Labor-Wirtschaftlichkeitsbonus ab 2/2013

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JoergS_inaktiv
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Labor-Wirtschaftlichkeitsbonus ab 2/2013

Beitrag von JoergS_inaktiv »

hi folks,
habt Ihr schon von dem Quatsch mit der neuen Labor-Abrechnung gehört? Ab 1.April gibt´s Abstriche beim Wirtschaftlichkeitsbonus.
Bisher gab´s diesen WB für alle curativen Behandlungsfälle (BF), abzüglich der Überschreitung des Laborbudgets (LB). Wenn man alle "Befreiungsziffern" (BZ) korrekt eingab, hatte man durchaus Chancen, das LB einzuhalten.
Jetzt kommt die Änderung: der WB wird nicht gezahlt für BF, bei denen eine BZ angesetzt ist.
Für Hausarzt-Praxen war die alte Rechnung: WB (48 pt) x Orientierungs-Punktwerte (3,5363 c) => ca. 1,70 €.
In meiner Abrechnung hatten sicherlich 1/3 der BF eine BZ (20% Diabetes mellitus + Antikoagulation + Niereninsuffizienz + Psychos + ...), für eine 1000-Scheine Praxis gehen damit rund 560 € flöten.
Man muss also bei der Abrechnung ab Q.II/2013 hingehen und am Quartals-Ende prüfen, ob man ohne eingegebene BZ das LB überschreitet, was wahrscheinlich ist. Dann muss man sehen, welches die teuersten Labor-Patienten sind und für diese (wenn zutreffend) nacheinander die BZ eingeben. Und immer wieder prüfen, ob man jetzt innerhalb des LB liegt. Erst dann kann man die Abrechnung abschließen. Man muss natürlich seinem Labor dann noch mitteilen, für welche Patienten welche BZ angesetzt wurde, damit das von dort an die KV geht (die werden durchdrehen!!).
Meine KV in Bad Segeberg habe ich schon darauf hin angesprochen und ob die nicht über ihre EDV-Spezis ein kleines Programm zum Download erstellen sollen, was diese Überprüfung vornimmt (wird schwierig, weil die Laborziffern ja nicht in unserer Abrechnung erscheinen).
Bei TM hat es wohl auch schon Nachfragen gegeben, ob dieses Problem in der nächsten Version bedacht wird. Es hätte sich aber erst 1 anderer Kollege mit entsprechenden Wünschen gemeldet, so dass die Angelegenheit auf der "ticket line" noch ganz unten rangiere. Je mehr sich aber melden, um so größer sei die Chance, dass man das Thema dort angehe.
Wenn´s also kein Interesse gibt und TM nix macht (und nicht die KV), muss ich wohl meine Java-Erinnerungen anfrischen und mir selbst was basteln.
beste Grüße
joergschoenen
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wahnfried
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Re: Labor-Wirtschaftlichkeitsbonus ab 2/2013

Beitrag von wahnfried »

JoergSchoenen hat geschrieben:Erst dann kann man die Abrechnung abschließen. Man muss natürlich seinem Labor dann noch mitteilen, für welche Patienten welche BZ angesetzt wurde, damit das von dort an die KV geht (die werden durchdrehen!!).
...bis dann hat das Labor seine Abrechnung längst bei der KV abgegeben und kann nichts mehr ändern (oder müßte dies in tausend Briefen nachträglich ändern lassen...).

Das war bisher bereits so ein Problem mit der Zuordnung von BZ/Chol für GU, wenn der Patient nicht zum Untersuchungs-Termin NACH Blutabnahme kam und dadurch die GU nicht abrechenbar war, das Labor aber bereits als "GU-Labor" in Auftrag gegeben war. Die Änderung kam dann nämlich nicht elektronisch 'rüber, man musste sich darauf verlassen...

Die Auswirkungen der politischen "Schnellschüsse" macht sich bei den hohen Damen und Herren wirklich Niemand klar, man müsste sonst ja über den Tellerrand schauen.

Ich gehe mal davon aus, daß dies für die "Entscheider" solcher Sachen ganz einfach ist: Abrechnungsoptimierung durch Versicht auf Befreiungsziffern ist da einfach nicht vorgesehen.

Grrsse, Wahnfried
Pragewo
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Re: Labor-Wirtschaftlichkeitsbonus ab 2/2013

Beitrag von Pragewo »

Hallo an alle!

