Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
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Charliechen
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Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Hallo!
Ich bin Landarzt, habe nur 2% Privatpatienten und somit immer zu wenig Geld in der Tasche den Patienten "Beste" in jederlei Hinsicht zu bieten. Ich bin es gewohnt, Kompromisse einzugehen und Grenzen zu setzen. Trotzdem bemühe ich mich stets das
Beste rauzuholen, was noch umsetzbar ist. Da es bekanntlich immer weniger Landärzte gibt, muss ich immer mehr Patienten behandeln. Um das noch schaffen zu können muss ich 2 Behandlungszimmer zusätzlich mit Computern ausstatten und demnächst sogar eine Zweigpraxis aufmachen. Weiterhin möchte ich auch von zu Hause ins System. Ich möchte also zusätzlich zu meinem Server und 5 Clientrechnern noch 2 weitere Rechner für die o.g. Behandlungszimmer und 5 Rechner für die Zweigpraxis ins Netzt einbinden. Ich habe bisher auf allen Rechnern (auch auf dem Server, der selber auch als Arbeitsstation genutzt wird) Windows XP. Alles ist über einen Router mit LAN Kabeln verbunden. Zusätzlich ist am Router ein DSL Modem der Telekom mit 6000 DSL LEitung, die wohl kaum über 3000 download schafft. (Upload kann ich nicht mal genau sagen!) Es ist unmöglich in die beiden neuen Zimmer Kabel zu verlegen! Deshalb würde ich die neuen Computer gerne per W-lan einbinden. Es ist auch kein Platz für Drucker direkt neben dem Computer: Deshalb möchte ich auch die Drucker von diesen beiden Rechnern per w-lan Printserver betreiben. ALs REchner habe ich mir Wlan fähige Laptops gedacht, da kaum Platz in den beiden neuen Zimmern ist. Die Zweigpraxis sollte am selbern Server hängen. Ich dachte hier am besten per VPN Tunnel. Von zu Hause aus gehe ich bisher ganz normal ohne viel Schnickschnack per Logmein ins System. Nun weiss ich,dass in jedem Forum immer, was Datensicherheit angeht, die aller tollsten (Moralischen) Ansprachen gehalten werden. Ich denke, es gibt, egal was man macht, immer was noch sichereres (und teureres). Selbst die Daten vom FBI sind nicht sicher! Ich bin aber nicht das FBI, sondern ein Landarzt, der Geldprobleme hat! Es ist doch mit Datensicherheit, wie mit Patientensicherheit etc: Man muss sich bemühen, dass BEste zu machen, aber es muss bezahlbar und umsetzbar bleiben. Wenn wir den Standart und die Sicherheit zu hoch hängen, kommen wir mit den 15 Euro Flatrate pro Monat, die uns die Patienten einbrinden nicht aus! Und es dann einfach aus betriebwirtschaftlichen Gründen ganz zu lassen ? Das hilft auch keinem Patienten auf dem Lande weiter. Außerdem, gibt es doch immer die Möglichkeit mit ganz wenig Aufwand in eine Praxis einzubrechen. Da wird nicht nur das SOno oder EKG Gerät geklaut, sondern bestimmt auch die Computer. Die werden verscherbelt und wer weiss was der Käufer mit den Daten macht .... Eine Kette ist nur so stark, wie das schwächste Glied: Und hier haben wir nun mal den Hardwaresiebstahl schon mal als schwaches Glied. Internetsicherheit ist schon wohl wichtig, keine Frage, aber sie muss bezahlbar bleiben und in Relation zum schwächsten Glied bleiben. Was nützt es, wenn ich 5 Sicherheitsschlösser an der Haustür anbringe, aber das Fenster daneben steht weit offen ? Deshalb sind keine unbezahlbaren, hochmoralische Tipps mit erhobenem Zeigefinder, sondern grundsolide umsetzbare und in Relation stimmige Tipps gefragt.
Meine Frage: -Ist es überhaupt möglich TM mit WLAN im Praxisheimnetz zuverlässig zu betreiben ? Muss ich, wenn es eine W-lan
Verbindung ist, TM genau so einrichten, wie einen Clienten im normalen Netzt. Geht das so einfach ? Über den XP
Asistenten "ein kleines Firmennetzwerk erstellen" habe ich hier zu Hause mal probehalber hinbekommen, dass ich
im Windows-Datei Explorer unter Netzwerkverbindungen die freigegeben Festplatten und Ordner sehen kann.
Dann müsste auf gleichem Wege doch ein TM Client Rechner per W.lan auch auf die TM Datenbank auf
Server zugreifen können ?
-Ist Logmein noch vertretbar oder wirklich jenseits von Gut und Böse grob fahrlässig
-Kann man per VPN Tunnel schnell genug arbeiten ? Logmein ist völlig ok von der GEschwindigkeit her, um von zu
Hause etwas herumzuwurschteln, aber den Alltagsstress und 10 Sachen gleichzeitig könnte ich damit nicht
bewerkstelligen! Geht das per VPN Tunnel schneller ?
- muss ich mit der Telekom vor Bezug der Zweigstelle etwas bestimmtes absprechen, um eine vernünftige
Verbindung hinzubekommen (reicht 6000er DSL, muss es 16.000 sein ? Upload steigern ? Symmetrische Leitung?
keine Ahnung, was man da alles beachten muss)
- Ich möchte in der Praxis eine Fritzbox Wlan und auch in der Zweigpraxis einsetzen (Wäre dann W-lan Gerät
Routrer und DSL Modem mit VPN Tunnel in einem ?- geht das ? grob fahrlässig ? Noch langsamer als Logmein ?
hat jemand eine bessere Idee ?
