Bei Verwendung von Fritz!Lan muß die Listenansicht der Faxkommunikation an den nicht selbst am ISDN angeschlossenen PC über das Menü von Fritz!Fax manuell aktualisiert werden, um kontrollieren zu können, dass der Versand erfolgreich war. Insofern ist Fritz!4Box (oder so...) möglicherweise komfortabler?

Grüsse, Wahnfried
Schleicher
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von Schleicher »

Hallo
ich habe mir das mit dem Fax auch schon lange überlegt.
Aber wie ich auf verschiedenen Veranstaltungen mitbekommen habe, ist Fax nicht rechts- und datensicher, was ja durchaus logisch klingt, da Fax nach meinen recherschen im Klartext übertragen wird.
Außerdem habe ich dann nur ein Bild und kann nur das in meine Akte einbinden.

Ein Kollege aus Hessen sagte mir, dass hier eine Programm über VPN von vielen Praxen eingesetzt wird, das dem Datenschutz und auch vom Datenschutz abgenommen genügt und das die Dokumente verschlüsselt (nicht peer to peer) überträgt.
Ich hab kenn leider den Namen des Programms nicht.
Vielleicht kennt ja jemand das Produkt und hat Erfahrung damit.
viele Grüße und danke für eine Antwort.
M. Schleicher
Elkrib
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von Elkrib »

Hallo Schleicher,

faxen ist Standard unter Ärzten, Kliniken, Rechtsanwälten, ......., egal was irgendwelche "Experten" sagen.

Siehe für Ärzte

http://www.aerzteblatt.de/archiv/109434 ... tenhaltung

Deshalb ist Fritzfax eine gute Alternative. Es wird ein Sendungsprotokoll erzeugt, mit Zeitstempel und Nummer der Gegenstelle.

Solange es uns niemand verbietet, sollten wir die kostengünstigeste Lösung bevorzugen, wenn Sie eine Telefonflat haben, ist das Fax kostenlos und Sie dürfen es trotzdem bei der KV abrechnen!

MFG
Schleicher
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von Schleicher »

Hallo
Danke für die Antwort,
aber was nützt mir ein Quasistandart, wenn man damit womöglich mit einem Bein im Gefängnis steht oder zumindest mit einer saftigen Geldstrafe rechnen muss, wenn man durch einen Übermittlungsfehler belangt werden kann und ein Patient deswegen klagt. Da nützen auch ein Zeitstempel oder eine Nummer nichts (wenn die vielleicht falsch eingetragen ist).
Unser Datenschützer sagt, Fax ist deshalb nicht zulässig, weil es zum Einem im Klartext (d.h. nicht verschlüsselt) übertragen wird, zum Anderen man nicht ersehen kann ob und wie ein Dokument in der anderen Praxis ankommt.
Einem Kollegen ist es passiert, dass er einen Zahlendreher hatte und seine Faxe deshalb in einer Firma gelandet sind.
In einem geschlossenen Netz, in dem nur Praxen vorhanden sind kann man zwar auch vielleicht die falsche Praxis anwählen, die Dokumenten landen dann allenfalls aber in einer Praxis und die dortigen Mitarbeiter unterliegen ja auch der Schweigepflicht.
Nicht auszudenken wenn ein Fax versehentlich, das z.B. in eine Landarztpraxis sollte, im Dorf zu einem anderen Empfänger gelangt.
Klar werden wir immer wieder Fax einsetzen müssen, aber ich werde eine andere Lösung jedem Faxversand vorziehen.
Außerdem könnte man mit einem defakto-Emailversand der verschlüsselt ist die Dokumente in Word oder PDF versenden und kann dann auch Teile in die Akte kopieren und die Qualität wäre dann erheblich besser als bei jedem Fax (auch Fritzfax)
Ich muss mich mal schlau machen, was es da in Hessen gibt und werde das dann hier mal zur Diskussion stellen.
MFG
skerst
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von skerst »

Wie kann man noch autmatisch eine Arztunterschrift (z.B. Als eingescannte Grafik) unter den fertigen Brief bekommen und dabei gewährleisten, dass wirklich nur der entsprechende Arzt diese Unterschriftgrafik benutzt? (Wenn die Unterschriftgrafik einfach in das Word-Dokument eingefügt würde, kann sie von jedem Benutzer,der den Brief öffnet,herauskopiert werden)

Gibt es eine Möglichkeit, die EBM Ziffer für den Faxversand beim Aufrufen des Fax-Druckers automatisch vorschlagen zu lassen?