Ein einfacherer Weg könnte sein, am Ende des Quartals alle relevanten Befreiungsziffern in die Suchmaske einzugeben und alle Pat. mit diesen Ziffern rauszusuchen. Dann die BZ löschen, sollte in diesem Quartal keine Laboruntersuchung erfolgt sein. Zumindest diese Patienten fließen dann wieder in die Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus und wir müssen nichts übers Labor korrigieren...

Liebe Grüße

T. Fuchs

P.S. Die meisten Chroniker laufen bei mir glücklicherweise über HzV-AOK Bayern... :P
Christoph Ameling
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Re: Labor-Wirtschaftlichkeitsbonus ab 2/2013

Beitrag von Christoph Ameling »

Liebe Kollegen,
wir suchen am Quartalsende bei Kassenversicherten folgende Konstellationen über die erweiterte Suche:

32015 und keinen HbA1c-Wert abgerechnet
32015 und keinen Quick-Wert abgerechnet

Somit können wir die dann angezeigten Patienten schnell überprüfen. Verkürzt die Suche erheblich.
Mit freundlichem Gruß
Christoph Ameling
Christoph Ameling
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msey
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Re: Labor-Wirtschaftlichkeitsbonus ab 2/2013

Beitrag von msey »

Hier taucht ein Problem auf: die Laborausnahmeziffern habe ich über die Jahre mühsam als Vorschlagsziffern hinterlegt, werden also bei Fallanlage automatisch IMMER angeklickt, ob Labor folgt oder nicht. (bei unseren Massen ist das logistisch kaum anders möglich)

Frage: wie bekomme ich gezielt automatisiert einzelne Vorschlagszuffern weg? Manuell ist klar bei jedem einzelnen Patienten.

Die Suche nach abgerechneten Laborwerten hilft nicht, dies macht alles das Labor - ich rechne (bis auf BSG) keinerlei Laborziffern ab.
lapins
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Re: Labor-Wirtschaftlichkeitsbonus ab 2/2013

Beitrag von lapins »

seht seht, ez wachen plötzlich alle auf.

am 10.10.2011 habe ich gebeten ob TM nicht die Suche nach "Abrechnungsinformation" ermöglichen könnte - Echo ca 0,xx .

siehe http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php?p=17479#p17479

Das war zwar wegen HZV, aber die Suche könnte da auch verwendet werden um Fälle mit Laborziffern (Abreinfo!!) zu finden.

Mitlerweile suche ich nach typischen Laborwerten und schmeisse die Ausnahmeziffer raus bei allen Fällen, wo kein Labor, aber doch eine Ausnahmeziffer drin steht.


Ich muß allerdings zugeben, ich dachte immer, wenn man die Laborausnahmeziffer einträgt WIRD DER FALL GESTRICHEN (aus WirtrschBonus-Sicht). Nun lese ich in diesem Thread, dass das erst eingeführt werden soll., da hätt ich mir die Streicherei sparen können- bislang.

mfg rLap
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RAMöller
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Re: Labor-Wirtschaftlichkeitsbonus ab 2/2013

Beitrag von RAMöller »

Wir tragen die Ausnahmeziffern in die Laborüberweisungen ein. Beim Patienten wurde sie vielleicht irgendwann mal eingetragen. Mit den aktuellen Abrechnungen wurde demnach weniger Ausnahmeziffern übertragen, als auf den Überweisungen stand.
Die Laborleistungen mit den Ausnahmeziffern fielen trotzdem aus der Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus heraus. Jetzt fallen auch die Fälle heraus. Da wird es schwierig, den Überblick zu behalten. Auf diese Weise wird es wohl zu einer Korrektur des Wirtschaftlichkeitsbonus kommen, in Nachhinein.
Natürlich wäre es wünschenswert, wenn ein Praxisverwaltungsprogramm diese Differenzierung übernehmen könnte und den Anwender vor derartigen Nachteilen bewahren könnte.
Hilfreich wäre als erster Schritt, eine Auswahlmöglichkeit/Abfrage zu schaffen, ob die Ziffer, die in den Laborschein eingetragen wurde auch in die Abrechnung übernommen werden soll.
Möller
rfbdoc
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Re: Labor-Wirtschaftlichkeitsbonus ab 2/2013

Beitrag von rfbdoc »

msey hat geschrieben: Frage: wie bekomme ich gezielt automatisiert einzelne Vorschlagsziffern weg? Manuell ist klar bei jedem einzelnen Patienten.
TM müsste die Programmierung so ändern, das als Vorschlagsziffern hinterlegte Laborsonderziffern (und auch nur diese !) erst während eines Laborimports zur Abrechnung vorgeschlagen werden und nicht schon bei der Behandlungsfallneuaufnahme.