Ich bin Landarzt, habe nur 2% Privatpatienten und somit immer zu wenig Geld in der Tasche den Patienten "Beste" in jederlei Hinsicht zu bieten. Ich bin es gewohnt, Kompromisse einzugehen und Grenzen zu setzen. Trotzdem bemühe ich mich stets das
Beste rauzuholen, was noch umsetzbar ist. Da es bekanntlich immer weniger Landärzte gibt, muss ich immer mehr Patienten behandeln. Um das noch schaffen zu können muss ich 2 Behandlungszimmer zusätzlich mit Computern ausstatten und demnächst sogar eine Zweigpraxis aufmachen. Weiterhin möchte ich auch von zu Hause ins System. Ich möchte also zusätzlich zu meinem Server und 5 Clientrechnern noch 2 weitere Rechner für die o.g. Behandlungszimmer und 5 Rechner für die Zweigpraxis ins Netzt einbinden. Ich habe bisher auf allen Rechnern (auch auf dem Server, der selber auch als Arbeitsstation genutzt wird) Windows XP. Alles ist über einen Router mit LAN Kabeln verbunden. Zusätzlich ist am Router ein DSL Modem der Telekom mit 6000 DSL LEitung, die wohl kaum über 3000 download schafft. (Upload kann ich nicht mal genau sagen!) Es ist unmöglich in die beiden neuen Zimmer Kabel zu verlegen! Deshalb würde ich die neuen Computer gerne per W-lan einbinden. Es ist auch kein Platz für Drucker direkt neben dem Computer: Deshalb möchte ich auch die Drucker von diesen beiden Rechnern per w-lan Printserver betreiben. ALs REchner habe ich mir Wlan fähige Laptops gedacht, da kaum Platz in den beiden neuen Zimmern ist. Die Zweigpraxis sollte am selbern Server hängen. Ich dachte hier am besten per VPN Tunnel. Von zu Hause aus gehe ich bisher ganz normal ohne viel Schnickschnack per Logmein ins System. Nun weiss ich,dass in jedem Forum immer, was Datensicherheit angeht, die aller tollsten (Moralischen) Ansprachen gehalten werden. Ich denke, es gibt, egal was man macht, immer was noch sichereres (und teureres). Selbst die Daten vom FBI sind nicht sicher! Ich bin aber nicht das FBI, sondern ein Landarzt, der Geldprobleme hat! Es ist doch mit Datensicherheit, wie mit Patientensicherheit etc: Man muss sich bemühen, dass BEste zu machen, aber es muss bezahlbar und umsetzbar bleiben. Wenn wir den Standart und die Sicherheit zu hoch hängen, kommen wir mit den 15 Euro Flatrate pro Monat, die uns die Patienten einbrinden nicht aus! Und es dann einfach aus betriebwirtschaftlichen Gründen ganz zu lassen ? Das hilft auch keinem Patienten auf dem Lande weiter. Außerdem, gibt es doch immer die Möglichkeit mit ganz wenig Aufwand in eine Praxis einzubrechen. Da wird nicht nur das SOno oder EKG Gerät geklaut, sondern bestimmt auch die Computer. Die werden verscherbelt und wer weiss was der Käufer mit den Daten macht .... Eine Kette ist nur so stark, wie das schwächste Glied: Und hier haben wir nun mal den Hardwaresiebstahl schon mal als schwaches Glied. Internetsicherheit ist schon wohl wichtig, keine Frage, aber sie muss bezahlbar bleiben und in Relation zum schwächsten Glied bleiben. Was nützt es, wenn ich 5 Sicherheitsschlösser an der Haustür anbringe, aber das Fenster daneben steht weit offen ? Deshalb sind keine unbezahlbaren, hochmoralische Tipps mit erhobenem Zeigefinder, sondern grundsolide umsetzbare und in Relation stimmige Tipps gefragt.
Meine Frage: -Ist es überhaupt möglich TM mit WLAN im Praxisheimnetz zuverlässig zu betreiben ? Muss ich, wenn es eine W-lan
Verbindung ist, TM genau so einrichten, wie einen Clienten im normalen Netzt. Geht das so einfach ? Über den XP
Asistenten "ein kleines Firmennetzwerk erstellen" habe ich hier zu Hause mal probehalber hinbekommen, dass ich
im Windows-Datei Explorer unter Netzwerkverbindungen die freigegeben Festplatten und Ordner sehen kann.
Dann müsste auf gleichem Wege doch ein TM Client Rechner per W.lan auch auf die TM Datenbank auf
Server zugreifen können ?
-Ist Logmein noch vertretbar oder wirklich jenseits von Gut und Böse grob fahrlässig
-Kann man per VPN Tunnel schnell genug arbeiten ? Logmein ist völlig ok von der GEschwindigkeit her, um von zu
Hause etwas herumzuwurschteln, aber den Alltagsstress und 10 Sachen gleichzeitig könnte ich damit nicht
bewerkstelligen! Geht das per VPN Tunnel schneller ?
- muss ich mit der Telekom vor Bezug der Zweigstelle etwas bestimmtes absprechen, um eine vernünftige
Verbindung hinzubekommen (reicht 6000er DSL, muss es 16.000 sein ? Upload steigern ? Symmetrische Leitung?
keine Ahnung, was man da alles beachten muss)
- Ich möchte in der Praxis eine Fritzbox Wlan und auch in der Zweigpraxis einsetzen (Wäre dann W-lan Gerät
Routrer und DSL Modem mit VPN Tunnel in einem ?- geht das ? grob fahrlässig ? Noch langsamer als Logmein ?
hat jemand eine bessere Idee ?
- Roland_Colberg
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Viele Fragen.
Wlan im Praxisnetz: dürfte mit einem nicht gerade 5 Jahren alten Wlan-Router kein Problem sein. Hängt aber auch von der zu überbrückenden Entfernung ab, die theoretisch hohen Geschwindigkeiten brechen bei größeren Distanzen oder dicken Wänden oft deutlich ein. Ggf. Repeater einsetzen. Sicheres Passwort (mindestens 12 Stellen!!!) unabdingbar. Bedenken Sie, dass auch in den neueren Verschlüsselungstechniken (WPA2) schon Schwachstellen aufgedeckt worden sind.