Viele Grüße SK
Schleicher
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von Schleicher »

Hallo
ja das gibt es
z.B. das Dokument in PDF umwandeln. Der Nitro Reader 3 kann das, da kann man die Unterschrift einscannen und das Bild dann passwordgeschützt in das Dokument einbinden.
Hat aber dann auch wiederum nur Sinn wenn es nicht über Fax sonder über sichere Mail versendet wird. Über Fax könnte man das Bild dann verändern.
MFG
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schmidt-dietrich
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von schmidt-dietrich »

Nebenbei bemerkt ist mitels Fritzbox (!) es bequem möglich einkommende Faxe direkt per email als PDF zubekommen! Sehr praktisch und dann einfach drag-drop nach emailabruf in die Akte des Pat. zu ziehen...

Einziges MAnko mchen Empfänger hingegen mag wohl die Fritzbox nicht u.a. KV Hessen ( Lach - ein Schelm wer böses denkt...) da kann ich leider digital aus Turbomed oder Word (oft) nicht direkt faxen..
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Elkrib
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von Elkrib »

Interessant,

meine KV in Baden-Württemberg mag meine Fritzbox auch nicht, mehr als eine Seite kann ich nicht faxen, bei der 2. Seite bricht die Übertragung regelmässig ab.
Bei allen anderen Empfängern kann ich beliebig viele Seiten faxen.

Ein Schelm der.......
Schleicher
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von Schleicher »

Die KV interessiert mich hierbei reichlich wenig.
Mich interessiert, wie kann ich optimal und zwar datenschutzkonform, d.h. kein Fax, meine Arztbriefe, LZEKG, Labordaten ect. übertragen und diese Dokumente dann ohne Qualitätsverlust ganz oder teilweise in meine Akte einbinden.
Das was die Comupgroup oder Mediatexx da anbieten ist schlichtweg Schrott und zu nicht zu gebrauchen. Außerdem will ich mich von solchen Anbietern nicht abhängig machen.
Es gibt doch sicherlich noch andere Lösungen.
MFG
wiwi1304
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von wiwi1304 »

Zur Frage: Mich interessiert, wie kann ich optimal und zwar datenschutzkonform, d.h. kein Fax, meine Arztbriefe, LZEKG, Labordaten ect. übertragen und diese Dokumente dann ohne Qualitätsverlust ganz oder teilweise in meine Akte einbinden?

Gibt es eine Antwort und die lautet wie folgt: KV Connect

KV Connect ist ein von der Arbeitsgemeinschaft der KVen entwickelter e-Mail-Dienst für die Kommunikation zwischen Arztpraxen, aber auch zwischen Arzt und Krankenhaus. Mit KV Connect können zum Beispiel Arztbriefe, Befunde, Laborwerte oder Röntgenbilder über ein Hardware-VPN (SafeNet) oder ein Software-VPN (FlexNet) im SNK, dem sicheren Netz der KVen sicher und verschlüsselt aus dem PVS heraus und zwar über Herstellergrenzen hinweg versendet und empfangen werden.
Zugang zu diesem geschlossenen sicheren Netz der KVen (SNK) haben nur die Mitglieder der KVen. Der Arzt muss bei seiner KV den Zugang beantragen.
Die Compugroup hat den Dienst „KV-Connect“ bereits direkt in Turbomed, Albis, Medistar Compumed und M1 integriert.
Vom DGN wird dieser Dienst u.a. für die PVS Quincy Win und Mediamed S3 angeboten. Mit der GUS-Box vom DGN können aber auch Medatixx – Anwender diesen Dienst nutzen. Medatixx selbst hat diesen eMail-Dienst noch nicht in seine Programme integriert.
Duria bietet diesen Dienst ebenfalls schon an.
Andere PVS-Hersteller werden folgen.
Was muss die Praxis machen, die an diesem Dienst interessiert ist.
1. Sie muss einen DSL-Anschluss haben
2. Sie muss einen SafeNet-Anschluss (Hardware-VPN) von einem zertifizierten Provider haben. Ausnahme: In den KVen Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Westfalen-Lippe stellt die KV ihren Mitgliedern alternativ einen FlexNet-Anschluss (Software-VPN) zur Verfügung. Damit haben die Mitglieder dort die Wahlfreiheit zwischen SafeNet und FlexNet. Man sollte sich bei diesen KVen über die Vor- und Nachteile der beiden Anschlüsse beraten lassen. Die PVS-Hersteller von Quiny Win und S3 sowie Duria bieten den eMail-Dienst KV-Connect jedoch ausschließlich in Verbindung mit einem SafeNet-Anschluss an.
3. Sie muss den KV-Connect-Dienst gegen eine Nutzungsgebühr vom PVS-Hersteller freischalten bzw. installieren lassen.
4. Sie muss bei ihrer KV den Zugang zum SNK, dem sicheren Netz der KVen, beantragen.
Mit KV-Connect sind derzeit folgende Dienste möglich:
1. wie bereits erwähnt der eArztbrief
2. die 1-Click-Abrechnung direkt aus dem PVS an die KV
3. die eDokumentation direkt aus dem PVS.
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wahnfried
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Re: Sicherheits-Überlegungen Fax/email/elektr.ArztBrief