Vielleich liest Frau Ramm hier ja mit !

Das wäre zumindest für viele Praxen schon eine ungemeine Arbeitserleichterung !
R.F.B.
JoergS_inaktiv
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Re: Labor-Wirtschaftlichkeitsbonus ab 2/2013

Beitrag von JoergS_inaktiv »

hallo Kollegen,

inzwischen habe ich bei der KV in Bad Segeberg (Abrechnungsleiter Ernst Sievers) nachgefragt. Die Befreiungsziffern werden zwar mit dem Auftrag an das Labor geschickt, um von dort in Abständen Auflistungen der gesammelten Budgetpunkte zu erhalten. Entscheidend für die Abrechnung ist aber, was mit der Abrechnung des beauftragenden (und abrechnenden) Arztes an die jeweilige KV übermittelt wird. Also hindert uns nichts, am Quartalsende die Befreiungsziffern neu zu setzen oder löschen.
Ich habe mir deshalb ein kleines Java-Programm geschrieben, um die Patienten mit den gesammelten Laborpunkten (Allgemeine und Spezielle Laboruntersuchungen) aufzulisten, zusammen mit der Information, ob eine Befreiungsziffer gesetzt ist. Dazu wird der maximale Wirtschaftlichkeitsbonus (Arztfälle x 45 Punkte) errechnet und der WB nach Abzug von befreiten Patienten und Überschreitung des Laborbudgets.
Das Programm ist aber nur auf eine Einzel-Hausarztpraxis in Schleswig-Holstein ausgerichtet.
Benötigt werden einige Dateien, die Turbomed über
Statistiken => Leistungsstatistiken EBM => Laborbudget
erstellt.
Über den Button "Ausgaben" muss die Statistik als "Word-Tabelle" erstellt und diese dann als .txt-Datei "Laborbudget.txt" abgespeichert werden (nicht als Word-Dokument!).
Dann müssen ebenfalls die .txt-Dateien
"Laborbudget_Protokoll Allgemeine_Untersuchungen.txt"
"Laborbudget_Protokoll Allgemeine_Untersuchungen_Ausschluss.txt"
"Laborbudget_Protokoll Spezielle_Untersuchungen.txt"
"Laborbudget_Protokoll Spezielle_Untersuchungen_Ausschluss.txt"
erzeugt und unter den von TM vorgegebenen o.g. Namen gespeichert werden.
Diese insgesamt 5 Dateien sollten dann am besten in einem Verzeichnis "C:\Laborbudget" abgespeichert werden. Sollte das Verzeichnis beim Programmstart nicht existieren, kann über einen Dateiauswahl-Dialog das Verzeichnis mit den enthaltenen Dateien gewählt werden.
Das Programm ist in Java geschrieben und müsste auf jedem Windows-Rechner, auf dem Turbomed installiert ist, laufen.
Ich habe es hier als Anhang hinterlegt, musste aber den Dateinamen auf Laborbudget.zip ändern. Nach Runterladen und Umbenennen in Laborbudget.jar kann es in ein beliebiges Verzeichnis auf dem Rechner kopiert werden. Es ist ein selbstausführendes Java-Programm und kann wie eine .exe-Datei durch Doppelklick gestartet werden. Bei Erstaufruf erzeugt es im gleichen Verzeichnis eine Datei "parm.ini" zur Speicherung einiger Einstellungen.
Als .zip Datei kann es von Winzip geöffnet werden. Es enthält die vom Compiler erzeugten .class-Dateien und die Sources (.java-Dateien). Die Sources können mit einem einfachen Texteditor oder z.B. mit der Entwicklungsumgebung "Eclipse" geöffnet werden (falls jemand Sorge hat, die Dateien könnten auf dem Rechner irgendeinen Unfug machen).
Nach Start des Programms kann in der Tabelle rechts nach Klick auf einen Spaltenkopf sortiert werden. In der Spalte "befreit" - ganz rechts - kann man durch Doppelklick und dann Klick in ein anderes Feld den Eintrag von "ja" auf "NEIN" verändern und umgekehrt. Dadurch wird jeweils eine Neuberechnung in den Formularfeldern - links - durchgeführt. Wenn man, am besten angefangen bei den Patienten mit den wenigsten Laborpunkten, den Eintrag befreit von "ja" auf "NEIN" umsetzt, kann man sehen, wie sich der erzielte WB erhöht, so lange, bis er sich durch Überschreitung des Laborbudgets wieder erniedrigt.
Wer´s ausprobieren will - Viel Spass! (natürlich ohne Gewähr)
Jörg Schoenen
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