Remote-Zugang per VPN/Logmein: Sie brauchen am Standort des Terminalservers einen Upload ins Internet von mindestens 1 MBit, besser mehr (was nur über SDSL geht und mindestens 100 Euro monatlich kostet). Testen Sie ihren derzeitigen Upload doch mal über www.wasistmeineip.de oder ähnliches. Auch für die Zweigstelle würde ich 16.000er DSL empfehlen, um einen Upload von 1 MBit zu haben.
Logmein kenne ich nicht, scheint aber im Prinzip eine Art VPN-Verbindung zu benutzen, die aber auf den beiden Endpunkt-Rechnern aufgebaut wird. Das ist etwa so wie der Unterschied zwischen einer Personal Firewall und einer "richtigen" hardware-basierten Firewall. Würde ich persönlich nicht für diese Zwecke einsetzen. Ein "richtiges" VPN wäre aber sicher nicht schneller, die Geschwindigkeit hängt im Wesentlichen von der verwendeten (DSL-) Verbindung in beiden Richtungen ab.
Die Version mit 2 Fritzboxen halte ich für besser als die derzeitige Lösung (sicheres Passwort!!!!). Würde aber den Vorgaben der BÄK an die Datensicherheit auch nicht genügen.
Sicherheit: stimmt vollkommen, dass hier das schwächste Glied ausschlaggebend ist. Dazu zählen aber auch alle Personen, die ein Passwort kennen, und vor allem (mit Verlaub) derjenige, der das Ganze einrichtet und konfiguriert. Dabei gibt es einige kritische Punkte zu beachten, und es wurden auch von Profis schon Sicherheitslücken in der Größe eines Scheunentors offengelassen. Bedenken Sie, dass Ihr Praxisnetzwerk mit so einer Konstruktion ständig mit dem Internet verbunden und möglicherweise mehrmals täglich einem Portscan ausgesetzt ist. Auch wenn mir bisher kein derartiger Fall bekannt wurde: was machen Sie, wenn man Sie mit gestohlenen Patientendaten erpresst? Da hilft Ihnen das 15-Euro-Flatrate-Argument auch nicht wirklich weiter....
Viel Erfolg!
R. Colberg
Wlan im Praxisnetz: dürfte mit einem nicht gerade 5 Jahren alten Wlan-Router kein Problem sein. Hängt aber auch von der zu überbrückenden Entfernung ab, die theoretisch hohen Geschwindigkeiten brechen bei größeren Distanzen oder dicken Wänden oft deutlich ein. Ggf. Repeater einsetzen. Sicheres Passwort (mindestens 12 Stellen!!!) unabdingbar. Bedenken Sie, dass auch in den neueren Verschlüsselungstechniken (WPA2) schon Schwachstellen aufgedeckt worden sind.
Remote-Zugang per VPN/Logmein: Sie brauchen am Standort des Terminalservers einen Upload ins Internet von mindestens 1 MBit, besser mehr (was nur über SDSL geht und mindestens 100 Euro monatlich kostet). Testen Sie ihren derzeitigen Upload doch mal über www.wasistmeineip.de oder ähnliches. Auch für die Zweigstelle würde ich 16.000er DSL empfehlen, um einen Upload von 1 MBit zu haben.
Logmein kenne ich nicht, scheint aber im Prinzip eine Art VPN-Verbindung zu benutzen, die aber auf den beiden Endpunkt-Rechnern aufgebaut wird. Das ist etwa so wie der Unterschied zwischen einer Personal Firewall und einer "richtigen" hardware-basierten Firewall. Würde ich persönlich nicht für diese Zwecke einsetzen. Ein "richtiges" VPN wäre aber sicher nicht schneller, die Geschwindigkeit hängt im Wesentlichen von der verwendeten (DSL-) Verbindung in beiden Richtungen ab.
Die Version mit 2 Fritzboxen halte ich für besser als die derzeitige Lösung (sicheres Passwort!!!!). Würde aber den Vorgaben der BÄK an die Datensicherheit auch nicht genügen.
Sicherheit: stimmt vollkommen, dass hier das schwächste Glied ausschlaggebend ist. Dazu zählen aber auch alle Personen, die ein Passwort kennen, und vor allem (mit Verlaub) derjenige, der das Ganze einrichtet und konfiguriert. Dabei gibt es einige kritische Punkte zu beachten, und es wurden auch von Profis schon Sicherheitslücken in der Größe eines Scheunentors offengelassen. Bedenken Sie, dass Ihr Praxisnetzwerk mit so einer Konstruktion ständig mit dem Internet verbunden und möglicherweise mehrmals täglich einem Portscan ausgesetzt ist. Auch wenn mir bisher kein derartiger Fall bekannt wurde: was machen Sie, wenn man Sie mit gestohlenen Patientendaten erpresst? Da hilft Ihnen das 15-Euro-Flatrate-Argument auch nicht wirklich weiter....
Viel Erfolg!
R. Colberg
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Charliechen
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Was würde denn den Vorschriften der BÄK genügen um eine Filiale antzubinden ? Mit den zwei Fritzboxen kann man doch ein "richtiges" VPN aufbauen ? Entspricht denn eine VPN Anbindung grundsätzlich nicht diesen Vorschriften ?
- Roland_Colberg
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Im Grunde entspricht eine aktuelle Fritzbox den Anforderungen der BÄK (siehe "Technische Anlage"). Es sind aber Consumer-Geräte, die z.B. keine email-Anhänge analysieren und blockieren können.
Es handelt sich hier auch nicht um Vorschriften, sondern um Empfehlungen, vergleichbar mit medizinischen Leitlinien. Bei einem Schaden mit juristischem Nachspiel müsste man halt gut begründen können, warum man sich nicht danach gerichtet hat...