Beitrag von wahnfried »

Schleicher hat geschrieben:aber was nützt mir ein Quasistandart, wenn man damit womöglich mit einem Bein im Gefängnis steht oder zumindest mit einer saftigen Geldstrafe rechnen muss, wenn man durch einen Übermittlungsfehler belangt werden kann und ein Patient deswegen klagt. Da nützen auch ein Zeitstempel oder eine Nummer nichts (wenn die vielleicht falsch eingetragen ist)...
Unser Datenschützer sagt, Fax ist deshalb nicht zulässig, weil es zum Einem im Klartext (d.h. nicht verschlüsselt) übertragen wird, zum Anderen man nicht ersehen kann ob und wie ein Dokument in der anderen Praxis ankommt.
Hallo,

ich denke, eher steht man mit einem Bein im Gefängnis, wenn man auf internetbasierte Übermittlung vertraut. Da gibt es mehr Möglichkeiten, an die auf diversen Servern zwischengespeicherten Daten heranzukommen, als bei einer Punkt-zu-Punkt-Übertragung wie beim Fax, wo man zum "Abfangen" eines Dokumentes genau zu dem Zeitpunkt der Versendung nicht nur zur Stelle sein müsste, dann auch noch eine große Geduld aufbringen müsste, da man das Fax nur zur Realzeit abfangen könnte - und dann noch nicht mal weiß, ob das interessant sein könnte. Wer an Daten herankommen möchte, sucht sie gezielt und im großen Stil - das geht beim PC-Hack deutlich effektiver.

Fax ist insofern genauso sicher wie ein kuvertierter Brief, der heute locker geöffnet werden und wieder verschlossen werden kann. Der kann genauso mal in einen falschen Briefkasten gelangen und dann kann man auch nur hoffen, dass es ein gutmütig gesonnener Nachbar ist. Gibt aber auch befeindete...

Die Korrektheit der Faxnummern in der Arzt-Adressen-Kartei ist natürlich sehr wichtig, da kann man aber so vorgehen, dass eine Probe-Fax-Aktion gemacht wird, wenn ein Datensatz dazukommt. Die Eigenschaft "Überprüfte Faxnummer" kann man dann dadurch markieren, dass der Strich zwischen Vorwahl und Faxnummer von Schrägstrich auf Bindestrich geändert wird. Oder auch anders... (Dass ein Zahlendreher auch zufällig wieder eine Faxnummer ergibt, ist so unwahrscheinlich, dass das fast schon Anlaß zum Schreiben eines Buches geben dürfte...)

Grüsse, Wahnfried
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von schmidt-dietrich »

Zustimmung zu Wahnfried ;-)

Entschuldigung liebe Kollegen (ihne hier jmd zu nahe zu treten), wenn ich lese, wie "blauäugig" hier manche Kollegen auf KV-Angebote hereinfallen, kann ich wahrlich nur den Kopf schütteln..
Die Vertragsbedingungen sind ja wohl ein Witz gelinde gesagt.. Wenn ich bereits guten Provider habe zahle ich nicht doppelt - wofür?.. Umstädnlcihe Technik teuer verkauft, braucht niemand. das geth wesentlich unkomplizierter auch sicher.. Aber da verdient dann kein weiterer mit ...
Zu teuer, keine Einsicht in diese "Blackbox" und der kv traue ich auch nicht ( haben die schonmal was gutes für Sie erreicht?), wenn ich sehe wie unsicher die sind und letztlich darüber öffnen wir Tür + Tor über ecard, zentrale Datenspeicherung und Zugriff auf unsere Daten = unser Kapital!
Und diese Sicherheitsberater haben da auch nur ein Ziel: Verkaufen.
Just my 2 cents zum Feierabend.
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von caesar »

z.B. das Dokument in PDF umwandeln. Der Nitro Reader 3 kann das, da kann man die Unterschrift einscannen und das Bild dann passwordgeschützt in das Dokument einbinden.
Hat aber dann auch wiederum nur Sinn wenn es nicht über Fax sonder über sichere Mail versendet wird. Über Fax könnte man das Bild dann verändern.
MFGSchleicher