Es handelt sich hier auch nicht um Vorschriften, sondern um Empfehlungen, vergleichbar mit medizinischen Leitlinien. Bei einem Schaden mit juristischem Nachspiel müsste man halt gut begründen können, warum man sich nicht danach gerichtet hat...
- Roland_Colberg
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Hier mal ein Auszug zu diesem Thema:
Hier ist also von einer mehrstufigen Firewall die Rede, was die Fritzbox als all-in-one-Gerät nicht ist.Informationen und Daten, welche in einem internen Netzwerk zur Verfügung stehen, sind einem überschaubarem Risiko ausgesetzt. Werden diese Netze oder ein Rechner jedoch über das Internet zu einem Intranet verbunden, wird dringend empfohlen ein speziell für diesen Zweck vorgesehenes (sog. dezidiertes) hardware-Gerät (z. B. Router) mit Firewall- und VPNFunktionalität zu verwenden. Die sichere Anbindung ist jedoch nicht nur von der Hardware abhängig. Auch durch unsachgemäße Administration dieser Geräte kann eine Schwachstelle entstehen.
Um eine sichere Anbindung zu gewährleisten, sind spezifische Kenntnisse über die Konfiguration der Geräte erforderlich, um die eigenen Daten gegenüber dem öffentlichen Netz zu schützen. Die Firewall ist mit den restriktivsten Regeln zu konfigurieren (z. B. keine pauschale Weiterleitung des gesamten ankommenden Datenverkehrs an einem Rechner, nur den nötigsten Datenverkehr zulassen). Weiterhin ist die Konfiguration durch eine geeignete
Passwortvergabe, inklusive Call-Back oder Preshared Key Verfahren vor unbefugten Zugriffen zu schützen (3).
Der Arzt sollte sich von den Sicherheitsleistungen des Produktes überzeugen. Dazu sind Sicherheitszertifizierungen oder gute Referenzen hilfreich.
Die Konfiguration und Inbetriebnahme des Gerätes sollte von einem Experten vorgenommen werden. Wird die Konfiguration durch den Arzt oder das Praxispersonal selbstständig durchgeführt, ist die Überprüfung durch einen IT-Sicherheitsdienstleister dringend zu empfehlen, da sich in vielen Fällen gravierende Sicherheitslücken ergeben können. In einer Umgebung, in der ITSysteme mit unterschiedlichem Schutzbedarf (z. B. Systeme mit Patientendaten und Systeme, die mit anderen Netzen kommunizieren), empfiehlt sich ein mehrstufiges Firewallkonzept, bei dem zusätzliche Filterelemente (bspw. Router) vor- oder nachgeschaltet werden. Ziel ist, die kritischen Systeme mit Patientendaten besonders zu schützen, indem sie in einer eigenen Sicherheitszone abgeschottet werden, in der nur definierte Kommunikationsverbindungen zugelassen werden.
Die Sicherung eines Netzes bzw. Teilnetzes sollte also stets über eine weitere Firewall erfolgen, darüber hinaus kann eine Verbindung zum „KV-SafeNet“ aufgebaut werden (3).
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Charliechen
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Wenn Ich das gesamte Praxisnetz mit dem Firewall im ROuter (bzw in der Fritzbox) und den Server mit den Daten über des Windows Software Firewall schütze, wäre das doch "mehrstufig" und auch die sensiblen Daten auf dem Server wären noch mal extra geschützt, oder sehe ich das falsch ?? Wenn das so nicht reicht und ich was BEsseres wie die Fritzbox brauche:
Ich könnte auch einen anderen VPN fähigen Router kaufen und über den dann alles laufen lassen (hätten Sie da einen Tipp, ein besseres Gerät wie die Fritzbox, dass ich mir ggf auch gebraucht bei eblöd kaufen könnte ? ggf muss das ja nicht wlan fähig sein: Dafür könnte ich die Fritzbox ja noch zusätzlich mit ans LAN hängen, damit ich auch mit den Laptops ins Intranet komme.
Ich könnte auch einen anderen VPN fähigen Router kaufen und über den dann alles laufen lassen (hätten Sie da einen Tipp, ein besseres Gerät wie die Fritzbox, dass ich mir ggf auch gebraucht bei eblöd kaufen könnte ? ggf muss das ja nicht wlan fähig sein: Dafür könnte ich die Fritzbox ja noch zusätzlich mit ans LAN hängen, damit ich auch mit den Laptops ins Intranet komme.
- schmidt-dietrich
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- Wohnort: Bezirk KV Hessen: Kassel - 10-Finger-System klappt katastrophal mal wieder ;-) Sorry...
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
2 neue Fritzboxen und ein Repeater für die 2 Extrarechner oder aber eine 3. Fritzbox mit Wlan und Printer dran per VPN sind doch eine gute Variante und dann halt sichere Paßworte und Zeitschaltung wlan aus etc. weiterhin gibts doch auch bei alternate.de interessante Hardware zu entdekcen, statt ebay ..!
Viel Spaß beim Einrichten!
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Praxis Schmidt-Dietrich
Landgraf-Karl-Straße
34 Kassel /Bezirk KV Hessen
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nmndoc
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Hallo,
roland_colberg hat ja eigentlich schon die wesentlichen Punkte schon genannt.
WLAN ist eben anfällig für Störungen aller Art. z.B. Tür (zum Behandlungszimmer) offen/zu, Metallflächen, etc. Am besten Sie (der die Antenne Ihres Notebooks) hat Sichtverbindung zur Antenne des Access Points. Evtl. wäre dLAN (über Stromnetz) eine Alternative (habe ich selbst aber noch nie getestet). Statt einzelner Drucker (wobei man die auch evtl. unter dem Tisch unterbringen kann) wäre evtl. ein zentraler Blanko-Durck möglich.
Ich würe auch nicht meherer Router (=Fritzbox) ins gleiche Netz stellen, sondern leiber einen Access Point (stellt dann das WLAN zur Verfügung und verbindet Ihr WLAN mit dem LAN).
5 Arbeitsplätze über DSL 6000 (768 up?) wird wohl bestenfalls schlecht funktionierten. Wenn es sich dabei um einen günstigen Privatpersonen-Tarif handelt, sind Sie im Störungsfall auch sehr auf das Wohlwollen des Providers (Telekom) angewiesen, was die Störungsbeseitigung / Reaktionszeit angeht (privat kann man "locker" einen Tag oder auch Tage ohne internet auskommen, lt. AGBs).
Zu den Anforderungen:
Vorallem geht es hier aber auch darum, nur den "definierten" Verkehr zu erlauben - also in Ihrem Fall a) VPN und im Tunnel dann am besten nur RDP.
Beispiel für solche Geräte (eigentlich im Wesentlichen das Gleiche, aber mit unterschiedlichen Merkmalen):
http://www.securepoint.de/produkte-terr ... teway.html
http://www.securepoint.de/produkte-terr ... teway.html
oder als KVSafeNet http://www.securepoint.de/produkte-kvsa ... eways.html
Aber ganz abgesehen von technischen Details: Ich denke für "umsonst" oder ganz kleines Geld werden Sie keine vernünftige Löung bekommen. Es geht ja nicht nur um die Anschaffung der Hardware, sondern vorallem um das Konzept (was wollen Sie wie umsetzen) und das Ganze auch einzurichten.
In einem Windows-Assistenten ein Heimnetz "irgendwie" zum Laufen zu bekommen wird da nicht reichen.
D.h. aus meiner Sicht müssten Sie entweder jemanden damit beauftragen (=Geld) oder sich erstmal in das Thema Windows/Netzwerk/Internet/VPN einlesen, um es dann selbst zu machen (=Zeit = Geld).
roland_colberg hat ja eigentlich schon die wesentlichen Punkte schon genannt.
WLAN ist eben anfällig für Störungen aller Art. z.B. Tür (zum Behandlungszimmer) offen/zu, Metallflächen, etc. Am besten Sie (der die Antenne Ihres Notebooks) hat Sichtverbindung zur Antenne des Access Points. Evtl. wäre dLAN (über Stromnetz) eine Alternative (habe ich selbst aber noch nie getestet). Statt einzelner Drucker (wobei man die auch evtl. unter dem Tisch unterbringen kann) wäre evtl. ein zentraler Blanko-Durck möglich.
Ich würe auch nicht meherer Router (=Fritzbox) ins gleiche Netz stellen, sondern leiber einen Access Point (stellt dann das WLAN zur Verfügung und verbindet Ihr WLAN mit dem LAN).
5 Arbeitsplätze über DSL 6000 (768 up?) wird wohl bestenfalls schlecht funktionierten. Wenn es sich dabei um einen günstigen Privatpersonen-Tarif handelt, sind Sie im Störungsfall auch sehr auf das Wohlwollen des Providers (Telekom) angewiesen, was die Störungsbeseitigung / Reaktionszeit angeht (privat kann man "locker" einen Tag oder auch Tage ohne internet auskommen, lt. AGBs).
Zu den Anforderungen:
Das kann auch eine Firewall sein, die mehrere Ports besitzt und so Netze von einander trennen kann (LAN, DMZ, Internet, ...).Ziel ist, die kritischen Systeme mit Patientendaten be-sonders zu schützen, indem sie in einer eigenen Sicherheitszone
abgeschottet werden, in der nur definierte Kommunikationsver-bindungen zugelassen werden.
Vorallem geht es hier aber auch darum, nur den "definierten" Verkehr zu erlauben - also in Ihrem Fall a) VPN und im Tunnel dann am besten nur RDP.
Beispiel für solche Geräte (eigentlich im Wesentlichen das Gleiche, aber mit unterschiedlichen Merkmalen):
http://www.securepoint.de/produkte-terr ... teway.html
http://www.securepoint.de/produkte-terr ... teway.html
oder als KVSafeNet http://www.securepoint.de/produkte-kvsa ... eways.html
Aber ganz abgesehen von technischen Details: Ich denke für "umsonst" oder ganz kleines Geld werden Sie keine vernünftige Löung bekommen. Es geht ja nicht nur um die Anschaffung der Hardware, sondern vorallem um das Konzept (was wollen Sie wie umsetzen) und das Ganze auch einzurichten.
In einem Windows-Assistenten ein Heimnetz "irgendwie" zum Laufen zu bekommen wird da nicht reichen.
D.h. aus meiner Sicht müssten Sie entweder jemanden damit beauftragen (=Geld) oder sich erstmal in das Thema Windows/Netzwerk/Internet/VPN einlesen, um es dann selbst zu machen (=Zeit = Geld).
- schmidt-dietrich
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Was ich vergessen hatte: oder aber über Stromnetz mittels powerline-Adapter? Hatte ich mal vor Jahren probiert - auch aus einer Not heraus in alten Räumen, das ging solala, da die Dinger ja heute deutlich schneller sind, sollten die Hänger die ich damals hatte nicht mehr auftreten und gut laufen. Sonst war das problemlose Installation für wenig Geld; funktionierte gut.schmidt-dietrich hat geschrieben:2 neue Fritzboxen und ein Repeater für die 2 Extrarechner oder aber eine 3. Fritzbox mit Wlan und Printer dran per VPN sind doch eine gute Variante und dann halt sichere Paßworte und Zeitschaltung wlan aus etc. weiterhin gibts doch auch bei alternate.de interessante Hardware zu entdekcen, statt ebay ..!