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....wenn Sie so wollen, könnte man jede Unterschrift von jedem x-beliebigen Dokument, welches gedruckt werden kann, durch Scanning, Digitalisieren etc. reproduzieren und missverwenden...sie kann auch geschickt nachgeahmt werden. Egal auf welche Weise, wäre es der Straftatbestand der Fälschung. Und wenn schon per email und Co., dann doch eher mit digitaler Signatur/ Zertifikat etc. Schon deshalb unterschreibe ich auch nicht beim Pharmareferenten mit Gummi auf iPad.

Insgesamt finde ich jedoch bei der ganzen Diskussion um den Datenschutz, man sollte die Kirche im Dorf lassen. Auch ich möchte hier niemanden zu nahe treten, aber man kann sich natürlich auch richtig heiß machen lassen. Das Vertrauen auf den eigenen gesunden Verstand und große Sorgfalt sollte doch im Hinblick auf Praktikabilität genügen und nicht zur Straftat mutieren...
meint
caesar
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Re: Arztbriefe und ihre Unterschriften

Beitrag von wahnfried »

caesar hat geschrieben:....wenn Sie so wollen, könnte man jede Unterschrift von jedem x-beliebigen Dokument, welches gedruckt werden kann, durch Scanning, Digitalisieren etc. reproduzieren und missverwenden...sie kann auch geschickt nachgeahmt werden.
...dies auch/sogar bei vielen am PC erstellten und dann auf Papier ausgedruckten Arztbriefen, bei denen der Text oft auf einer Seite unten endet und die Unterschriften einsam und allein auf der Folgeseite stehen - und somit jegliche andere davorgestellte textliche Phantasie fremdautorisieren könnten.

Sowas erhalte ich durchaus und insbesondere von zertifizierten Kliniken oder Praxen mit durchgestylten Bürokratismen!!

Grrsse, Wahnfried
caesar
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von caesar »

Sowas erhalte ich durchaus und insbesondere von zertifizierten Kliniken oder Praxen mit durchgestylten Bürokratismen!!
oder: von dort auch gerne mal: "Das Dokument wurde elektronisch erstellt und ist ohne Unterschrift gültig"..... :roll:
Schleicher
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von Schleicher »

Hallo
Nach einigen Recherchen bin ich auf einer Seite der KV-Nord fündig geworden.
Dort werden zwei Systeme vorgestellt, die zwar internetbasiert sind, eins ist aber soweit ich das ersehen kann vom hessischen Datenschutz abgenommen und die Daten werden auf dem Server so hochgradig verschlüsselt, dass laut Datenschutz ein Knacken eines Dokumentes nur unter extrem hohem Aufwand möglich wäre. Ferner läuft dieses System nur unter mit zusammen mit einem VPN-Tunnel.
Die Installation scheint auch recht einfach zu sein und die Kosten sind minmal.
Ich werde dieses System mal mit einigen Kollegen test , mal sehen was dabei herauskommt.
Auf alle Fälle ist es bestimmt besser und sicherer als Fax und vom Aufwand weitaus angenehmer als das System der KV.
Schleicher
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Re: Arztbriefe aus Turbomed versenden

Beitrag von Schleicher »

Hallo
Ein Kollege und ich habe uns das System vom Hersteller installieren lassen und habe heute mal einige Testdokumente versendet.
Ich muss sagen, einfach schnell und sicher. Es gibt, glaube ich nichts was angenehmer und besser ist, bin begeistert.
Scheinbar wird das System in Osthessen und auch teilweise in Kassel eingesetzt.
Ich werde mal mit den dortigen Kollegen sprechen und dann darüber hier berichten.
Die großen Anbieter können da, wies aussieht qualitätsmäßig überhaupt nicht mithalten.
Da ich hier keine Werbung für einen Hersteller machen möchte, wens interessiert einfach mal bei der KV-Nord nachsehen.
www.kvno.de/downloads/Ausw_Praxisnetz_IV.pdf
Die hat vier Systeme gelistet, das Vierte ist es.
Vielleicht probieren es andere Praxen ja auch mal aus und schreiben hier dann ihre Erfahrung rein.
MFG
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