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Also mit Powerline habe ich schon selber schlechte Erfahrungen gemacht. Es ist von vielen Faktoren abhängig. Es ist schnell genug Videoinhalte (wenn sie nicht gerade HDTV sind, rückenfrei zu übertragen in normaler Fernsehqualität. Trotzdem habe ich damit bei Turbomed die Nerven verloren. Es ist in jedem Raum anders und abhängig wo gerade welche Geräte laufen. Nur mal irgendwo ein beliebiges neues Elektro- Gerät eingesteckt und schon Probleme. Habe neuer Powerlan Adapter mit der Akt. Schnellsten Geschwindigkeit benutzt. Ich versteh das auch nicht, aber Turbomed geht damit schwieriger übers Netz wie ganze Videofilme. Hätte gedacht, wenn ein Video klappt, dann wird's für Tm 3x reichen - aber Pustekuchen. Das hängt auch von der Anzahl der Elektrogeräte im Netz ab und den Leitungen (altbaupraxis). Wenn ich eine normale Wechselsprechanlage zu Hause verwende, habe ich glasklare Sprachqualität und in der Praxis viel quietschen und jaulen. Und die Übertragungswege sind Jandia gleichen. Auch der Elektriker hat nach Phasenkopplung und sonstigen Spielereien am Stromkasten keinen vernünftigen Betrieb mit Powerlan ermöglichen können. Also denke ich Powerlan ist ein Versuch Wert, klappt aber nicht in jedem Stromnetz mit TM schnell genug. jetzt hoffe ich auf WLAN
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Charliechen
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Vielen dank an alle !!
Ich denke ich werde mir bei der Einrichtung der Filialenanbindung Unterstützung holen. Ist mir alles doch etwas unsicher.
Was halten Sie denn davon, wenn ich mir das folgende System aufbauen lasse? Da scheint ja eine VPN Anbindungninbegriffen zu sein.
http://turbomed-partner.de/wbc.php?sid= ... d=92&rid=1
Ich denke ich werde mir bei der Einrichtung der Filialenanbindung Unterstützung holen. Ist mir alles doch etwas unsicher.
Was halten Sie denn davon, wenn ich mir das folgende System aufbauen lasse? Da scheint ja eine VPN Anbindungninbegriffen zu sein.
http://turbomed-partner.de/wbc.php?sid= ... d=92&rid=1
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nmndoc
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Hallo,
naja, ich kann mir nicht helfen, aber der erste Eindruck ist irgendwie unseriös:
An anderer Stelle klingt es so, als würde die VPN-Lösung auf dem Server installiert werden - was ich grundsätzlich nicht empfehlen würde und was sich auch sicher nicht mit den oben zitierten Sicherheitsanforderungen deckt (mehrstufig etc)
naja, ich kann mir nicht helfen, aber der erste Eindruck ist irgendwie unseriös:
So im Detail wird dann auch etwas angeboten wie eine besonders entwickelte Backup-Lösung für die TM-Sicherung im laufenden Betrieb - das geht aber soweit ich weiß auch mit tmadmin und kostet nichts.Das Geheimnis der legendären Geschwindigkeit liegt nicht nur in der besonders modernen Hardware, diese haben andere auch. [...] Dieses Wissen geben wir mit unseren Serverprodukten weiter. Aber tatsächlich verbauen wir ein paar (nicht ganz billige) Hardwareteile, die einen enormen Geschwindigkeitsschub erreichen, das steht definitiv nicht in der Produktbeschreibung, unsere Mitwerber wüssten dies auch gern.
An anderer Stelle klingt es so, als würde die VPN-Lösung auf dem Server installiert werden - was ich grundsätzlich nicht empfehlen würde und was sich auch sicher nicht mit den oben zitierten Sicherheitsanforderungen deckt (mehrstufig etc)
- EXEWERKER
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Hallo,
Sie haben recht, mit TMADMIN kann natürlich auch ein Backup möglich machen, jeder der ein bisschen Ahnung von Skripten hat, sollte dies vielleicht auch so tun. Hier im Forum steht ja auch ein Skript dazu. Das TMBackuptool macht es nicht viel anders, ist aber eben schnell konfiguriert und kann noch ein bisschen mehr, wie z.B. eine blocklevel-inkrementelle Übertragung auf einen Ersatzserver in Nebenstellen und des Versenden der Fehlernachrichten per Mail.
Das andere Zitat, welches Sie verwenden, ist von einer Webseite, die bereits im Text als veraltet gekennzeichnet ist und den Stand von vor 3 Jahren zeigt. Zu dieser Zeit wusste nämlich noch tatsächlich niemand, wie man SSD Platten zur Geschwindigkeitserhöhung einsetzt. Der aktuelle Link (http://turbomed-partner.net/hardware/se ... speed.html) ist übrigens auf der Seite angegegben und dort steht auch ganz konkret was verbaut ist. Also alles kein Hexenwerk, sondern solides Handwerk.
Sie haben recht, mit TMADMIN kann natürlich auch ein Backup möglich machen, jeder der ein bisschen Ahnung von Skripten hat, sollte dies vielleicht auch so tun. Hier im Forum steht ja auch ein Skript dazu. Das TMBackuptool macht es nicht viel anders, ist aber eben schnell konfiguriert und kann noch ein bisschen mehr, wie z.B. eine blocklevel-inkrementelle Übertragung auf einen Ersatzserver in Nebenstellen und des Versenden der Fehlernachrichten per Mail.
Das andere Zitat, welches Sie verwenden, ist von einer Webseite, die bereits im Text als veraltet gekennzeichnet ist und den Stand von vor 3 Jahren zeigt. Zu dieser Zeit wusste nämlich noch tatsächlich niemand, wie man SSD Platten zur Geschwindigkeitserhöhung einsetzt. Der aktuelle Link (http://turbomed-partner.net/hardware/se ... speed.html) ist übrigens auf der Seite angegegben und dort steht auch ganz konkret was verbaut ist. Also alles kein Hexenwerk, sondern solides Handwerk.
EX EWERKER 
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Charliechen
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Wie ist das denn mit dem angepriesenem Server? Entspricht die VPN Lösung den sicherheitsstandards ?
Kann ja kaum sein, dass von Prof. Seite was unsicheres verbaut wird
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- EXEWERKER
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Datenschutz / Zugriffsschutz /Datensicherheit sind zwar von technischen Voraussetzungen abhängig, letztlich ist es aber zuerst ein Organisationsproblem. Wir bedienen uns immer der BÄK Richtlinie (http://www.bundesaerztekammer.de/downlo ... schutz.pdf ) , diese ist zwar wie Gummi und etwas lebensfremd, aber eben überhaupt eine verbindliche Richtlinie. Demnzufolge darf man an einem PC mit Internetzugang keine Patientendaten speichern, also wenn VPN zugelassen ist, aber alle anderen ausgehenden Verbindungen geperrt sind, dann wäre dies konform. Das Netz sollte hinter einer hardwarebasierten Firewall stehen, dies ist auch mit einer Fritzbox gegeben, damit wären dann auch alle eingehenden Verbindungen gesperrt. Das man sich nun unbedingt in diesen gleichen Router einwählen muss, steht nirgends. Die Einwahl auf den Router hat auch Problemchen, man erreicht von dort i.d.R. alle PC, was potentiell unsicher ist, weil man jeden PC schützen müsste. Tunnelt man gleich bis zum Ziel-PC durch, dann ist schlimmstenfalls nur dieser kompromitiert. Dies muss ja auch kein Server sein, auf dem (siehe BÄK) Patientendaten gespeichert sind. Technischer Unfug, aber richtlinienkonform.
Wie hier schon erwähnt, es gibt Richtlinien, Rechtsprechung, Empfehlungen, aber kein kodifiziertes Gesetz. Im Zweifelsfall wäre der Landesdatenschutzbeauftrage zuständig. Widersprüche gibt es genug. So sind "Netzlösungen" vom ULD SH ( Herr Weichert und Co.) zertifiziert, obwohl der PC mit gespeicherten Patientendaten im Internet sein muss, ohne VPN. Es gibt einen KVSAFENET Zugang mit Fritzbox, der "VPN getunneltes" Internet, allerdings gefiltert - auf allen PC - innerhalb des KVSAFENET ermöglicht, wo ich auch sagen muss, wo ist denn da die BÄK Richtlinie geblieben, abgesehen vom hohen Anspruch des KVSAFENET. Denken Sie an die ganzen "schönen" Lösungen, wo ich Patientenakten in Echtzeit auf dem IPAD gespiegelt habe. Dürfte es alle nicht geben, weil immer ein Zugriff auf Patientendaten - über 3. - in der Praxis erfolgt, trotzdem bisher als sicher bezeichnet. Da gibt es viel größere Baustellen.
Jeder darf also selbst entscheiden, wie weit er sich aus dem Fenster lehnt......Es bleibt immer Vertrauenssache!
Wie hier schon erwähnt, es gibt Richtlinien, Rechtsprechung, Empfehlungen, aber kein kodifiziertes Gesetz. Im Zweifelsfall wäre der Landesdatenschutzbeauftrage zuständig. Widersprüche gibt es genug. So sind "Netzlösungen" vom ULD SH ( Herr Weichert und Co.) zertifiziert, obwohl der PC mit gespeicherten Patientendaten im Internet sein muss, ohne VPN. Es gibt einen KVSAFENET Zugang mit Fritzbox, der "VPN getunneltes" Internet, allerdings gefiltert - auf allen PC - innerhalb des KVSAFENET ermöglicht, wo ich auch sagen muss, wo ist denn da die BÄK Richtlinie geblieben, abgesehen vom hohen Anspruch des KVSAFENET. Denken Sie an die ganzen "schönen" Lösungen, wo ich Patientenakten in Echtzeit auf dem IPAD gespiegelt habe. Dürfte es alle nicht geben, weil immer ein Zugriff auf Patientendaten - über 3. - in der Praxis erfolgt, trotzdem bisher als sicher bezeichnet. Da gibt es viel größere Baustellen.
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EX EWERKER 
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hfriedrich
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Habe Wlan mit Fritzbox (überkurze Entfernung) versucht, erst PC als Workstation, dann über RDP. Nacht etlichen Verbindungs-Abbrüchen erst einen Powerline-Adapter benutzt, jetzt alle Workstation über Powerline-Adapter angeschlossen (die neuste Generation), seitdem kein einziges Problem mehr mit der Konnektivität. Arbeite allwerdings auch nur noch über RDP. Mit den Druckern kann das Funken noch gehen.
Habe die Fritz-WLan-Sticks über ebay verscherbelt.
Gruss
Habe die Fritz-WLan-Sticks über ebay verscherbelt.
Gruss
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Charliechen
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Wenn ich das so höre, ist das doch alles unsicher. Ist denn die Arbeit in der Zweigpraxis mit 3 Rechnern über VPN am Hauptserver wirklich schnell genug? Oder brauche ich da unbezahlbare Spezialkonditionen der Telekom mit hohen Upload Dsl ?
Kennt jemand den Telekom Preis für eine solche Verbindung?
Oder gilbt es eine Möglchkeit von der Zweigpraxis aus mit nicht verbundenen Systemen zu arbeiten?? was passiert eigentlich, wenn man einen Patienten mit dem Ok 03111 im Hausbesuchsmodul aufnimmt und dann in den Hauptrechner einliest auf dem der Fall auch schon mit 03111 angelegt wurde? Wenn Turbomed das automatisch verarbeitet, könnte ich evt. auch einfach am Quartalsende die getrennten Datein zusammenfügen ? Werden so auch in der Zweigstelle gescannte Dokumente übeRführt ?
zum Thema Sicherheit. Ich habe ein Telekom Dsl Modem an einem Router bisher. Noch keine Fritzbox. Am besten wäre es doch, das Modemstromkabel einfach über eine Funksteckdose zu schalten. also nur Internet dazu, wenn es sein muss? Super wäre noch eine Fernsteuerung der Stromverbindungbüber das Telefonnetz. Wenn man neuerdings per Handy zu Hause Licht an und aus machen kann, kann man das doch bestimmt auch mit der stromzufuhr zum dsl modem ? Hat jemand damit schon mal Erfahrungen gesammelt?
Kennt jemand den Telekom Preis für eine solche Verbindung?
Oder gilbt es eine Möglchkeit von der Zweigpraxis aus mit nicht verbundenen Systemen zu arbeiten?? was passiert eigentlich, wenn man einen Patienten mit dem Ok 03111 im Hausbesuchsmodul aufnimmt und dann in den Hauptrechner einliest auf dem der Fall auch schon mit 03111 angelegt wurde? Wenn Turbomed das automatisch verarbeitet, könnte ich evt. auch einfach am Quartalsende die getrennten Datein zusammenfügen ? Werden so auch in der Zweigstelle gescannte Dokumente übeRführt ?
zum Thema Sicherheit. Ich habe ein Telekom Dsl Modem an einem Router bisher. Noch keine Fritzbox. Am besten wäre es doch, das Modemstromkabel einfach über eine Funksteckdose zu schalten. also nur Internet dazu, wenn es sein muss? Super wäre noch eine Fernsteuerung der Stromverbindungbüber das Telefonnetz. Wenn man neuerdings per Handy zu Hause Licht an und aus machen kann, kann man das doch bestimmt auch mit der stromzufuhr zum dsl modem ? Hat jemand damit schon mal Erfahrungen gesammelt?
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AnthroMed
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Re: Turbomed mit wlan und VPN oder RDP ?
Hallo,Charliechen hat geschrieben:...Oder gilbt es eine Möglchkeit von der Zweigpraxis aus mit nicht verbundenen Systemen zu arbeiten?? was passiert eigentlich, wenn man einen Patienten mit dem Ok 03111 im Hausbesuchsmodul aufnimmt und dann in den Hauptrechner einliest auf dem der Fall auch schon mit 03111 angelegt wurde? Wenn Turbomed das automatisch verarbeitet, könnte ich evt. auch einfach am Quartalsende die getrennten Datein zusammenfügen ? Werden so auch in der Zweigstelle gescannte Dokumente übeRführt ?
Die Frage ist, auf welche Art man die Daten zusammenbekommt. Da geht m.W. nur das Hausbesuchsmodul. Und dafür braucht man eine sehr gute Organisation der Praxisdatenübertragung, daß man keinen Zeitraum doppelt überträgt... Außerdem kommen immer wieder Verdoppelungen der Behandlungsfälle auf den zweiten Arzt vor.
Wenn Sie eine 1-Arzt-2-Betriebsstättenpraxis sind, dürfte es gehen. Bei unseren Versuchen mit einer befreundeten 2-Ärzte (davon 1 Assi)-2-Betriebsstättenpraxis ohne Internet-Verbindung (Vorgabe des Inhabers) haben wir noch nicht eindeutig genug herausbekommen, bei welchen Anmelde-Prozeduren für Arzt und Betriebsstätte KEINE Verdoppelung der Behandlungsfälle eines Patienten auftritt. Da diese immer wieder auftreten, ist abends Handarbeit angesagt, um die zusätzlichen Behandlungsfälle nach Entfernen oder anders-Zuordnen der Ziffern und Diagnosen zu löschen bzw. deren Abrechnungsdaten dann neu einzugeben.
Bei doppelt angelegtem Behandlungsfall wird in der Abrechnung ein "doppelt" angelegter Ordinations- /Chroniker-Komplex eben nicht bemängelt, sofern je Behandlungsfall nur einmal eingetragen.
Desweiteren ist seit Jahren bekannt, daß die Rezept-Dosierungszeilen durch das Hausbesuchsmodul nicht übertragen werden (also auch nicht dort eingetragene PZN-Nummern...). Die Kassenbuch-Einträge auch nicht. Hier würde ich in der Zweigpraxis jeden Abend das Kassenbuch aufrufen und als Word-Tabelle exportieren (wird im Dateinamen gleich mit Datum angelegt und kann insofern ohne Änderung des Dateinamens abgespeichert werden, z.B. nach Ausdrucken per Fax-Drucker an die Hauptpraxis). Diese Liste ist dann Grundlage für das Nach-Erfassen in der Hauptpraxis.
Wenn man sowieso die PG nacherfassen muß, wird zu Scannendes einfach mitgegeben und in der Hauptpraxis gescannt. Ohne einen regelmäßigen Export/Import der Dokumente - aktuelle(r) Woche/Monat - von der scannenden Betriebsstätte in die andere - laufen die per HB-Modul übertragenen F3-Einträge der Links ins Leere. Wenn in beiden Betriebsstätten gescannt wird, muß dies in beiden Richtungen geschehen (und wer in beiden Betriebsstätten morgens exakt den gleichen Datenstand haben will, muß nach dem Einarbeiten der Zweigpraxis-Tagesarbeit in der Hauptpraxis deren Datenbank wieder komplett in die Zweigpraxis übertragen! Dann sollte man aber dafür Sorge tragen, daß in der Zweigpraxis abends eine langfistig aufbewahrte Datensicherung automatisch auf die Festplatte geschrieben wird! Sonst kann man nämlich nie wieder rekonstruieren, welche Daten exakt in der Zweigpraxis erhoben wurden, falls bei der Datenübertragung oder der Korrektur von Verdoppelungen etwas verloren geht...)
Beim Dokumenten-Import ist es übrigens unschädlich, wenn dies mehrfach geschieht.
AnthroMed
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